Mittwoch, 13. Juli 2016

Große Ereignisse werfen Schatten..

.. das grenzt ja schon fast an Spam hier in letzter Zeit ;).

Nachdem ich zuletzt Sachen gezeigt habe, die ich für andere gemacht habe kommt jetzt etwas sehr Persönliches. Ich habe länger überlegt, ob ich die Sachen hier überhaupt zeigen möchte, aber ich habe mich ja bei der Suche auch im Netz inspirieren lassen und so große Geheimniskrämerei muss man nun auch wieder nicht betreiben. Ist auch nix Schlimmes - ich werde Herrn Kochfrosch heiraten :).


Schon bald war klar, dass ich - wenn ich schon das Kleid nicht selbst nähen würde - Deko- und Papeterietechnisch gerne viel selbst machen würde. Und weil das Zeit braucht gabs erstmal eine "Save the Date" Karte. Sehr amerikanisch, aber schon ganz praktisch.. dann haben schonmal alle ein Datum und wissen Bescheid, während man sich mit den Einladungen Zeit lassen kann. (Nicht dass noch jemand an diesem höchst umkämpften Novembersamstag Wichtigeres vorhat ;)!)

Für die Karten habe ich also Banner gezeichnet, beschrieben und den Schriftzug geschrieben (mit einem Tombow Brush Pen, bzw. Copic Markern, falls sich jemand für die Details interessiert). Anschließend habe ich die Schrift eingescannt und dann kam der Liebste dran - der hat mir alles mit Hilfe von Inkscape vektorisiert und zusammengefügt. Anschließend haben wir den Text mit unserem stinknormalen Laserdrucker auf schönem 100 g/m^2 Papier ausgedruckt.

Anschließend zurechtschneiden und mit Hilfe von Kleberoller auf feste DinA6-Fotokarton-Karten (meine sind von www.faltkarten.com - große Auswahl an Farben, mit der Qualität war ich sehr zufrieden) aufkleben.
Zur Deko-Klebebefestigung darf etwas Maskingtape ran und ein paar Farbakzente (ähäm ;) ) mit kupferfarbenem Gelroller auf den Schriftzug aufbringen. Fertig. (Hinten gabs natürlich noch ein paar Infos, die schlicht gedruckt).


Das war im Februar. So langsam sollte es also mal weitergehen..
Ich habe länger überlegt, einiges ausprobiert, viele Ideen wieder verworfen. Es sollte druckbar sein, am liebsten auf dem heimischen Drucker (also keine Farbe, normales Papier) und stilistisch zur Save the Date Karte passen. Nicht zu romantisch, nicht zu verspielt, nicht zu hipster. Und dann sollte sie auch noch uns beiden gefallen. Und irgendwie zu uns passen. Herrje. Am Ende stand dann dieses Ergebnis hier, mit dem wir beide sehr glücklich sind.



Farblich bin ich bei schwarz-weiß + Kupferakzenten geblieben - als Erstes habe ich die Banner und den Schriftzug geschrieben, inzwischen bin ich besser geworden und alles ist "echt" mit Feder und Tinte geschrieben. Anschließend wieder gescannt, vektorisiert. Sah etwas nackig aus, also haben wir uns im Internet noch ein paar Schnörksel gesucht. Mir anfangs zu schnörkselig, Herr Kochfrosch hat sich durchgesetzt und inzwischen bin ich ganz auf seiner Seite, das gibt der Schrift einen schönen Rahmen ;).

Um die Karte etwas "plastischer" zu machen und von der Save the Date Karte abzuheben gibts hier noch eine zweite "Schicht" - dazu habe ich Tonkarton in Cappucchino gekauft und einen Stempel gestaltet (Schrift geschrieben, gescannt, vektorisiert und hier einen Stempel bestellt). Die Farbe des Anhängers taucht dann als Umschlag wieder auf. (Klappkarten, Umschläge, Tonpapier wieder von www.faltkarten.com, ich werde übrigens nicht gesponsort ;) )


Aus dem cappucchino-farbigen Papier haben wir mit Hilfe eines Stanzers runde Kreise ausgestanzt und bestempelt. Die weißen bedruckten Vorderseiten habe ich wieder mit Kleberoller auf die Klappkarten geklebt. Für die Banderole habe ich milchiges Transparentpapier mit kupferner Acrylfarbe bespritzt und in ca. 7 cm breite Streifen geschnitten. Hinten mit Tesa zur Banderole zusammengeklebt. Dann noch Anhänger auf kupfer-cremefarbenes Bäckgarn ziehen und über der Banderole befestigen, fertig.


Die Umschläge habe ich von Hand geschrieben - auch hier wieder mit Feder und Tinte, das Papier ist super, glatt genug, da verläuft gar nichts. Umschläge schreiben hat ca. einen verregneten Nachmittag gedauert, das Zusammenbasteln der Karten so 2-3 Abende Fussball-EM-Vorrunde ;). Hielt sich also alles in Grenzen und hat Spaß gemacht. Die Vorarbeit (Entwerfen, Schreiben, Scannen) zog sich ja über Monate.
Mit dem Endergebnis bin ich jedenfalls sehr zufrieden :D.


Und weil man das so nie liest - die Materialkosten für unsere Einladungen, soweit ich das noch zusammenbringe (wir haben ca. 40 Einladungen verschickt)

Klappkarten Din B6 und Umschläge: 50 Stück je 9,50 Euro
Tonkarton: 5 St. - 1,25 Euro
Stanzer: ca. 12 Euro (den kann ich später für Etiketten noch verwenden)
Bäckergarn: 5,90 Euro
Stempel: ca. 18 Euro
Transparentpapier: ca. 3 Euro
Einlegepapier für Din B6: 50 St. - 14,50 Euro
Total: ca. 75 Euro
Pro Karte liegen wir also noch unter 2 Euro, das finde ich ziemlich passabel. Arbeitszeit selbstverständlich nicht miteingerechnet, aber die kommt ja vom Herzen ;).

Donnerstag, 7. Juli 2016

Karte zur Taufe

Und der dritte und letzte Teil der Taufgeschichte. Zu Decke und Kerze gehört.. eine Karte. Naja, Kaufen wollt ich dann keine, wenn schon alles andere so selbstgemacht war, drum hab ich mir Feder und Tinte geschnappt und erstmal wieder ein bisschen Unzialis geübt. War eh mal wieder an der  Zeit.


Und so sieht das Ergebnis aus - ganz schlicht, der Taufspruch in Unzialis auf einer Karte in "Kraftpapier weiß" (von diesem Shop hier, ich bin sehr zufrieden mit der Qualität!), darüber habe ich  Aquarellfarbe in Grün- und Gelbtönen gespritzt.


Den Umschlag habe ich einfach nur mit dem Namen gestaltet. Tja, und dann war da noch so viel Platz übrig.. daher schlängeln sich jetzt zarte Aquarellranken um ein schlichtes M. Um das Motiv nochmal aufzunehmen, habe ich dann auch der Karte noch ein paar Blattranken spendiert - und war danach so richtig rundum zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hoffe sehr, den Beschenkten gefällt es genauso.



Mittwoch, 6. Juli 2016

das erste Mal..

.. eine Taufkerze basteln.
Nachdem ich zugesagt hatte, dem lieben Nichtlein eine Taufpatin zu sein, wurde mir der Wunsch angetragen, ob ich nicht vielleicht auch die Taufkerze gestalten könnte - ich hätt doch da eh ein Händchen..


(links ist die Kerze der großen Schwester, rechts meine Variante)

Also kurz überlegt und Tante google angeworfen. "Motiv + Taufkerze" schmeißt mit Regenbögen, Kelchen, Kreuzen, Tauben und Bäume. Ein Baum war mir schon vorgeschwebt, das wollte ich mir nur nochmal absichern, ich traue es mir zu, einem Kind christliche (naja.. menschliche..) Grundwerte näherzubringen, aber so gaanz kirchenfirm und -nah bin ich eigentlich nicht. Die Pfarrerin wie auch die Eltern sahens entspannt und ließen mich machen. Ein Baum mit vielen bunten Blättern, mit Wurzeln die bis in die Erde reichen und Zweigen, die Richtung Himmel streben erschien mir auf alle Fälle passend.

Also habe ich eine Kerze besorgt, dazu braune Wachsplatten und ein Mischpaket, außerdem eine Metall"nadel" - der Griff sieht so aus wie bei einem Cutter, vorne ist aber keine Klinge, sondern eine Spitze. Damit kann man hervorragend Motive aus den Wachsplatten heraus"zeichnen". Baum und Blätter sind frei Schnauze, die Buchstaben haben wir auf Papier ausgedruckt, mit einem Cutter ausgeschnitten und als Vorlage verwendet. Das Wachs hat hinten ein Schutzpapier, das wird einfach abgezogen und das fertige Motiv dann einfach auf die Kerze gedrückt, fertig.  Hat erstaunlich gut funktioniert!


Später hieß es, ein Kreuz sei doch nicht so verkehrt, also habe ich auf der Rückseite noch eines eingebaut. Und ein Vögelchen. Vögelchen gehen immer!



Kerzenbasteln war also mal was ganz anderes - hat Spaß gemacht und erstaunlich gut funktioniert. Besonders viel Können oder Geschick braucht es nicht - wer noch nie mit Cuttern gearbeitet hat, kann ja auch etwas größere Buchstaben schneiden. Ein schönes und persönliches Geschenk für den Täufling :).


Dienstag, 5. Juli 2016

Krabbeldecke, die Zweite

Soo, ich glaube zwar kaum, dass hier bei meiner regelmäßigen Blogpflege (*hust*) noch jemand mitliest, aber da das hier mal wieder ein Großprojekt war, möchte ich es doch nicht ganz unter den Tisch fallen lassen - über die Doku von Krabbeldecke, die Erste habe ich mich nämlich bei Herstellung der Zweiten durchaus gefreut!

Die zweite Decke ist wieder ein Taufgeschenk und geht an die selbe Familie, wie beim ersten Mal. Mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal auch noch Taufpatin bin und irgendwie konnte ich dann nicht "weniger" machen, als beim ersten Mal. Genau gleich wollte ich die Decken aber auch nicht gestalten. Also hab ich etwas rumgezeichnet und bin bei einem Baum als Motiv hängengeblieben - das habe ich dann gleich auch wieder bei der Taufkerze aufgegriffen, dazu dann ein ander Mal mehr.


Vor dem Stoffkauf habe ich mir also ein Skizze gemacht und grobe Mengen überschlagen. Die fertige Decke hat die Maße von ca 1.05 x 1,35m. Dann Stoffe gekauft, im Quiltstar in Freiburg wurde ich fündig und habe sehr schöne Stoffe auswählen können. Ein strukturiertes Braun für den Stamm, bunte Punkte in zueinanderpassenden Farben, cremefarbene Punkte auf beige-grün als Grund und ein türkis-petrolfarbenes Muster als Einfassrand. Amerikanisch/japanische Patchworkstoffe, über den Preis legen wir mal ein Mäntelchen des Schweigens.


Als erstes habe ich mir aus Packpapier die Maße der Innendecke angezeichnet und dann einen Baum entworfen. Gar nicht so einfach, aber irgendwann war ich zufrieden. Ein paar Blätter habe ich auch entworfen, fertig ist das Schnittmuster.


Und dann gings auch schon ans Zuschneiden, das war dieses Mal nicht so nervig wie sonst - waren ja auch nicht so viele Einzelteile. Den Baumstamm habe ich aus Stoffspargründen aus drei Teilen gemacht, das sieht man am Ende kaum, bzw. mag ich die Optik sogar ganz gern. Den Baum habe ich einfach mit engem Zickzackstich (bei mir fast Knopflochstich) auf den Oberstoff appliziert. (Bis hierher: ca. 1/2 Tag Arbeit bei fertiger Schablone)


Praktischerweise kann ich den Stoff bei mir über/auf die Tür pinnen und so bequem die Verteilung der Blätter festlegen - um sie dann alle einzeln aufzusteppen. Hier rächt sich mal wieder ein zu enger Zickzackstich, ab und zu erwische ich die Blätter nicht rundherum ganz - dann muss man halt nochmal ran.


Auch diesmal wollte ich gerne den Namen irgendwo unterbringen - habe ich mich letztes Mal noch für die Rückseite entschieden, wollte ich diesmal die Decke mit einer eindeutigen Vorderseite gestalten. Also, Bann gemalt und ebenfalls aufgesteppt. (Gesamte Stepperei - 1 Tag mit Unterbrechungen). Die Seiteneinfassung ist auch schon dran (7,5 cm breit).


An der Stelle ist das Top fertig - nun mache ich das Sandwich aus Oberstoff, Vlies und Rückseite und befestige alles mit Quiltsicherheitsnadeln aufeinander. Das Vlies ist diesmal dünner als beim letzten Mal, aber immer noch flauschig genug, hoffe ich doch.


Anschließend habe ich mir Quiltlinien mit Kreide vorskizziert. Ich kann mit meiner Maschine nicht wirklich frei quilten und für "echte" Quiltmuster fehlt mir das Können und Equipment. Also habe ich mich für wenige gewellte Linien entscheiden, die ich an Holzmaserungen angelehnt habe. Die einzige senkrechte Quiltnaht ist die Umrandung des Baums - sonst fand ich senkrechte Linien zu störend, die Haptik passt auch so.


Nach dem Quilten habe ich dann noch Einfassband aus den Blätterstoffen gemacht: Schneiden, Nähen, Bügeln. Von der Rückseite her habe ich das Band dann mit der Maschine angenäht, die Vorderseite folgt wie gehabt per Hand. (Stecken, Quilten, Einfassband machen: ca. 1 Tag, Einfassband annähen: ca. 3 EM-Vorrundenspiele ;) ).

Dann: Kreidelinien auswaschen. Kuscheldecke herzen und bewundern.
Ich hoffe, die Decke wird mein Patenkind noch eine ganze Weile begleiten. Bei den ersten Krabbelversuchen, später beim Spielen, vielleicht für Kuscheltiere oder Puppen. Wiedermal hat mir die Arbeit viel Freude gemacht - es ist schön zu sehen, wie so ein Bild entsteht.. außerdem mag ich die Farben sehr - bunt, aber nicht kreischend und doch so harmonisch.





Montag, 4. April 2016

Endlich.. ein schwarzer Schal! + Tipps zum Spannen von Strickstücken

Tja, was lange währt, wird endlich - ich habe mir einen schwarzen Schal gestrickt. Heureka! Ich trug früher sehr viel schwarz, heute noch immer gern schwarz - stricke aber selten bis nie schwarz. Irgendwie habens mir diese wunderbaren Wollfarben angetan. Aber diesmal bin ich standhaft geblieben.


Ziel war ein durchbrochener, aber nicht zu feiner Schal, gerne aus etwas dickerer Wolle, aber auch nicht zu dick, den man sich ein paar Mal um den Hals schlingen und notfalls drin verstecken kann. Kein zu filigranes Muster. Eine gefühlte Ewigkeit habe ich gesucht und mich schließlich für "Autumn Leaves" von Jared Floot entschieden. Blättermuster geht schließlich immer! Kurz war ich versucht - dieses Braunorange ist soo schön.. aber ich bin bei schwarz geblieben. Verstrickt habe ich etwas mehr als drei Knäuel Malabrigo Rios, die Wolle verhielt sich sehr kooperativ, ist sehr weich, da gibts nix zu meckern.

Das Strickmuster besteht aus verschiedenen sich wiederholenden Teilen, besonders: der Schal wird in zwei Stücken gestrickt und am Ende mit Kitchener Stitch zusammengenäht, so laufen die Blätter in der Mitte aufeinander zu - hübsches Detail, um den Hals geschlungen verschwindet es allerdings. Das Zusammennähen/stricken war dann auch das Komplizierteste - ganz unsichtbar ist es nicht geworden, es ließ sich aber auch nicht mehr auftrennen. Es ist wie es ist - das sieht nun wirklich niemand und stört mich nicht, ordentlich siehts ja aus.

Lace-Strickstücke müssen ja ordentlich gespannt werden - nicht gerade mein Lieblingsthema..
So sah der Schal direkt nach dem Stricken aus - vom Muster wenig zu erkennen und alles zieht sich zusammen..


Diesmal habe ich mich beim Spannen an einen Tipp von Melanie Berg gehalten: Sie fädelt einen Kontrastfarben durch die Längsseiten des Tuches. Anschließend Tuch waschen, Wasser ausdrücken und Tuch auf Handttüchern ausbreiten. Nun die überstehenden Fäden des Kontrastgarns auf jeder Seite an einem Wasserkasten o.ä. befestigen und diese auseinanderziehen (sie beschreibt das schön auf ihrem Blog). Anschließend das Tuch in Form bringen und mit Stecknadeln fixieren - dabei aber nur den Kontrastfaden pinnen - so vermeidet man Zipfelchen an den Stellen, an denen die Stecknadel steckt - wir wollen ja eine gerade Kante. Ganz schön gute Idee!


Hier sieht man auch die "Naht" - eigentlich nur durch leicht andere Maschen zu erkennen.


Ich hätte meinen Schal eventuell noch etwas mehr in die Breite spannen können, damit das Muster noch besser rauskommt. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden - ist so ziemlich das geworden, was ich mir vorgestellt habe. Und der nächste Herbst kommt bestimmt... ;).










Link zu meinem Ravelry Projekt.

Montag, 14. März 2016

Rubbelkrepp rockt!

Jaa, dieses Bloggen zur Zeit.. schwierige Angelenheit. Manchmal mach ich sogar Bilder, nur irgendwie zeig ich sie nicht. Vielleicht sollte ich auf den Text dazu verzichten, hm, hm.

Heute auch nur ganz kurz, aber mir gefällts, so gut, das muss ich euch einfach zeigen. Schon bei den Weihnachtskarten habe ich dieses merkwürdige "masking fluid" - zu Deutsch "Rubbelkreppt" verwendet. Nun habe ich mir überlegt: Ob man damit auch Schreiben kann? Und etwas drumrum aquarellieren? Man kann!


Ich habe das Rubbelkrepp (meins ist von Schmincke, gibts im Künstler/Bastelbedarf) einfach mit einem Pinsel aufgetragen. Anschließend Blau-Petroltöne rundherum auftragen und wenn alles trocken ist, rubbelt man das Krepp einfach wieder runter. Besonders schön ist, dass manchmal die Pinselstruktur wieder durchkommt, wo nicht ganz so viel Krepp war - hier hat das Papier dann doch etwas Blau angenommen. Zum Schluss habe ich dem Bild noch ein paar Spritzer kupferne Acrylfarbe spendiert. Et voilá - fertig ist das neue Schild an der (echt hässlichen) Wohnungstüre.


Und so siehts zur Zeit auf meinem Tisch aus..
(Erster Versuch mit anderen Farbtönen - zu sommerlich und das Papier war nicht wirklich aquarellgeeignet).


Mittwoch, 27. Januar 2016

Ich hab mein Herz verlorn..

.. ans Schreiben. Keine ganz neue Liebe, aber gerade ziemlich flammend. Ich erinner mich noch gut an meinen geliebten Ordner in der Schule - innen mit meiner Handschrift mit lauter Lieblingsworten versehen. Irgendwann im Studium ist er quasi zerfallen. Dann hab ich lang wenig geschrieben, viel bewundert und .. wumms, da ist es wieder. Gerade in Form von Kalligraphie und Handlettering. Und ich hab mich einfach getraut, damit anzufangen.

Im Januar habe ich mich zum ersten Mal in einen eintägigen Kalligraphiekurs bei Hans Maierhofer gewagt - auch wenn das Thema Schmuckbuchstaben gar nicht so meine ganz große Liebe war. Aber das Schreiben, das Üben, das Bewegen, das Fließen, das wars. Also gehts im März weiter - zum Unzialiskurs, ich bin schon sehr gespannt.


Sonst übe ich mit Spitzfeder weiterhin "moderne Kalligraphie" und dann bin ich da noch via instagram über Frau Hölle und ihre Letterattack Challenge gestolpert. Tja.. was soll ich sagen.. kurz danach hatte ich das restliche Weihnachtsgeld in Tombow Dual Brush Pens und glattes Papier gesteckt und bin seitdem am Üben. Üben, üben, üben. Immer mal wieder, nicht ständig. Aber ich bin bei mir, irgendwie erdets. Und man kann so schöne Dinge damit beschreiben :D.


Die Nähmaschine bleibt darüber mal wieder stehen und setzt Staub an. Schon letztes Jahr habe ich sehr wenig gemacht. Manchmal bekomm ich ein bisschen schlechtes Gewissen, aber irgendwo ist auch meine Zeit begrenzt - dazu kommt, dass der Kleiderschrank ja eigentlich voll ist und ich mit Arbeitsklamotten und auf dem Dorf irgendwie auch nicht so arg viel brauche. Ich hoffe, die Inspiration kommt ein bisschen zurück dieses Jahr.

Bis dahin bleiben ja noch Stricknadeln, Stifte, die Harfe, die Kamera, der Kochfrosch.. seit Anfang Januar ziehe ich mir außerdem tatsächlich vier Mal die Woche die Turnschuhe an und laufe draußen herum. Bislang machts sogar Spaß, ich bewege mich ja sowieso gerne draußen - nun also regelmäßig und nach Plan. Ein bisschen Berg, mal wieder so richtig wanders, das geht mir ab, ist ein bisschen zu kurz gekommen zuletzt. Und naja - arbeiten geh ich auch noch. Ich hätt gern noch ein paar mehr Stunden für den Tag. Und vielleicht einen zweiten Kopf für Ideen. Das wär fein.