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Sonntag, 8. Januar 2017

Nanook in Zimtapfelrot

Bevor es hier in nächste Nähe dann Neuigkeiten zur Loppa-Jacke gibt möchte ich euch heute erstmal noch Fotos von der fertigen Nanook zeigen - ich bin ganz verliebt.


Das Wollmeise DK-Garn in der wunderschönen Farbe Zimtapfel lag hier schon eine Ewigkeit rum (seit März 2014.. um genau zu sein). Eigentlich sollte der Pulli Lila draus werden. Nur trage ich so gut wie keine Pullis mehr. Obwohl ich ihn schön finde. Und dann hatte ich Angst, dass das Rot zu flächig wirken würde. Und habe mich letztendlich für eine zweite Nanook von  Heidi Kirmaier entschieden (die erste habe ich auch 2014 gestrickt, sie ist mir ein sehr treuer Begleiter im Alltag).

Angefangen habe ich im November, ganz gemütlich zwischen Saunagängen und Schwimmen im beheizten Außenpool mit Blick auf verschneite Berge während unserer Flittertage und dann war ich diesmal relativ schnell. Überraschungen gabs ja keine, ich habe mir diesmal lange Ärmel gegönnt, weil ich zur Zeit furchtbar verfroren bin. Die Ärmelabschlüsse hab ich mit I-Cord Bind-off abgekettelt, das gefiel mir hier besser und ist etwas stabiler, da werden die Bündchen nicht so schnell labbrig. Außerdem passt die i-Cord-Kante (gibts da auch ein deutsches Wort für?) imho besser zu der schönen eleganten Abschlusskante.


Schon das erste Mal fiel mein Kragen ganz anders als im Strickmuster vorgesehen, viel tiefer - damals habe ich das auf das Yakgarn geschoben (und wollte den Effekt auch so) - jetzt ist es aber wieder so - die restlichen Maße stimmen nach dem Blocken aber exakt mit der Vorgabe überein. Keine Ahnung, was ich da "falsch" mache. Schlimm find ichs aber nicht - aber ich werde diesmal die Jacke doch auch geschlossen tragen, drum habe ich zwei Knöpfe angebracht und sie gefällt mir auch in geschlossenem Zustand richtig gut. Sogar ein bisschen besser, als offen.


Die Farbe ist ein Traum, das Garn trägt sich wieder wunderbar, nur hatte ich diesmal in einem Knäuel ziemlich viel spleißende oder fast reißende Faden, das find ich bei sonem teuren Garn nicht so toll - hatte ich bislang aber noch nie bei den Wollmeisegarnen, vielleicht einfach Pech. Ich hatte übrigens wirklich Glück - die zwei Knäuel haben genau ausgereicht, gerade mal ein paar Gramm sind mir übrig geblieben!


.facts
Strickmuster: Nanook von Heidi Kirmaier via ravelry
Wolle: 2 Knäuel Wollmeise DK in der Farbe Zimtapfel
Nadeln: 4mm
Dauer: ca. 6 Wochen 

Montag, 17. November 2014

Fast schon episch: Blue Sand Cardigan

Soo, da ist er endlich - Teil 2 zu diesem Post hier. Seit gut zwei Wochen ist mein Monstercardigan fertig und - anfangs noch skeptisch - sind wir inzwischen dicke Freunde. Und gestern konnte ich dann auch endlich mal ein paar Bilder machen.




Ungefähr 5 Monate hat sich das Projekt jetzt hingezogen - nicht immer ambitioniert, es funkten einige andere Strickprojekte dazwischen, dazu kam dann noch ein Umzug, ein Jobwechsel.. was man halt so tut im Leben. Aber rechtzeitig zum kühleren Herbst ist sie jetzt fertig. Sobald man die Jacke anzieht, hat man quasi sofort ein "kuschelig"-Gefühl, sie ist toll warm ohne zu warm zu sein, die lange Form und auch mal lange Ärmel (obwohl ich 3/4 Ärmel ja heiß und innig liebe) tun ihr Übriges.
Die Farbwahl sollte an Spaziergänge am Herbstmeer erinnern, während des Strickens zweifelte ich (mal wieder), doch jetzt bin ich ganz zufrieden damit.


Das Strickmuster schlägt verschiedene Schultervarianten vor, ich habe mich für den "combination yoke" entschieden, kein reiner Raglanschnitt. Das war beim Stricken dann schon etwas anspruchsvoller, aber ich bin immer wieder erstaunt, was man alles schafft, wenn man sich einfach Stück für Stück in der Anleitung vorarbeitet - und diese Anleitung ist mit 14 oder 15 Seiten wirklich seeehr detailliert und umfangreich.


Hübsch finde ich auch die Taschen mit innen gestreiften Taschenbeuteln, die direkt unten im Saum mitgefasst werden. Die ganze Jacke wie auch die Tascheneingriffe ist mit einem i-Cord Bind off eingefasst, das sieht überhaupt sehr ordentlich aus. Ich glaub, das war das aufwändigste, weil größte und dabei anspruchsvollste Strickprojekt bisher. Hat Spaß gemacht, aber jetzt gleich würd ichs nicht nochmal stricken ;).

Änderungen:
- Ärmel ohne Slip Stitch Pattern (dieses Muster am Saum), ich fand das trägt zu sehr auf
- keine Blockstreifen (mag ich nicht), dafür kleine Streifen, auch an den Ärmeln
- Jacke etwas kürzer (halt auf meine Körpergröße angepasst)
- Ärmelabnahmen verändert (nach 5. Streifen Beginn mit Abnahmen, Wdh ab dort in 8. R, dann in 14./20/24/28/32 Reihe
- Jacke kaum geblockt, nur unter feuchtem Tuch gedämpft, da ich Angst hab, dass sie sonst riesig wird. Passform und Maschen sind auch so ok.

Wolle: Wollmeise Merino DK, ca. 2.5 Knäuel in Moses, ca. 0.4 Knäuel in Q.E.D
Nadeln: 3.5 mm und 3 mm (für alle Bündchen und I-Cord Bind Off

Strickmuster: Blue Sand Cardigan von La Maison Rillie -
Nützlich: Tutorial für German Short Rows - verkürzte Reihen, bei denen man wirklich kein Löchlein sieht und mit denen hier viel gearbeitet wird
Und zum Schluss noch der Link zu meinem Ravelry Projekt.

Mittwoch, 27. August 2014

Auf den Nadeln: Blue Sand Cardigan

Tut sie noch was? Lebt sie noch?
Ja sie lebt noch.. Sie packt allerdings gerade vor allem Kisten und putzt die alte Wohnung. Trotzdem hab ich abends dann doch ab und an auch mal zum aktuellen Strickprojekt gegriffen. Das geht mehr so recht als schlecht voran.

Angefangen habe ich im Mai mit ambitionierten Maschenproben. Ganz brav habe ich die Maschenprobe diesmal sogar gewaschen, bevor ich sie ausgemessen habe. Das Ding soll ja passen. Ahja, das Ding ist übrigens der Blue Sand Cardigan von Maison Rililie, ein gemütlicher langer Strickcardigan, der vorne offen ist (sowas trag ich meistens, nur nicht so lang). Inspiriert von dieser Variante hier mit dünnen Streifen, Blockstreifen mag ich nicht so sehr.


Back to Maschenprobe: 4 mm ergeben nicht so wirklich was Brauchbares, 3,5 mm passt besser. Nach langem Hin und Hergerechne entscheide ich mich also für 3.5mm und Gr. S.

Dann strickte ich mehr oder weniger ambitioniert los, die Schulterkonstruktion (ich stricke die "combined yoke" Variante, das ist kein richtiger Raglanschnitt) ist spannend und wird sehr ausführlich erklärt. Danach zieht sichs etwas.. bzw. hab ich erstmal lange Pause gemacht ;).

Farblich habe ich mich für ein Petrolblau und ein Grau mit leichtem Grünbraunstich entschieden. Ich verbinde den Cardigan mit französischem Meer, da wollte ich einen maritimen Touch haben. Farblich bin ich mir inzwischen leider so gar nicht mehr sicher.. vielleicht hätte mir ein dunkleres Blau doch besser gefallen? Oder lieber hell mit dunklen Streifen (aber eine graue Strickjacke hab ich ja dieses Jahr schon fabriziert). Gestern war ich dann soweit, dass ichs mir endlich mal übergeworfen habe und mich im Spiegel betrachtete.  Man verzeihe diese Fotos, aber es regnete gestern ohne Unterlass. Das beeinträchtigt die Lichtverhältnisse hier in der Wohnung "etwas".


Fakt 1: Ziemlich groß.. v.a. am Rücken. Das Ding fällt schon locker, aber das letzte Meisengarn ist beim Waschen auch nochmal gut größer geworden, das bereitet mir etwas Sorge..


Fakt 2: Farblich find ichs - gerade zu grau und Jeans doch ganz ok (wobei es nicht gaanz in mein sonstiges Farbschema passt).

Also hab ich (nach etwas Ribbelarbeit da Nichtzusammenpassen meines Körpers mit der Anleitung) doch wieder weiter gestrickt und bin jetzt mit dem Shortrow-Teil (das macht den hinteren Teil länger als vorne) fertig, heißt jetzt kommen Taschen (spannend!) und die strukturierte Blende. Ich hoff jetzt einfach mal, dass es nicht allzusehr wächst. Vielleicht macht sichs auch als Oversize-Cardigan gar nicht so schlecht.. Hm, absolute Zuversicht sieht anders aus.

Weiter gehts dann erst in der nächsten Woche (oder später), denn ich bräuchte jetzt kleinere Stricknadeln und die sind - wie fast alles um mich herum.. in irgendeiner Kiste. Nächste Woche kommt der Lastwagen, dann folgt fröhliches Auspacken und dann find ich sie bestimmt wieder.

Sonntag, 13. Juli 2014

Grüne Welle - Naiada

Heute kann ich endlich mal wieder Bilder von Gestricktem zeigen - mein Tuch aus "Jokerwolle" ist fertig. Das Projekt hat mich über zwei Monate begleitet, ich habe in der Mittagspause oder abends mal ein paar Reihen gestrickt und hatte es nicht allzu eilig.

Trotzdem schön, dass ich es jetzt, pünktlich zum Halbjahresherbst tragen kann. Und der nächste echte Herbst kommt bestimmt.. dazwischen wärmt es auch Hals und Schultern auf abendlichen Dachterassensessions.



Das Muster Naiada von Martina Behm strickt sich schön, nach ein paar Wiederholungen habe ich es mir dann auch gemerkt und dann braucht man fast keine Anleitung mehr (musste nur immer mal wieder gucken, wann genau ich Marker versetzen muss). Sowas mag ich - ein bisschen Abwechslung, damit keine Langeweile aufkommt, man kann sich aber nebenbei gut unterhalten und muss sich nicht jedes Mal erst wieder einlesen (nagut, solche Sachen hab ich bislang auch noch nicht gestrickt).

Die Wollmeisenwolle ist ganz wunderbar, der Griff toll, die Farbe der Hammer (ich hab kaum Grün in der Garderobe, dafür aber viel schwarz ;). Weiß macht sich auch gut als Kombipartner. Also Mut zur Kontrastfarbe). Ich habe das fertige Tuch nach dem Waschen kaum gespannt, nur mit den Händen etwas in Form gezogen, es wuchs beim Waschen nochmal kräftig und das Muster kommt so schon sehr gut zur Geltung.

Danke an Mama für die Bilder und auch die Nachbarskatze hat sich mal wieder mit aufs Bild geschlichten ;).



Strickmuster: Naiada von Martina Behm via ravelry
Wolle: 1 Knäuel Wollmeise DK in der Farbe Mistelzweig
Nadeln: 4,5 mm