Mittwoch, 23. November 2016

Ballonrock in kuschelig

Letztens bin ich zu ungeahnter Nähproduktivität aufgelaufen. 2 Röcke an einem Nachmittag (quasi so viel, wie das ganze Jahr nicht!). Da können nur einfache Schnittmuster dahinter stehen - aber das ist eigentlich egal, denn schlicht trag ich grad einfach am Liebsten. Rock Nr. 1 ist schnitttechnisch so schlicht (2 Teile, leichte A Form, Gummiband, yeah!), dass ich es kaum wage, ihn hier zu zeigen. Aber der verwendete Stoff ist ein Träumchen,  Merino-Doubleface - wahrscheinlich der teuerste Stoff, den ich jemals verarbeitet habe. Glücklicherweise brauchts für so ein Röckchen nicht so viel. Vor die Kamera geschafft hat ders aber noch nicht.


Aber der zweite immerhin. Resteverwertung, wie ich sie mag. Das Schwesterherz wünschte sich ne Kuschelelse, bekam sie auch. Aus schönem dunkelblauen (nicht so ganz dickem) Sweat. Und aus dem Rest wurde ein Ballonrock für mich.


Ganz schlicht - Bündchen in grau-blau gestreift oben und unten (oben muss ich nochmal abtrennen und enger machen). Die Mehrweite unten auf dem Bündchen verteilen, nähen. Noch eben zwei Eingrifftaschen eingebaut, ein Restchen Ahoi-Webband vernäht und fertig ist der Kuschelrock. Könnte ne Serienproduktion werden.



(Bewegungsfreiheit testen. --> Reichlich!)
Und weils grad passt - hier gehts zum Me Made Mittwoch.
Passt sogar sehr, denn immerhin sind Mütze, Stulpen und Schal auch selbstgestrickt ;). 

Sonntag, 20. November 2016

Weihnachtskleid... hm...

Alle Jahre wieder gibt es bei den Mädels (und Jungs?) von Me Made Mittwoch einen fröhlichen Weihnachtskleid-Sewalong. Also: wir nähen gemeinsam ein Weihnachtskleid. Ich habe mich da 2014 schonmal beteiligt und das war damals mein Weihnachtskleid:


Und irgendwie hätt ich dieses Jahr Lust, mir auch mal wieder ein Kleid zu nähen. Weniger aufwändig, als das letzte Mal, denn so viel Zeit hab ich nicht. Von Weihnachten trennen mich nur noch ein paar Wochenenden und viele davon sind schon verplant. Und dann wären da noch so Dinge wie Plätzchen backen und Weihnachtskarten schreiben.. also, einfacher solls sein.

Ideen sammeln war zwar eigentlich letzte Woche schon dran, aber ich bin halt einfach mal wieder etwas spät dran.

Variante A: ein Wickelkleid in Rot
Habe ich irgendwo mal gesehen und fand es schön festlich-weihnachtlich.

Nach weiterem Nachdenken ist es aber schon aus dem Rennen: Ich habe schonmal Wickelkleider genäht und ich ziehe keines davon an. Bzw. ziehe ich es immer wieder aus, weil ich mit Wickelkleid irgendwie immer sowas wie Morgenmantel assoziiere. Jedenfalls an mir. Außerdem ists mir irgendwie einen Ticken zu bieder. Abgewählt.

Variante B: Eine Else mit Spitzenkragen
Mir schwebt ein Jerseykleid (festerer Jersey) mit U-Boot-Ausschnitt und 3/4 Ärmeln vor. Rockteil, anders als bei der Original-Else evtl. angesetzt, um etwas mehr Schwung reinzubringen (huch, ich seh grad, da gibts ein Skaterdress-Tutorial, perfekt). Auf alle Fälle etwas ausgestellter als im Original, ohne Bündchen oder Gummizug im Bund.
Dazu ein applizierter Spitzenkragen.

Vorteile:
- Den Schnitt hab ich schon, der passt auch (jedenfalls als Joggingkleid..)
- Das Kleid wäre auch im Alltag gut zu tragen
- Bequem und einfach

Problem hier: Ich bräuchte noch ne hübsche Spitze für den Kragen. Nicht zu floral, bitte in Baumwolle. Bei dawanda gäbe es da z.B. folgende Optionen: 1 oder 2 oder 3 - letztere erinnert wieder an einen Bubikragen 

Variante C: ein Tüllrock in schwarz
In meinem Skizzenbuch findet sich immer mal wieder ein Tüllrock, auch fürs Hochzeitskleid war er in Erwägung.. vielleicht wäre Weihnachten mal eine gute Gelegenheit, die Idee umzusetzen?
Vorstellung: schwarz, bauschig, entweder knapp über Knie oder knapp drüber - in etwa so wie hier. Nur mit hübscherem Bund vielleicht. Stoff: Vermutlich der weiche Tüll von Stoff&Stil.

Vorteile:
- einfach zu nähen
- wollt ich schon immer mal haben
- Kurzblazer dazu wär schon im Haus

Problem:
- Trag ich das irgendwann sonst auch mal?
- Top dazu - schon im  Haus? Kaufen? Nähen?

Soweit die Fragestellung zu diesem Sonntag, ich brüte die Woche mal drüber und weiß dann vielleicht, hoffentlich schon mehr.. 




eine Herbsthochzeit - Tischdeko

So, inzwischen ists vollbracht :), wir hatten eine wunderbare Herbsthochzeit auf der Gutsalm Harlachberg wie wir sie uns nicht besser hätten wünschen können. Haben uns die Hände am Lagerfeuer gewärmt, während die Kinder begeistert Marshmallows an Stöcken brieten, haben den Tag mit lauter lieben Menschen verbracht, die von ziemlich weit bis ganz nah herkamen - nur, um mit uns zu feiern, haben getanzt, bis die Füße weh taten und den Tag schließlich ganz entspannt im Holzzuber unterm Sternenhimmel (na gut.. es hat genieselt, keine Sterne ;) ) mit Laternenschein ausklingen lassen. Es war genau so, wie wir uns das vorgestellt haben - ganz entspannt.

Ich habe das ganze Wochenende keinerlei Fotos gemacht, war viel zu beschäftigt. Das ich euch hier trotzdem schonmal ein bisschen was zeigen kann, habe ich v.a. Nicki zu verdanken, unserer tollen Floristin, die uns ihre Fotos freundlicherweise überlassen hat, ein paar hat Mama beigesteuert.


Vom Entstehungsprozess habe ich ja immer mal wieder Fotos gepostet, ich habe mich um die Papeterie gekümmert, d.h. die "wer sitzt wo"-Kärtchen, zugehörige Tischnamen, Menükarten, Namensschilder und "schön dass du da bist" Anhänger. Wir sind bei schwarz, weiß und kupfernen Akzenten geblieben - passend zur Einladungs- und Save the Date Karte.

Nach ein bisschen Diskussion (ich hätt die Tische ja einfach durchnummeriert, aber der Mann wollte was Besonderes) haben wir sie nach Arzneipflanzen benannt. Praktiserweise mit den Initialen A - G. Die Pflanzennamen habe ich mit Feder und Tinte geschrieben, anschließend haben wir die Schriftzüge eingescannt, digitalisiert und gedruckt. Die Lettern dazu und alles gesetzt haben wir wieder in Inkscape - da bin ich nur noch beraterisch tätig, das macht dann alles der Mann :).



So hingen die Übersichtskärtchen im Original - das alte Fenster war eine Leihgabe der Gutsalm.


Die Tischnamen habe ich auf Schaschlikspieße geklebt und einfach mit in die Vasen gestellt.


Schon ganz früh als ich angefangen habe, mir Gedanken über die Deko zu machen war klar, dass ich gerne Braunglasflaschen aus der Apotheke als Vasen hätte. Ich habe zwar ein paar zu Hause, allerdings nicht so viel, dass ich mehrere Tische damit austatten könnte. Glücklicherweise haben wir aber in der Apotheke ein gut gefülltes Regal im Keller und meine Chefin war so nett, sie mir für die Hochzeit auszuleihen. Die Flaschen habe ich Nicki dann vorbeigebracht, sie hat den Rest erledigt.

Wir hatten ja nur ein kurzes Gespräch mit unserer Floristin, sie hat aber sehr schnell erfasst, was wir uns vorstellen - anfangs dachte ich ja nur an ein paar Hagebuttenzweige, aber letztendlich haben wir Nicki einfach machen lassen - hervorragende Idee ;). Es war eine ganz wunderbare Mischung aus Ästen, Federn (die auch im Brautstrauß auftauchten), vielen Herbstbeeren, Hagebutten und einzelnen Blumen wie Känguruhpfötchen und Dahlien-ähnlichen Chrysanthemen (ich liebe Dahlien, dafür wars aber etwas zu spät im Jahr).
Das kupferne Tischband habe ich bei Idee-kreativ gekauft, die Holzscheiben sind von Nicki. Strickeicheln von mir. Das wars.




Und das ist übrigens der weltschönste Brautstrauß. Mit Rosmarin, meinem geheimen Geheimwunsch :D. Vielen lieben Dank Nicki, dass du unsere Hochzeit so wunderschön mitgestaltet hast!


Und weil die Fragen sicher kommen.. offizielle Hochzeitsbilder hab ich noch nicht, der Fotograf arbeitet noch - meine Mutter hat aber während des Shootings auch  mal abgedrückt..



Floristik: Florales Handwerk Nicole Morell
Brautkleid: Stadtkleid Berlin

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Hochzeitsvorbereitungen

Wenn man heiratet und irgendwie was mit Bastelkram am Hut hat schwankt man irgendie etwas zwischen das ist viel zu überdüber (v.a. wenn man auch noch wagt, amerikanische Hochzeitsblogs anzugucken - zu Hülf) und "endlich mal ne Gelegenheit, sich auszutoben". Tja, irgendwo dazwische stecke ich, letztendlich wirds wohl wirklich eher dezent, Deko/Papeterie aber eben selbstgemacht.

Und weil ich grad faul bin, einfach mal ein paar Bilder von Entstehungsprozessen. Es herbstelt. Wie man sieht, bin ich schon ne Weile dran, da war noch Spätsommer..

Es soll Strickeicheln geben (merke: Hütchen der Roteiche sind zu empfehlen!)





Endlich noch einen Einsatz für den tollen Eichestempel gefunden!



Und was ganz anderes, sehr meditaitves zwischendurch: Auf am Rhein und an der Maggia gesammelte Kiesel mit Acrylfarbe Mandalamuster malen. Geht gut also Balkondeko. Oder zum Schnittmuster beschweren ;).


Freitag, 7. Oktober 2016

Wenn Schwestern heiraten..

Ich bin blogfaul, ich entschuldige mich höchstoffiziell. Gelobe Besserung, denn eigentlich war ich handarbeitstechnisch durchaus fleißig zuletzt. Nur mit dem Fotografieren und Dokumentieren, da haperts. Jetzt sind mir Bilder vom Hochzeitsgeschenk für meine Schwester und meinen Schwager in die Hände gefallen, und weil Ideen für hübsche Geldgeschenke eher Mangelware sind, poste ich sie einfach hier.


Gewünscht wurde Geld. Das hab ich jetzt nicht kunstvoll gefaltet, sondern schlicht und einfach in einen kleinen Umsachlag gepackt. Den Umschlag dann in eine Art Terrarium, das ich mit Sukkulenten bepflanzt habe - ich hoffe, das hält ne Weile. Ich weiß, dass Frani geometrische Figuren, gold/kupfer, Glas und Grün mag - drum hoffe ich sehr, dass es ihr gefallen hat.


Das Glasgefäß habe ich bei Depot erstanden, eigentlich wollte ich ein anders geformtes, das war aber schon aus - drum also ein schnöder Quader. Wer alte Teekannen, Gießkannen oder ähnliches hat - sicher auch schön! Sukkulenten brauchen ja kaum Untergrund. Ich habe den Behälter dann mit Frischhaltefolie (hier gibts sicher elegantere Lösungen) halbwegs abgedichtet, darauf ein paar Steine, Sukkulentenerde, vorsichtig die Sukkulenten und wieder Steine. Die Pflanzen mögen eh nicht so viel Wasser, drum lieber nur sehr sparsam gießen, das ging bei mir dann ganz gut. Eine Wimpelkette an Schaschlikspießen geht immer, den Umschlag habe ich in einen Segelboot-Memozettelhalter von Depot gesteckt. Da gibts ja zig Möglichkeiten..


Bei der Karte hatte ich Lust mal was Neues auszuprobieren. Bei Instagram bin ich auf den Feed von Maggie Sichter aka little patterns gestoßen - grandiose und fizzelige Handletteringkunst.
Also hab ich mein Glück auch mal versucht - gar nicht so einfach, aber für einen ersten Versuch bin ich zufrieden. Zeitlich sollte man das nicht unterschätzen, ich hab nen ganzen Abend für die eine Karte benötigt. Ich habe mit einem Copic Multiliner 0.3mm gearbeitet, das war der feinste Stift, den ich habe. Pigma Micron Fineliner stehen auf der Wunschliste ;).

Mit Bleistift die Buchstaben vorgezeichnet und dann einfach los. Muster, Muster, Muster.




Das war also das Geschenk.. bei sonstigen Beiträgen hielt ich mich eher zurück - ich habe zusammen mit meiner Mutter die standesamtliche Hochzeit fotografiert, und da ich sonst weder gut vortragen, musizieren, singen, tanzen kann, gabs noch eine bestempelte Stoffwimpelkette als Fotohintergrund dazu ;). Kam gut an. Bei meinem Zukünftigen übrigens auch - der meinte gleich: "ich will für uns auch sone Wimpelkette..!" Wimpel gehen halt wirklich immer ;).




Donnerstag, 4. August 2016

Origami rockt

Nähen für mich selbst ist ja eher zur Seltenheit geworden. Wenig Motivation - und v.a.: wenig Bedarf. Ich nehm weder ab noch zu, auf dem Dorf hier hab ich wenig optische Anreize und tagsüber trag ich arbeitstechnisch sowieso Einheitsbluse. Manchmal läuft mir dann aber doch was über den Weg, und dieser Rock hier hats mir eigentlich schon eine ganze Weile angetan - Origami für Erwachsene von kleinformat.

Zum Schnitt basteln habe ich derzeit so gar keinen Nerv, also war sowas einfaches zum wieder-warm-werden genau das Richtige für mich! Den schönen Jersey habe ich mal bei Frau Tulpe mitbestellt, endlich darf er raus aus dem Schrank. Das grafische Muster passt hier gut zum geometrischen Schnitt.


Der Rock: Keine Hexerei, Hüftpassentaschen (yay, Taschen!) und gelegte Falten vorne, Bund dran, fertig. War auf einen Nachmittag genäht, nachdem ich das Ding am Vortag zugeschnitten hatte. Und dann passts auch noch - wenn das nicht mal Motivation gibt..
Der Bund wird einfach aus einem Jerseyschlauch genäht - Angabe war Taille - 15%, das sitzt bei mir einen Ticken zu schlabberig.. ich wollte aber nicht nochmal auftrennen (ich sag nur 3fach Elastikstich..). Nächstes Mal lieber - 20% nehmen, kommt aber auch sicher auf den Stoff an.


Einzige Änderung zum Schnitt: Bund schmaler und Rock deutlich kürzer (bestimmt -10 cm). Ich bin klein und habe meine Röcke gerne eine Handbreit über dem Knie endend, sonst werd ich gänzlich zum Zwerg.
Aber sonst: Lieblingsrock! Schick und doch bequem. Über Leggins oder ohne.
Und wenn ich mir meinen Schrank dann genauer betrachte: So viele passende Sommerröcke habe ich eigentlich gar nicht..


Und vielleicht fällt mir bis zum nächsten Mal auch ein geeignetere Fotoort ein ;).

Schnitt: Origami für Erwachsene von kleinformat
Stoff: ca. 1,2 m Jersey von Frau Tulpe
Linksammlung: RUMS

Mittwoch, 13. Juli 2016

Große Ereignisse werfen Schatten..

.. das grenzt ja schon fast an Spam hier in letzter Zeit ;).

Nachdem ich zuletzt Sachen gezeigt habe, die ich für andere gemacht habe kommt jetzt etwas sehr Persönliches. Ich habe länger überlegt, ob ich die Sachen hier überhaupt zeigen möchte, aber ich habe mich ja bei der Suche auch im Netz inspirieren lassen und so große Geheimniskrämerei muss man nun auch wieder nicht betreiben. Ist auch nix Schlimmes - ich werde Herrn Kochfrosch heiraten :).


Schon bald war klar, dass ich - wenn ich schon das Kleid nicht selbst nähen würde - Deko- und Papeterietechnisch gerne viel selbst machen würde. Und weil das Zeit braucht gabs erstmal eine "Save the Date" Karte. Sehr amerikanisch, aber schon ganz praktisch.. dann haben schonmal alle ein Datum und wissen Bescheid, während man sich mit den Einladungen Zeit lassen kann. (Nicht dass noch jemand an diesem höchst umkämpften Novembersamstag Wichtigeres vorhat ;)!)

Für die Karten habe ich also Banner gezeichnet, beschrieben und den Schriftzug geschrieben (mit einem Tombow Brush Pen, bzw. Copic Markern, falls sich jemand für die Details interessiert). Anschließend habe ich die Schrift eingescannt und dann kam der Liebste dran - der hat mir alles mit Hilfe von Inkscape vektorisiert und zusammengefügt. Anschließend haben wir den Text mit unserem stinknormalen Laserdrucker auf schönem 100 g/m^2 Papier ausgedruckt.

Anschließend zurechtschneiden und mit Hilfe von Kleberoller auf feste DinA6-Fotokarton-Karten (meine sind von www.faltkarten.com - große Auswahl an Farben, mit der Qualität war ich sehr zufrieden) aufkleben.
Zur Deko-Klebebefestigung darf etwas Maskingtape ran und ein paar Farbakzente (ähäm ;) ) mit kupferfarbenem Gelroller auf den Schriftzug aufbringen. Fertig. (Hinten gabs natürlich noch ein paar Infos, die schlicht gedruckt).


Das war im Februar. So langsam sollte es also mal weitergehen..
Ich habe länger überlegt, einiges ausprobiert, viele Ideen wieder verworfen. Es sollte druckbar sein, am liebsten auf dem heimischen Drucker (also keine Farbe, normales Papier) und stilistisch zur Save the Date Karte passen. Nicht zu romantisch, nicht zu verspielt, nicht zu hipster. Und dann sollte sie auch noch uns beiden gefallen. Und irgendwie zu uns passen. Herrje. Am Ende stand dann dieses Ergebnis hier, mit dem wir beide sehr glücklich sind.



Farblich bin ich bei schwarz-weiß + Kupferakzenten geblieben - als Erstes habe ich die Banner und den Schriftzug geschrieben, inzwischen bin ich besser geworden und alles ist "echt" mit Feder und Tinte geschrieben. Anschließend wieder gescannt, vektorisiert. Sah etwas nackig aus, also haben wir uns im Internet noch ein paar Schnörksel gesucht. Mir anfangs zu schnörkselig, Herr Kochfrosch hat sich durchgesetzt und inzwischen bin ich ganz auf seiner Seite, das gibt der Schrift einen schönen Rahmen ;).

Um die Karte etwas "plastischer" zu machen und von der Save the Date Karte abzuheben gibts hier noch eine zweite "Schicht" - dazu habe ich Tonkarton in Cappucchino gekauft und einen Stempel gestaltet (Schrift geschrieben, gescannt, vektorisiert und hier einen Stempel bestellt). Die Farbe des Anhängers taucht dann als Umschlag wieder auf. (Klappkarten, Umschläge, Tonpapier wieder von www.faltkarten.com, ich werde übrigens nicht gesponsort ;) )


Aus dem cappucchino-farbigen Papier haben wir mit Hilfe eines Stanzers runde Kreise ausgestanzt und bestempelt. Die weißen bedruckten Vorderseiten habe ich wieder mit Kleberoller auf die Klappkarten geklebt. Für die Banderole habe ich milchiges Transparentpapier mit kupferner Acrylfarbe bespritzt und in ca. 7 cm breite Streifen geschnitten. Hinten mit Tesa zur Banderole zusammengeklebt. Dann noch Anhänger auf kupfer-cremefarbenes Bäckgarn ziehen und über der Banderole befestigen, fertig.


Die Umschläge habe ich von Hand geschrieben - auch hier wieder mit Feder und Tinte, das Papier ist super, glatt genug, da verläuft gar nichts. Umschläge schreiben hat ca. einen verregneten Nachmittag gedauert, das Zusammenbasteln der Karten so 2-3 Abende Fussball-EM-Vorrunde ;). Hielt sich also alles in Grenzen und hat Spaß gemacht. Die Vorarbeit (Entwerfen, Schreiben, Scannen) zog sich ja über Monate.
Mit dem Endergebnis bin ich jedenfalls sehr zufrieden :D.


Und weil man das so nie liest - die Materialkosten für unsere Einladungen, soweit ich das noch zusammenbringe (wir haben ca. 40 Einladungen verschickt)

Klappkarten Din B6 und Umschläge: 50 Stück je 9,50 Euro
Tonkarton: 5 St. - 1,25 Euro
Stanzer: ca. 12 Euro (den kann ich später für Etiketten noch verwenden)
Bäckergarn: 5,90 Euro
Stempel: ca. 18 Euro
Transparentpapier: ca. 3 Euro
Einlegepapier für Din B6: 50 St. - 14,50 Euro
Total: ca. 75 Euro
Pro Karte liegen wir also noch unter 2 Euro, das finde ich ziemlich passabel. Arbeitszeit selbstverständlich nicht miteingerechnet, aber die kommt ja vom Herzen ;).