Samstag, 26. Juli 2014

Seja bem-vindo!


Und mal wieder ein Willkommensgeschenk für einen kleinen Erdenbürger. Eigentlich ist der Erdenbürger, bzw. die Erdenbürgerin yet to come, aber da das Geschenk einen weiteren Weg überwinden muss, hab ich mich diese Woche richtig ins Zeug gelegt und zwischen Umzugsfirmenbesichtigungen, Arbeiten. Tanzen, Yoga und sonstigen Planungen auch mal eben noch ein weiteres Paar Baby Booties gestrickt.



Ja, man könnte auch mal was anderes machen, aber mir wurde versichert, die recht eckigen Schuhe halten gut an kleinen Füßen und in Anbetracht des Zeitmangels wollte ich dann doch auf Altbewährtes zurückgreifen. Daher auch wie immer in Lang Merino 120 superwash gestrickt, richtig mutig wurde ich diesmal allerdings in der Farbkombi. Ich habs ja nicht sehr mit rosa und halte so gar nichts von "Mädchen/Jungenfarben", aber ich glaube hier freut sich die Mama schon sehr über sowas.. und in Kombi mit dem schönen Beerenton ist auch dieses Rosa erträglich. Noch dazu mit diesen perfekt passenden Sternknöpfen :D.

Dann noch schnell ne Karte gebastelt und ab gehts - ich hoffe, die Post braucht nicht wieder zwei Monate bis nach Brasilien.. und falls sich jemand wundert - brasilianische Frühjahrsnächte in Minas Gerais können ziemlich kühl werden..


Strickmuster: Oh Baby Booties von DoubleDiamondKnits
Wolle: Lang Merino 120 superwash, gekauft bei Tolle Wolle, Nürnberg
Stricknadeln: 3,5 mm
Knöpfe: gekauft im Perlenmarkt, Nürnberg

Sonntag, 13. Juli 2014

Grüne Welle - Naiada

Heute kann ich endlich mal wieder Bilder von Gestricktem zeigen - mein Tuch aus "Jokerwolle" ist fertig. Das Projekt hat mich über zwei Monate begleitet, ich habe in der Mittagspause oder abends mal ein paar Reihen gestrickt und hatte es nicht allzu eilig.

Trotzdem schön, dass ich es jetzt, pünktlich zum Halbjahresherbst tragen kann. Und der nächste echte Herbst kommt bestimmt.. dazwischen wärmt es auch Hals und Schultern auf abendlichen Dachterassensessions.



Das Muster Naiada von Martina Behm strickt sich schön, nach ein paar Wiederholungen habe ich es mir dann auch gemerkt und dann braucht man fast keine Anleitung mehr (musste nur immer mal wieder gucken, wann genau ich Marker versetzen muss). Sowas mag ich - ein bisschen Abwechslung, damit keine Langeweile aufkommt, man kann sich aber nebenbei gut unterhalten und muss sich nicht jedes Mal erst wieder einlesen (nagut, solche Sachen hab ich bislang auch noch nicht gestrickt).

Die Wollmeisenwolle ist ganz wunderbar, der Griff toll, die Farbe der Hammer (ich hab kaum Grün in der Garderobe, dafür aber viel schwarz ;). Weiß macht sich auch gut als Kombipartner. Also Mut zur Kontrastfarbe). Ich habe das fertige Tuch nach dem Waschen kaum gespannt, nur mit den Händen etwas in Form gezogen, es wuchs beim Waschen nochmal kräftig und das Muster kommt so schon sehr gut zur Geltung.

Danke an Mama für die Bilder und auch die Nachbarskatze hat sich mal wieder mit aufs Bild geschlichten ;).



Strickmuster: Naiada von Martina Behm via ravelry
Wolle: 1 Knäuel Wollmeise DK in der Farbe Mistelzweig
Nadeln: 4,5 mm

Montag, 30. Juni 2014

7Sachen #3

7 Sachen für dich ich meine Hände gebraucht habe, die Dritte. Wie immer, einen Tag hinterher.

Meine neueste Errungenschaft ausprobiert und den Sidecut ein wenig nachgeschoren.


Endlich mal wieder Pancakes gefrühstückt. Oh du süße Beerenzeit.


Die Wohnung geputzt. Kein Foto hiervon. Fotos bearbeitet und ausgewählt.


Versucht, neue CDs im CD-Regal einzusortieren. Gescheitert. Brauche neues Regal.


Mobiles Fernsehgerät in die Küche verfrachtet, um mexikanischen Fußballern zuzugucken. Passend zum Spiel u.a. Guacamole zubereitet.


Essen auf viele Schüsselchen verteilt und auf den Tisch gestellt. Ja, ich koche auch für mich allein.


Die letzten Reihen Naidada gestrickt. Was von der Wolle übrig blieb.



Sonntag, 15. Juni 2014

Ahoi: die Seeräubärdecke

Da ist es nun, mein Geheimprojekt, pünktlich fertig zur Übergabe.

Und zwar handelt es sich um eine absolute Premiere: Das erste Mal Patchwork, das erste Mal Quilten - eine Baby(krabbel)decke anlässlich der Taufe des Nichtleins.

Ich hatte einigermaßen Respekt vor dem Projekt, absolut sauberes Arbeiten zählt meiner Meinung nach nicht ganz zu meinen Stärken, dazu wusste ich nicht, wie meine Maschine mit dem vielen Stoff zurecht kommt. Aber die Mühe hat sich gelohnt, ich bin sehr stolz und richtig glücklich mit dem Endergebnis.


Ich wollte es für den Anfang vom Muster her recht einfach halten und habe mich für schlichte Quadrate entschieden, jedes ist incl. Nahtzugabe 16,5 cm breit, so dass die Endquadrate etwa 15 x 15 cm groß sind. 6 x 8 Quadrate, eine Einfassung mit 7,5 cm Endbreite sowie Einfassband aus Musterstoffen mit der Endbreite 2,5 cm. Das ergibt eine Endgröße von ca. 105x135 cm.

Beim gesamten Nähprozess hat mir das Tutorial von Pech & Schwefel gut geholfen.

Am Anfang stand der Stoffkauf, ich wusste gar nicht, in welche Richtung es gehen soll und habe frohen Mutes einen Patchworkstoffladen betreten. Relativ bald hatte ich einen weißgrundigen Stoff mit kleinen maritimen Motiven in der Hand - darum gruppierte sich dann mit Hilfe der Verkäuferin und meines Freundes der Rest. Der Ursprungsstoff musste zum Schluss dann sogar wieder weichen - zu weiß der Grund.

Ein Stoff passt thematisch nicht gaaanz so hinein, aber er musste einfach sein, ist vielleicht sogar mein liebster. (Naa, wer hats erkannt ;)?).


Dann kommt Teil 1: das Zuschneiden. Danach habe ich mir geschworen: Nie wieder Patchworkdecken. Habe ich später zurück genommen, ich  möchte unbedingt noch eine für mich selber nähen. Aber vielleicht kauf ich noch etwas besseres Equipment. Leider mag ich Rollschneider nicht sonderlich. Die ersten Versuche habe ich mit einem Schablonenquadrat getätigt - haut nicht hin, ich rollersäbel immer was vom Quadrat ab, so dass schon bald die Maße nicht mehr stimmen.
Also habe ich mit Hilfe von Geodreieck (leider nur in klein) und Metalllineal alle 48 Quadrate vorgezeichnet und zugeschnitten (doppelte Stofflage, mehr trau ich mich nicht, dann schneidet der Schneider auch schon wieder nicht mehr besonders). Dauer: ca. 3-4 Stunden.

Gibts da irgendwelche Geheimtipps von erfahrenen Patchworkdamen? Gibt es große Geodreiecke mit Metallkanten? Sowas würd ich mir praktisch vorstellen, denn an dem Plastik kann ich eigentlich nicht entlangschneiden, da säbel ich immer was mit weg..


Teil 2: Anordnung finden. Dazu habe ich die Quadrate wild auf dem Boden verteilt und gelegt - halb Augenkrebs bekommen und mich für eine geordnete Anordnung entschieden, die dritte Variante war dann ganz ok (ich wollte hell und dunkelgrundig einigermaßen durchmischt). Die einzelnen Reihen hab ich dann in richtiger Reihenfolge zu Häufchen zusammengesteckt und auch brav die jeweilige Reihennummer vermerkt.
Motivation: eher so lala, das Muster erschien mir viel zu wild und zu bunt. Mutter und Freund beruhigen: Das soll ja auch ne Babydecke werden, die mögen das so. Na dann.


Tja, nun wären viele hübsche Work-in-Progress-Bilder bestimmt hübsch, ich hab aber leider keine mehr. Wie so oft hab ich die Kamera dann schlicht vergessen und drauf losgenäht. Erst die Quadrate reihenweise aneinander, dann die Reihen aneinander. Nahtzugaben immer zu einer Seite bügeln, reihenweise abwechselnd, so wie hier beschrieben.  Das erleichtert das Zusammensetzen, die Nahtzugaben bilden fast eine Nut und die Stoffquadrate passten wirklich gut aneinander, Motivationsschub!
Das Top habe ich an einem Vormittag fertig genäht, Arbeitsaufwand wieder so 3-4 Stunden incl. bügeln. 


Hätte also recht schnell voran gehen können, aaaber währenddessen arbeitete mein Hirn schon an der Rückseite. Die Familie ist recht bärenaffin und so wollte ich auf die Rückseite gerne das Thema aufgreifen und habe mich daher für eine Seeräubär-Applikation (dadaaaa, Wortspielkasse, yeah!) entschieden.

Dafür habe ich den Bären gezeichnet, alle Einzelteile abgepaust und ein Schnittmuster gebastelt. Stoff hatte ich noch vom Bärenkissen von der Hochzeit der inzwischen Bäreneltern übrig (war die "Verpackung" eines Geldgeschenks) - ich mag die Idee sehr, dass die Reste nun auf der Decke ihres Kindes verewigt sind.
Doch Bär nicht genug, irgendwie hatte ich noch einen Schriftzug im Kopf. Erst dachte ich an Taufspruch, das war mir dann aber zu viel. Letztendlich habe ich mich für den Namen des Bärenkindes entschieden. Nach einigen Tests (ich wollte nicht auch noch das Stenciln anfangen.. habe ich die Buchstaben einfach mit Stoffmalfarbe aufgemalt, genau wie die Konturen des Banners. Die Konturen habe ich dann mit engem Zickzack nochmal nach- und aufgesteppt.

Damit der Bär nicht so allein ist, gesellen sich im oberen Eck noch drei Fische aus Reststoffen der Musterstoffe der Vorderseite dazu.

Zeitaufwand: Incl. Ideen sammeln, vorzeichnen, ausschneiden, applizieren, Namen möglichst mittig auf das Banner pinseln.. ein Nachmittag, bestimmt 4 Stunden.





Jetzt kann auch schon gequiltet werden. Unterstoff, Vlies (bei mir ein relativ dickes) und Oberstoff aufeinanderlegen (möglichst gerade..) und mit vielen speziellen Sicherheitsnadeln festpinnen (die sind leicht gebogen, das macht Sinn und erleichtert die Arbeit enorm). Dann hat man schon was deckenähnliches. Jetzt habe ich dieses Sandwich eingerollt und unter die Maschine gewürgt, immer von der Mitte ausgehend genäht. Das ist ab und zu ziemlich  mühsam, weil man viel Stoff einrollen muss, dabei das Hinterteil über einen drüber klappen muss, sonst funktioniert der Stofftransport nicht mehr so toll.. und immer schön im Nahtschatten nähen.
Zum Glück regnets heute den ganzen Tag. Aufwand: ca. 3-4 Stunden.

Fehlte noch die Einfassung. Da habe ich mich wieder an das Pech & Schwefel Tutorial zum Thema Einfassband gehalten, allerdings ist mein Band schmaler, es hat die fertige Breite von 2,5 cm, Gesamtbreite im Zuschnitt also 10 cm. Ich habe dazu also Band in einer Gesamtlänge von ca. 5 m zugeschnitten und dabei Stoffreste von den zwei heller-türkisgrundigen Stoffen, sowie die verrückten Piranhas verwendet. Streifen wollte ich nicht (wird bestimmt schief!), die großen Segelschiffe waren mir zu wenig kontrastierend zum Königsblau der Umrandung und der Lost-in-Space-Roboterstoff ist vom Griff ein wenig anders und feiner, passte auch nicht ganz so gut.
Also abwechselnd türkise Streifen und Monsterfische aneinandernähen, bügeln. Falten, bügeln. Die Rückseite der Einfassstreifen habe ich mit der Maschine genäht und dabei den Tipp beachtet nicht direkt in der gefalteten Lini zu nähen, sondern etwas rechts daneben (so hat man etwas Mehrweite vom Band, um die Deckendicke auszugleichen).
Auf der Oberseite habe ich das Einfassband dann von Hand unsichtbar angenäht. Eine eher meditative Aufgabe, die mir hier aber richtig Spaß gemacht hat. Mit der Maschine wollte ich es nicht machen, da ich Angst hatte, dass sich das ganze sehr verzieht und nicht ordentlich genug wird. Außerdem mag ich es, dass man hier keine Naht sieht.
Dauer: keine Ahnung, Vorarbeit, Band mit Maschine annähen und Ecken - ca. 2-3 Stunden, Band von Hand annähen: einige Folgen Big Bang Theory..


Tja, und das wars dann auch schon. Die Decke fühlt sich traumhaft schön an und ich habe die ganze Zeit, wo sie so halbfertig auf dem Bügelbrett lag schon immer vorsichtig darüber gestreichelt und mich gefreut. Das gibt so richtig Motivation - zu sehen, wie sich etwas, das man näht genau in die Richtung entwickelt, wo man es haben will. Das helle Einfassband gibt der Decke ein schönes Gegengewicht zum Königsblau und der Bär hinten ist einfach ein Zuckerl.

Ja, ich war lange schon nicht mehr so stolz auf etwas Genähtes, auch wenns doch eigentlich "nur" gerade Linien sind.
War sicher nicht die letzte Decke, ich hätt gerne selber eine, in etwas gedeckteren Farben und mit Dreiecken und dann vielleicht noch eine in bunt für den Balkon (haha, der ist noch imaginär, genau wie das Sofa für die erste Decke..).

Jetzt hoff ich, dass sich die Beschenkten über das Geschenk freuen, ich habs wirklich gern gemacht und hoffe, meine Nichte erfreut sich lange an der Decke.

Fakten:
Patchworkdecke 105x135 cm, genäht im Mai 2014
Gesamtdauer incl. Zuschnitt: ca. 3 volle Tage und ein paar abendliche Stunden zum Band annähen (ohne Applikation hinten ca. 1/2 Tag kürzer)
Materialkosten: ca. 100 Euro - Patchworkstoff ist ziemlich teuer und ich hatte einfach nichts, was farblich und stoffmäßig gepasst hätte. Markenvlies hab ich auch gekauft, in der Hoffnung, dass es wirklich lange hält.
Spaßfaktor: Hat man mal zugeschnitten: sehr hoch!

Respekt, wer bis hier hin durchgehalten hat :).

Sonntag, 25. Mai 2014

7Sachen #2

Nicht sehr regelmäßig hier, aber heute halt mal wieder.

7 Sachen, wozu ich meine Hände gebraucht habe, egal ob für 5 Minuten oder für 5 Stunden. Nach Frau Liebe.

Der heutige Sonntag stand ganz im Zeichen des Geheimprojekts. Denn da gibts ne Deadline, und sie kommt näher. Also, schönes Wetter ignorieren und ran an die Nähmaschine.

Doch erstmal Vitamine zum Frühstück

Dann viele Stoffquadrate aneinander nähen. Sich wundern, wie ordentlich man doch arbeiten kann, wenn man sich anstrengt.

Mittagspause mit letztem Tröpfchen Ingwer-Eistee-Sirup. Dringend für Nachschub sorgen!

Neue Ideen (immer noch gleiches Projekt)! Stoffschublade in der Abteilung Buntibunti geöffnet.

Abendessen kochen. Hypermoderne Soundanlage in der Küche mit Spark bestücken und sich mitsamt dem Planwagen nach Südfrankreich träumen.

Na gut. Abendessen draußen ist doch auch schon was wert. Dinner for One, man gönnt sich ja sonst nix.

Noch schnell die Kräuter wässern, sie dankens einem.

Dienstag, 20. Mai 2014

Wollmeisenbesuch und WIP

Heute mal ein sozusagen Tuesday-WIP Post (irgendwo im Netz gibts Wednesday Wips, aber heute ist halt Dienstag, was soll ich machen).

Um zu zeigen, womit ich meine Finger so beschäftige und für mich selbst als kleine Übersicht.
Im März (ech, schon wieder so lang her?) gab es eine Premiere für mich - einen Besuch bei der Wollmeise in Pfaffenhofen an der Ilm. Wir waren sowieso für ein Wochenende dort und so habe ich mich Samstag fortgestohlen, um diesen sagenumwobenen Laden aufzusuchen. Die Wollmeise verkauft verschiedene Garne in den wunderschönsten, handgefärbten Farben. Übers Internet (wobei man da wohl schnell sein muss, ich habs noch nie versucht..) und eben an ausgewählten Freitagen und Samstagen im Laden.


Irgendwie stellte ich mir einen voll mit Menschen bepackten Raum vor, so war es aber gar nicht, ein paar nette Leute saßen strickend auf dem Sofa und rundherum Wolle in den tollsten Farben. Die Leute waren wahnsinnig nett und wirkten ganz verzückt, dass "so junge Menschen stricken". Ich dachte ja, das sei im Trend ;) (und ich hab gehört, ich werde dieses Jahr 30.. aber Danke ;) ).

Jedenfalls durfte ich gleich noch die Wollwickelmaschine ausprobieren, man könne auch gerne einfach vorbeikommen und die restlichen Knäule wickeln (es ist nicht so gut für die Wolle, länger gewickelt zu sein und bei meiner Strickgeschwindigkeit ist es nicht ratsam, alle Knäule schonmal zu wickeln..) - leider wohn ich zu weit weg, aber Danke fürs Angebot. Super Teil!


Ja, und das ist die Ausbeute. Ich habe mich beherrscht und für zwei konkrete Projekte eingekauft, das grüne ist ein Jokergarn :).

3 x Moses (ein tolles Petrolblau), 1 x q.e.d., 2 x Zimtapfel und 1 x Mistelzweig, alles Mollweise DK


Zimtapfel soll mal ein Pulli werden: Lila (wobei ich da noch nicht gaanz sicher bin. Ich find ichn wunderschön, aber ich trage relativ wenig klassische Pullis. Mal sehen)

Blau und Grau-Braun-Beige werden zusammen eine echte Herausforderung: Blue Sand Cardigan, eine lange Strickjacke, in meinem Fall zweifarbig mit dünneren Streifen. Eine interessante Schulterkonstruktion, gefütterte Taschen.. das wird spannend!

Angefangen habe ich dann erstmal mit dem Joker. Ich brauchte was kleineres zum Mitnehmen, für die Mittagspause oder zum nebenbei die Finger beschäftigen. Aus Mistelzweig wird Naiada, ein großes Tuch mit einer Art Lacemuster in grober. Und die Farbe ist soo toll. Gar nicht Mistelzweig, eher das Grün von satten Frühlingsbergwiesen. Hier der Beweis. Stricken zu Ostern mit Blick auf die Bergwiese. Inzwischen ist das Tuch schon ganz schön gewachsen und auch das Muster kann ich mir inzwischen merken ;).


Und zu allerletzt noch ein kurzer Teaser, was sich sonst so tut. Geheimprojekt am Start. Beschenkte lesen hier evtl. mit, daher weiß ich noch nicht, ob ich das mitlaufend ausführe oder erst zum Schluss.

So viel sei gesagt - der Rollschneider und ich, wir sind einfach keine Freunde..

So, jetzt sind aber wirklich alle wieder auf dem laufenden Stand :). Und ihr so? Auf den Nadeln, unter der Nähmaschine? Oder macht ihr Sommerpause?

Montag, 12. Mai 2014

Wüstenanzugshose

Ja heureka, ich hab auch mal wieder was genäht. Und nicht nur Täschchen oder einen Rock aus grandiosen zwei Teilen. Ich bin stolz auf mich ;). Irgendwie haperte es mit der Motivation, dann brauch ich nicht unbedingt neue Klamotten, sondern versuche eher, meinen Schrank etwas zu verkleinern.. tja, dann kam das Burdaheft für den April und ich verliebte mich sofort in eine Queen of the Desert Wüstenhose. Ich mein, Sarouelfalten, spitze Hüftpasse und Leinen, da ists um mich sowieso leicht geschehen.


Ich hab ja schon so ein paar Hosen in die Richtung, aaaber - diese ist doch anders. Sie hat keine Pumphosenbeine, sondern wird relativ schmal, hat eine Bügelfalte und sieht insgesamt schicker aus. Die Beine können dabei aber gekrempelt werden und so ergibt das einen ganz lässigen Wüstenschick. Kann man mit Shirt und Blazer kombinieren oder mit der indisch anmutenden zarten Longbluse, mit Tanktop und langer Kette usw. Ganz viele Möglichkeiten, dabei sommerarbeitstauglich. In Hinblick auf Sommer (und unter der Beachtung, dass ich bereits zwei schwarze Leinenhosen besitze) habe ich mich farbtechnisch für einen Grau-braun-beige-sandton entschieden, der lässt sich gut kombinieren und kommt mir mit meiner aktuellen Monochrom/Naturtöne+Schwarz-Phase ganz gelegen.


Die Verarbeitung war recht problemlos, auch meinen ersten nahtverdeckten Reißverschluss in Kombi mit Hüftpassentaschen habe ich ganz gut gemeistert. Leinen verarbeite ich ja sowieso gerne. Wenn man so rumsteht, wirkt die Hose oben vielleicht etwas bollerig, das gibt sich aber in Bewegung, da fallen die Falten wirklich schön und stehen nicht komisch ab. Ich glaub, wir werden ein gutes Team!


Den Innenbund hab ich mal wieder mit einem meiner Lieblingsbaumwollfutterstoffen gefüttert: Wildes Blumenmuster in Rot-Violett-Braun. Passt farblich perfekt und ist sehr angenehm auf der Haut, nicht ganz so kratzig wie Leinen. Brav von Hand angenäht, das sieht dann hübsch ordentlich aus. Interessant fand ich die Verarbeitung der Hüftpassentaschen innen - die ist hier nämlich praktisch wie ein Sattel, so dass beide Taschenbeutel zusammen hängen. So bleiben die Taschenbeutel exakt da, wo sie hinsollen. Ich habe die bislang immer einzeln und "hängend" verarbeitet. So sind sie fixierter, find ich praktisch, das merk ich mir fürs nächste Mal.


Jetzt Sommer, bitte kommen!
Schnitt: Modell 110 C aus Burdastyle 04/2014
Stoff: knapp 2 m Leinen, ein bisschen Baumwolle fürs Futter
Aufwand: ca. 2 -3 Tage (1 Schnitt abpausen, zuschneiden, Markierungen übertragen, 2 nähen bis auf Bund und Saum, 3 Bund von Hand angenäht, Saum festgelegt und genäht)