Mittwoch, 19. November 2014

Soll ich.. soll ich nicht.. soll ich?

Neein, nicht Aschenbrödel. Aber geht schon in die Richtung - es geht um den diesjähirgen Weihnachtskleid-Sewalong. Menschen im Internet nähen Weihnachtskleider, feuern sich an und klopfen sich auf die Schultern. Letztes Jahr erschien das Event so grob in meinem Blickfeld und dabei sah ich mein Traumkleid: Das hier, von Oh Mimmi (auch wenn das schon vom Jahr davor stammte). Dann vergaß ichs wieder.


Und jetzt, ja jetzt letzten Sonntag war Teil 1 des Sew Alongs dran:

Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammengesucht / Weihnachten ? Ist nicht noch Sommer ? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum ? / Kleine Rückblende : mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011

Ich weiß noch nichtmal, ob ich mitmache (bin ja auch quasi schon zu spät, nächstes Wochenende könnt ich auch nicht). Ich bin schlecht im Arbeitsschritte dokumentieren und weiß nicht, ob ich mir wirklich noch mehr Kram aufhalsen soll. Ich will demnächst doch noch Geburtstag feiern/Plätzchen backen/Weihnachtskarten basteln/Geschenke nähen.. und dabei geht der Alltag weiter.
Brauch ich überhaupt ein Weihnachtskleid? Fragen über Fragen.
Trotz nichtchristlichem Herkunftshaushalt mag ich Weihnachten bei uns sehr - wir ziehen uns abends festlich an (also doch ein Kleid?), genießen wunderbares Essen im engen Familienkreis und freuen uns einfach aneinander. Inzwischen wohnen meine Geschwister verstreut im Land, da sieht man sich nicht mehr so häufig - umso schöner also. Dazu Kerzen und Gemütlickeit, ich mag das. Weihnachten bei uns ist ganz entspannt.

Zurück zum Thema.. ich denk seit drei Abenden drüber nach, daher:
Erst dacht ich an ein Shiftkleid. Und an Belladonne. Dann doch wieder an ein Kleid mit weitem Rock und 3/4 Ärmeln. Und dann war ich auch schon wieder bei Oh Mimmis Kleid - ich glaub, ich bestellt mir mal das Schnittmuster, das wäre V8766, ein Vogueschnitt - die Version F würd ich nähen, allerdings mit U-Bootausschnitt, falls mir das gelingt.

Stoff brauche ich noch - meine Vorräte sind eher Kleinkram. Ich denke da an Viskose Gabardine., die Frage ist nur: Schwarz oder Rot?

Und dann gucken wir mal. Obs fertig wird. Wanns fertig wird. Ob ich dazwischen überhaupt mal poste. Ich gebe mein Bestes ;).

Hier der weitere Fahrplan:
22.11.2013 WKSA Teil 2:
Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht?

30.11.2014 WKSA Teil 3:
Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid / Plätzchenessen ist doch irgendwie auch Nähen, oder?

7.12.2014 WKSA Teil 4:
Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!

14.12.2014 WKSA Teil 5:
Oah, jetzt aber schnell! / Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

21.12.2013 WKSA Finale
*****Es ist so schön geworden!*****

Montag, 17. November 2014

Fast schon episch: Blue Sand Cardigan

Soo, da ist er endlich - Teil 2 zu diesem Post hier. Seit gut zwei Wochen ist mein Monstercardigan fertig und - anfangs noch skeptisch - sind wir inzwischen dicke Freunde. Und gestern konnte ich dann auch endlich mal ein paar Bilder machen.




Ungefähr 5 Monate hat sich das Projekt jetzt hingezogen - nicht immer ambitioniert, es funkten einige andere Strickprojekte dazwischen, dazu kam dann noch ein Umzug, ein Jobwechsel.. was man halt so tut im Leben. Aber rechtzeitig zum kühleren Herbst ist sie jetzt fertig. Sobald man die Jacke anzieht, hat man quasi sofort ein "kuschelig"-Gefühl, sie ist toll warm ohne zu warm zu sein, die lange Form und auch mal lange Ärmel (obwohl ich 3/4 Ärmel ja heiß und innig liebe) tun ihr Übriges.
Die Farbwahl sollte an Spaziergänge am Herbstmeer erinnern, während des Strickens zweifelte ich (mal wieder), doch jetzt bin ich ganz zufrieden damit.


Das Strickmuster schlägt verschiedene Schultervarianten vor, ich habe mich für den "combination yoke" entschieden, kein reiner Raglanschnitt. Das war beim Stricken dann schon etwas anspruchsvoller, aber ich bin immer wieder erstaunt, was man alles schafft, wenn man sich einfach Stück für Stück in der Anleitung vorarbeitet - und diese Anleitung ist mit 14 oder 15 Seiten wirklich seeehr detailliert und umfangreich.


Hübsch finde ich auch die Taschen mit innen gestreiften Taschenbeuteln, die direkt unten im Saum mitgefasst werden. Die ganze Jacke wie auch die Tascheneingriffe ist mit einem i-Cord Bind off eingefasst, das sieht überhaupt sehr ordentlich aus. Ich glaub, das war das aufwändigste, weil größte und dabei anspruchsvollste Strickprojekt bisher. Hat Spaß gemacht, aber jetzt gleich würd ichs nicht nochmal stricken ;).

Änderungen:
- Ärmel ohne Slip Stitch Pattern (dieses Muster am Saum), ich fand das trägt zu sehr auf
- keine Blockstreifen (mag ich nicht), dafür kleine Streifen, auch an den Ärmeln
- Jacke etwas kürzer (halt auf meine Körpergröße angepasst)
- Ärmelabnahmen verändert (nach 5. Streifen Beginn mit Abnahmen, Wdh ab dort in 8. R, dann in 14./20/24/28/32 Reihe
- Jacke kaum geblockt, nur unter feuchtem Tuch gedämpft, da ich Angst hab, dass sie sonst riesig wird. Passform und Maschen sind auch so ok.

Wolle: Wollmeise Merino DK, ca. 2.5 Knäuel in Moses, ca. 0.4 Knäuel in Q.E.D
Nadeln: 3.5 mm und 3 mm (für alle Bündchen und I-Cord Bind Off

Strickmuster: Blue Sand Cardigan von La Maison Rillie -
Nützlich: Tutorial für German Short Rows - verkürzte Reihen, bei denen man wirklich kein Löchlein sieht und mit denen hier viel gearbeitet wird
Und zum Schluss noch der Link zu meinem Ravelry Projekt.

Dienstag, 11. November 2014

Öfter mal was Neues: Paper Piecing

Patchwork und ich, das war ja lang sone Sache.. nicht so wirklich mein Fall. Dann sah ich immer öfter im Netz Decken, die schon eher nach meinem Geschmack waren - eher grafisch als kitschig. Dann kamen erste Erfahrungen mit der Ahoi-Babydecke, die zweite ist gerade in Planung (diesmal kein Baby, diesmal für mich ;) ).

Die Decke muss aber erstmal noch ein bisschen warten, dazwischen soll noch mind. eine Kissenhülle entstehen, fürs neue Gästebett/Tagesbett. Das steht im Arbeitszimmer von meinem Freund, also darf er auch die Kissenfarbe aussuchen. Blau wurde mir aufgetragen. Und weil einfach Blau vielleicht doch etwas langweilig ist, dachte ich an eine kleine Applikation.. und assoziierte die Tardis (Freund guckt sehr gerne Dr. Who, ich bin da noch nicht so drin). Und danns sah ich mehrere wunderbare Tardisse (Tarden? whatever) - und die waren nicht appliziert, sondern "ordentlicher". Ja, so stieß ich auf Foundation Paper Piecing, diese merkwürdige Technik, bei der man ein Blatt Papier mit Bereichen und Zahlen hat und Stoff auf dessen Vorderseite näht, quasi immer den Linien nach. Ganz zum Schluss zupft man dann das Papier vom Stoff. Das funktioniert ein bisschen wie Malen nach Zahlen mit der Nähmaschine. Man muss viel bügeln, hat eine Riesensauerei an Fäden und Papierschnipseln, aber irgendwie machts echt Spaß.


Ich hab mich natürlich noch nicht gleich an die Tardis gewagt, ich wollte die Technik überhaupt mal ausprobieren. Dafür habe ich mir eine Teetasse rausgesucht, hier gibt es das kostenlose Muster dafür. Das war jetzt noch ein relativ einfaches Muster mit ca. 20 Einzelteilen - wenn mans mal kapiert hat, klappte es recht gut (man kann auch wieder auftrennen, ich habs bewiesen ;) ).


Ich mag den etwas geometrischen Look, der dadurch entsteht, dass alles aus geraden Linien besteht. Und es ist wirklich faszinierend, wie kleine Fuzzelteilchen man richtig ordentlich hinkriegt. Das Ergebnis war für ein erstes Probeteil dann doch so überzeugend, dass ich beschlossen habe, es nicht im Mülleimer zu versenken.
Also habe ich ihm eine Lage Fleece und eine Rückseite gegönnt, meine ersten Freihandquiltlinien genäht (mir ist immer noch unklar, wie man damit ganze Decken ordentlich bequiltet) und das kleine Quadrat eingefasst. Jetzt hab ich also einen höchst sinnvollen Teetassen- oder Teekannenuntersetzer. Und das Projekt Tardis kann kommen!


Montag, 3. November 2014

Gestrickte Eicheln

Was für ein wunderbarer Herbst bislang, was für ein wunderbares Licht. Vergangenes Wochenende trieb es mich drum nach dem Frühstück gleich raus. Durchs Laub rascheln, die Sonne genießen und die ein oder andere Hagebutte für meine Herbstdeko einsammeln. Zum Schluss gesellten sich noch Eicheln und eine zarte Physalis in halbdurchbrochener Hülle dazu. Ich bin niemand, der großartig rumdekoriert, aber so ein paar Naturfundstücke finden sich doch hin und wieder.


Wieder zu Hause fielen mir die gestrickten Eicheln wieder ein, die ich bei Ringelmiez letztens gesehen hatte. Und so hatte ich gleich eine wunderbare Beschäftigung zu Kaffee und Kuchen auf dem Balkon (!). Herrlich! Und so schön sind sie geworden, ich bin ganz verliebt in meinen bunten Eichelstrauß.




Alle Wollreste sind Sockenwolle (Malabrigo, Madelinetosh Merino light, Wollmeise), gestrickt habe ich mit 2,5 mm Nadeln (der erste Versuch noch mit mehr Zwischenreihen als bei Ringelmiez, die restlichen dann nach Anleitung. Für ganz kleine Hütchen habe ich die Maschenzahl auf insgesamt 12 verringert und dann nur auf 3 Nadeln im Spiel gestrickt).

Zusammen mit den restlichen Fundstücken meine Deko für den Herbst. Wie man sieht, schlägt mein Herz ziemlich deutlich für Hagebutten ;).



Ansonsten machen sich die Eicheln auch sehr schön an Geschenken für Herbstkinder :).

Und noch zwei Bildchen vom Spaziergang. Letzteres ist übrigens die Ursprungseiche. Habt einen schönen weiteren November!




Mittwoch, 29. Oktober 2014

Kurz, schwarz, gut.

So, ich hab auch  mal wieder was für mich genäht. Mit dem Nähen hatte ich es dieses Jahr bislang ja eher nicht so.. das liegt auch daran, dass ich zur Zeit wenig Klamotten "brauche". Neuerdings arbeite ich noch dazu in Einheitsblusen, da braucht man dann gleich noch weniger.

Jetzt im Herbst trage ich aber gern gemusterte Leggins und/oder Overknees bzw. Kniestrümpfe. Und dazu fehlt ein ganz schlichter Rock. Kaum zu glauben, aber wahr, kein schwarzer kurzer Rock im Schrank - das sollte sich ändern lassen.


Als Schnitt habe ich auf den schon bewährten Minirock (hier in blumig) aus Burda 02/2010 zurückgegriffen. Begrenzt originell, aber er sitzt gut und er hat Taschen, außerdem einen Reißverschluss in der hinteren Mitte, den wollte ich diesmal gerne sichtbar einsetzen. So als ganz kleine Auflockerung.
Außerdem habe den Rock nochmal gekürzt und ihm ein Futter gegönnt, damit auch wirklich nichts irgendwohin krabbelt.


Der Reißverschluss hat mir dann doch noch etwas Kopfzerbrechen bereitet - es wäre geschickter gewesen, das hintere Rockteil als ein Teil auszuschneiden und ihn dann mit einem Beleg einzusetzen - so beschrieben auch in meinen Nähbüchern. Ging aber nicht, war schon zugeschnitten. Ich hab dann aber eine Lösung ertüftelt - keine Ahnung, ob das die "richtige" Variante ist.

Dazu habe ich die hintere Mittelnaht bis etwas über den Punkt, an dem der RV enden soll geschlossen und zwar mit 1 cm Nahtzugabe, obwohl ich 1,5 cm zugeschnitten habe. Anschließend von oben (also da wo der Rock noch offen ist) schräg nach unten zum Rand der Nahtzugabe einschneiden, dabei entsteht ein kleines Dreieck, das faltet, bügelt und näht man auf die Nahtzugabe. Durch den Einschnitt kann man jetzt die Nahtzugabe für den Reißverschluss weiter auseinanderbügeln (auf 1,5 cm) und hat damit genau das richtige "Loch" für den Reißverschluss, den man jetzt einfach dahintersetzen kann.
(Bei Bedarf mach ich auch gern noch Fotos, falls sich jemand dafür interessiert).


Mit dem  Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden.

Mit dem Komplettergebnis eigentlich auch. Halt ein schwarzer kurzer Rock, aber ich hab wieder was gelernt und mich bemühtz, ziemlich ordentlich zu arbeiten, was mir bis auf eine kleine Sache auch gelungen ist (das Futter ist etwas zu kurz geraten und auf einer Seite hätte es auch etwas länger sein können, Kleinkram). So, und vielleicht bin ich jetzt ja auch wieder motiviert, mal wieder mehr für mich zu nähen. Der Kopf ist zwar voller Ideen, aber eher Richtung Quiltprojekte - immerhin läuft die Nähmaschine überhaupt mal wieder.




Die Fotolocation - das Inseli - und dieses putzige schiefe Haus sind übrigens die neue Heimat.. na fast. Wir leben auf der nicht ganz so hübschen deutschen Rheinseite, aber in die Schweiz ists ja quasi nur ein Katzensprung.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Mein Nähzimmer

Frau Ringelmiez fragt, wo wir so nähen.
Und weil ich das eine spannende Frage finde und gern mal in andere Nähzimmer und -ecken linse, mach ich mit und zeig euch heute mal meine - vielleicht bekomm ich ja noch die ein oder andere Idee zur Veränderung und Verbesserung.

Wie einige ja mitbekommen haben, ist dieses Nähzimmerchen hier noch ganz frisch und neu, gerade mal vier Wochen wohnen wir hier, seit ca. 2 Wochen ist mein Zimmer begehbar und die Möbel stehen (erstmal) an Ort und Stelle. Vorher habe ich an einem kleinen Tisch im Schlafzimmer genäht, nun habe ich den Luxus eines eigenen Zimmers zum Bloggen/Basteln/Zeichnen/Nähen...


Das Zimmer ist nicht groß und es war durchaus eine kleine Herausforderung, die teils vorhandenen Möbel sinnvoll zu stellen. Hier sieht  man Nähtisch (den alten, zusammengeklappten Esstisch) mit Nähmaschine, Rollservierwagen (praktisch, hier kann ich immer das ablegen, was ich gerade brauche - Garnkiste, Acrylfarben, Pinsel etc.). Das Ivar an der Wand war eigentlich nicht geplant, blieb aber nach Umstellaktionen in der Küche "übrig" und gewährt mir jetzt Stauraum für Ordner und Kisten. Ich bin ein Kistenfetischist, ich gebs zu. Offenes Gekrusche mag ich nur in Maßen, daher beherbergen Kisten Tüten mit Reißverschlüssen, Klettbändern, Ösen, Vlieseline usw. Andere Kisten beherbergen Kamerazubehör, andere Objektive. In den Zeitschriftensammlern da oben sind Schnittmuster.

Die hübsche Blechdose vom Flohmarkt beherbergt meine Knöpfe. Ich mag das Kruschen. Ist wie Bällebade für die Finger ;). Für die Garne muss ich mir bald was neues überlegen. Die Kiste ist nicht sonderlich übersichtlich. In der kleinen grauen Blechdose habe ich Schneiderkreide und Kleinkram, den ich öfter beim Nähen brauche.


Das neue alte Sideboard (vom Exvermieter beim Auszug geschenkt bekommen) - Liebe! - beinhaltet unten meine Wollsammlung (in Tüten nach Stärken sortiert), in den Schubladen ist nochmal Nähzubehör: mehr  Stecknadeln, Dosen mit Quiltsicherheitsnadeln, Sortierkästen für Schnallen, D-Ringe, Pailletten und son Kram.


Ich wusste lange nicht, wo ich den Stoff lagern soll - ich habe keinen so großen Vorrat wie manch andere (wenn ich mich hier so umgucke.. und keinen so bunten ;) ), aber trotzdem füllte er vorher eine Kommode, die jetzt aber als Schuhaufbewahrung dient. Also - wohin damit? Letztendlich ist es ein Billyregal mit Vitrinentüren geworden, das ist so wenig tief, das es noch hinter die Tür passt. Hier stehen auch Fachbücher und ein Teil der Burdasammlung.


Ich habe versucht die Stoffe nach Art und bei den Baumwollstoffen zusätzlich nach Farbe zu sortieren. Ein weiterer Teil (Leinen und Wolle) lagert in der Plastikbox unter dem Sideboard, man kann die Box auf dem ersten Bild erahnen) - ich überlege aber, ob die Sachen nicht noch in ein weiteres neues Sideboard neben die Tür ziehen. Dort befinden sich schon Kisten mit "allgemeinem Bastelkram" (Stempel, Linolschnitzzeug, Bänder, Papiere, Postkarten für Collagen, Maskingtape, Perlen, Stofffarbe, Aquarellfarben, usw. usw. ich probier gern mal Dinge aus, da sammelt sich so einiges an). Außerdem im Sideboard: weitere Stehsammler mit Burdas. Und ich hab immer noch ein bisschen Platz. Luxus. Wird mit der Zeit schon noch voller, bin ich mir sicher ;).


Neben dem Billy befindet sich dann noch der Schreibtisch. Ort zum Fotos bearbeiten, bloggen, Blogs lesen usw. Das Bild wird noch gerade in den Rahmen gepackt und soll natürlich an die Wand. Evtl. mit einem weiteren viereckigen Förhöja-Regal (s. Foto oben.. ), da fehlt uns aber gerade noch eine Bohrmaschine dazu. Insgesamt ist alles noch recht leer, aber das kommt schon nach und nach. An sich fühle ich  mich in meinem Zimmerchen jedenfalls schonmal sehr wohl :).


Dienstag, 30. September 2014

Gestatten, Mr. Fox

Eigentlich hatte ich mir ja vorgestellt, dass die erste Amtshandlung an der Nähmaschine in der neuen Wohnung im Nähen von Sofakissen besteht (vor allem, da ich den Stoff schon gekauft habe..). Nun begab es sich aber, dass das Sofa erst in 8 Wochen kommt, ohne Sofa keine Kissen. Dafür haben wir jetzt ja einen Balkon (juhu). Mit einer Balkontüre, die zufällt. Vorhandene Türstopper sind zu niedrig.


Ein Job für Mr. Fox! Mr. Fox entstand im Skizzenbuch und wurde heute kurzerhand in die Realität umgesetzt. Er hat ein paar Macken, aber seinen Job erfüllt er :D. Material hatte ich komplett da, der Oberstoff ist ein weiches, wollartiges Material, das auf der einen Seite Orange, auf der anderen Braun mit leichtem Orangemelangeton ist. Hatte ich mir mal ne Jacke draus genäht. Long, long time ago. Die Jacke hatte ich glaub ich fast nie an und ist inzwischen weggegeben. Nun wird aus den Resten wenigstens noch was Brauchbares.

Vor dem Zusammennähen habe ich die Vorder- und Rückseite noch mit ziemlich dickem Wattevlies gedoppelt, das hätte man auch vor dem Applizieren der Details machen können, das hätte einen schönen plastischen Effekt gegeben. Hätte hätte. Das Wattevlies hält den Fuchs in Form, auch wenn später Füllmaterial in ihm steckt.




Der obere Teil ist nur mit Füllwatte ausgestopft, im Bauch trägt er 1 kg Kidneybohnen. Damit die zusammenbleiben und etwas vor Nässe geschützt sind, habe ich sie in einen Gefrierbeutel eingenäht und den zusätzlich verklebt. Ich hoffe, das hält.

Der Boden von Mr. Fox ist einfach ein Oval, doppelt zugeschnitten und zur besseren Standhaftigkeit habe ich zwischen die beiden Stofflagen noch ein Stück zugeschnittenes Plastiktischset (hat man von manch einer Geschmacksverirrung vielleicht noch zu Hause..) eingearbeitet. Das Einnähen des Bodens ist etwas Gefrickel, hinten habe ich die Wendeöffnung dann von Hand zugenäht. Sieht man später auch nicht mehr.

Das wars zu den inneren Werten. Gestatten, Mr. Fox  bei der Arbeit.



Und zum besseren Vorstellen der Größe auch mal von weiter. (Ja.. wir spielen gern Brettspiele. Brauchen hier allerdings noch Menschlein in der Nähe, die dies ebenfalls gerne tun.)