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Mittwoch, 3. Januar 2018

2017 auf Stricknadeln und Nähmaschine

2017 - ein kleiner Rückblick aufs Werkeljahr.

Insgesamt: Ziemlich zufrieden! Ich habe einiges genäht, viel ausprobiert, viel gemacht - auch wenn sich das auf dem Blog hier nicht abbildet, weil ich die Hälfte überhaupt nicht fotografiert habe oder weil ich es nicht gebloggt habe.
Entdeckt habe ich für mich Kauf-Ebooks, da entstand dieses Jahr das ein oder andere Werk..

Gestrickt:

-1 Strickjacke: Damejakka Loppa, meine erster Fairisle-Cardigan. Ich habe dabei gelernt, halbwegs gleichmäßig mehrfarbig zu stricken, zu steeken (also Rundgestricktes aufzuschneiden) und es hat sich wieder bewahrheitet, dass man Dinge, mit denen man nicht zufrieden ist (zu enger Ärmel) wirklich lieber auftrennen sollte
-  2 Babydecken, eine für Valentin, eine fürs Winterkind, die habe ich aber bislang nur zum Teil fotografiert. Teaser gefällig?


- 3 Paar Babyschuhe für Neffen und fürs Winterkind, 2 Paar Kindersocken für die Nichten
- 1 Dreieckstuch fürs Winterkind
- 1 Jacke fürs Winterkind

Noch auf den Nadeln:
- ein zweites Authenticity-Tuch mit handgefärbtem Garn vom Mittelaltermarkt, wird ständig durch dringendere Projekte unterbrochen
- Socken mit Jaquard-Muster aus meinem Weihnachtsgeschenke-Musterbuch

Genäht (evtl. unvollständig):
- 1 Kimono-Jacke, sehr geliebt
- 2 Oberteile: Zum einen Käthe von konfettipattern, aus einem wunderschönen, etwas festeren Schwalbenjersey. Auch wenn für mich die Abnäher eigentlich zu weit oben sitzen (könnte man ja verschieben..), die Passform ist gut, den Kragen mag ich.Im Frühjahr viel getragen, als es noch passte ;).




Zum Anderen eine Frau Karla von fritzi schnittreif - hier waren Stoff und Schnitt evtl. einfach nicht perfekt kompatibel. Der Strickjersey strecht zu wenig, die Ärmel sind schon sehr eng und an der Grenze zu nicht so bequem. Deswegen trotz guter Optik zu wenig getragen..


- 2 Kleider: Frau Fannie, selten getragen, weil ich mit dem Schnitt nicht so arg zufrieden war und eine Mischung aus Else mit Käthe-Kragen. Fertig fotografiert und viel getragen. Wieso habe ich das nicht gebloggt?

Eine gemütliche Else in dunkelgrau-blauem, soo weichem Jersey in der Ballonvariante, Ärmel mit senfgelbem Paspelband, Oberteil von Käthe (s.oben), Kragen auch wieder gelb gefüttert. Schöne Details, die ich sehr mag: Kleiner Snappap-Aufnäher mit gestempelter Schwalbe am Saum (überlebt Maschinenwäsche um Maschinenwäsche) und Taschenverriegelung in Senfgelb :). Auch in der Schwangerschaft gern getragen, inzwischen ist allerdings auch da Schluss, aber es ist ja auch Phase Endspurt..




- 2 Shorts mit Taschen und Jerseybund: einmal Schwalbenshorts aus Stretch-Denim, einmal aus festerem Baumwoll-Leinen mit Äpfeln. Ich find immer noch beide toll, Modell Schwalbe wurde öfter getragen, da der Stretch-Denim halt einfach noch nen Ticken bequemer ist (und der Jerseybund höher geht..)
Einziges Foto, das ich gefunden habe:


- 2 Hosen, 2 x Beinfreiheit - einmal aus Musselin für den Sommer (soo bequem, ist immer noch meine "Jogginghose" der Wahl gerade, also auch SSW39-tauglich. Und eine aus Feincord für den Winter. Mit diesen beiden Hosen und einer gekauften Umstandshose (die aber nicht (mehr) so bequem ist + Röcken/Kleidern bin ich gut durch die ganze Schwangerschaft gekommen, das war recht günstig)

- 2 Röcke. Eine Fjóla ohne Foto - ich mag den Schnitt sehr, aber die Schwangerschaftsvariante finde ich von den Proportionen doch nicht so optimal. Näh ich definitiv mit normaler Figur nochmal! Kein Foto gefunden..
Und: Diesmal gefütterter Basis-Mini als Schwangerschaftsvariante, Bund tiefer gezogen und Schwangerschaftsbund dran aus IKEA-Stoff (oh mein Gott, wie lange hab ich schon keine Klamotten mehr aus Ikeastoffen genäht?




- 3 Babyhosen, 2 Halstücher, 1 Utensilo..
- 1 Patchwork-Tagesdecke fürs Gästebett. Die ist noch nicht lange fertig und verdient einen eigenen Eintrag, ich muss aber irgendwie noch mehr Bilder machen. einen Teaser gibts trotzdem schonmal:


Ich glaub das wars, evtl. hab ich auch Kleinigkeiten vergessen.. insgesamt bin ich ziemlich zufrieden. Ich habe kaum Klamotten gekauft. Von den gekauften Stoffen im Frühjahr habe ich bis auf den sehr festen Canvas und den "doch nicht so meine Farbe/Muster" Jersey alles vernäht. Der Jersey könnte was fürs Kind werden oder ich ringe mich doch mal zu mehr Muster durch. Canvas kann man immer brauchen, wird vermutlich auch ohne den Kombipartner Apfelstoff noch eine Tasche werden..

Ich habe auch schon Pläne fürs neue Jahr - wird sich allerdings zeigen, wie gut Nähmaschine und Kind vereinbar sein werden. Noch kann ich sie nicht umsetzen, da sind so Sachen wie stilltaugliche Kleider oder Blusen dabei und ich hab ja noch keine Ahnung, in welchen Größenregionen ich mich so bewegen werde..

Und wer bis hierher durchgehalten hat, der bekommt ein Stück Schokokuchen ;).

Mittwoch, 22. März 2017

Frau Fannie, etwas faltig

So, Nummer 2 von meiner To Sew Liste ist fertig. Nachdem mich Nummer 1 (Fotos wollen noch gemacht werden..) in absolute Euphorie versetzt hat, habe ich mich voller Motivation an ein Jerseykleidchen gemacht. Das Ergebnis überzeugt mich leider noch nicht so ganz..

Als Schnittmuster habe ich Frau Fannie von Schnittreif verwendet - und ähnlich wie bei anderen Näherinnen wirft das Kleid bei mir Falten. Vom Tragegefühl ist das absolut ok und mit einem Jäckchen drüber finde ich es auch auf Bildern ganz gut - ohne bin ich allerdings nicht wirklich zufrieden..


Das mag auch am Stoff liegen - der Jersey ist recht dünn, da zeichnet sich einfach viel ab, aber der Schnitt beschert mir Falten unter den Armen/über der Brust (war auch schon Thema in anderen Blogs) - das habe ich erst beim Fotografieren gesehen.
Den Rücken habe ich schon etwas angespasst, da war zuerst noch mehr Stoff am unteren Rücken, ich habe dann die Rundung etwas rausgenommen und die Quernaht neu gemacht - eigentlich müsste ich aber das Schnittmuster ordentlich anpassen und mittig Stoff rausnehmen - das geht dann aber erst beim nächsten Kleid.


Hier sieht man die Problemzonen.. mit nem dünnen Gürtel dürfte sich das etwas kaschieren lassen - habe aber leider gerade keinen farblich passenden..





Ich habe einen eher kurzen Oberkörper und dazu noch ein leichtes Hohlkreuz - nicht so richtig gut kompatibel mit dem Schnitt. Insgesamt liebe ich glaub ich die Teilungsnaht oben/unten nicht. Die Nahtzugabe klappt komisch in der Gegend rum und optisch ist das irgendwie nicht das Gelbe vom Ei. In Uni dunkel fällt das nicht so auf, aber hier mit dem gemusterten Stoff?

Ein Jäckchen kaschiert viel - die Taschen find ich ziemlich lässig. Das Unterteil lässt sich bestimmt auch gut als Basisrockteil benutzen, ob ich das Kleid nochmal so nähe weiß ich allerdings nicht genau. Evtl. aus einem schwereren Stoff (Romanit o.ä.), der dann etwas gnädiger fällt.

Wobei.. auf dem Bild hier mag ichs eigentlich ganz gern. Darf mich also doch sicherlich ab und an auf einem Frühlingsspaziergang begleiten..
Edit: Und unter der Arbeitsbluse macht sichs auch ganz gut. Und damit erfüllt es seinen Zweck auch wieder: Basis-Arbeitsgarderobe mit langen Ärmeln ;).



Und weil grad wieder Mittwoch ist - ab zum Me Made Mittwoch, mal sehen, was die anderen so vollbracht haben :).

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Finaaale! Weihnachtskleid 2016

Uffz, gerade noch so geschafft - schon seit fast einer Woche läuft das Finale des diesjährigen Weihnachtskleid-Sewalongs von Me Made Mittwoch, da will ich doch noch schnell ein paar Fotos von meinem Weihnachtskleid zeigen.


Leider war es die Weihnachtstage ja ziemlich trüb, drum hier auch kein Schnee und kein Glitzer, an Bilder vor Baum war sowieso nicht zu denken. Drum also Fotos vor elterlichem Holzstoß ;).


Nochmal kurz die Fakten: Das Kleid ist eine Else, diesmal in der eleganten Variante (Kleines Schwarzes, allerdings mit der Saumlänge 48cm, ohne Bündchen verarbeitet). Den U-Bootausschnitt habe ich lediglich an meine Spitze angepasst. Saum und Ärmel sind mit Zwillingsnähten verarbeitet. Ich habe das Kleid wieder in Größe 38 genäht, mit tendenziell weniger Nahtzugabe, die Ärmel habe ich diesmal auch ganz normal in 38 genäht, da der Stoff deutlich elastischer ist als bei meiner Jogger-Else.


Die Spitze ist an zwei, drei Punkten mit der Maschine angenäht, den Rest habe ich von Hand erledigt, den Beleg habe ich dann auch von Hand angenäht, sonst klappt der immer unschön nach oben.

Ich bin total zufrieden mit dem Kleid und habe bislang nur Komplimente dafür bekommen, es ist schick, dabei aber eigentlich sehr einfach und zurückhaltend, durch den schweren Jersey (Courtelle Jersey von Stoff & Stil) fällt es toll und ist dabei trotzdem superbequem. Da sieht man mal wieder - auch Jerseykleider können festlich! Den Stoff habe ich sicher nicht zum letzten Mal verarbeitet.



Ich hoffe, ihr habt in euren tollen Kleidern alle kräftig gefeiert, meins bekommt nächsten Samstag gleich nochmal einen weiteren Einsatz, ist nämlich bestimmt auch ein super Silvesterkleid!

Sonntag, 20. November 2016

Weihnachtskleid... hm...

Alle Jahre wieder gibt es bei den Mädels (und Jungs?) von Me Made Mittwoch einen fröhlichen Weihnachtskleid-Sewalong. Also: wir nähen gemeinsam ein Weihnachtskleid. Ich habe mich da 2014 schonmal beteiligt und das war damals mein Weihnachtskleid:


Und irgendwie hätt ich dieses Jahr Lust, mir auch mal wieder ein Kleid zu nähen. Weniger aufwändig, als das letzte Mal, denn so viel Zeit hab ich nicht. Von Weihnachten trennen mich nur noch ein paar Wochenenden und viele davon sind schon verplant. Und dann wären da noch so Dinge wie Plätzchen backen und Weihnachtskarten schreiben.. also, einfacher solls sein.

Ideen sammeln war zwar eigentlich letzte Woche schon dran, aber ich bin halt einfach mal wieder etwas spät dran.

Variante A: ein Wickelkleid in Rot
Habe ich irgendwo mal gesehen und fand es schön festlich-weihnachtlich.

Nach weiterem Nachdenken ist es aber schon aus dem Rennen: Ich habe schonmal Wickelkleider genäht und ich ziehe keines davon an. Bzw. ziehe ich es immer wieder aus, weil ich mit Wickelkleid irgendwie immer sowas wie Morgenmantel assoziiere. Jedenfalls an mir. Außerdem ists mir irgendwie einen Ticken zu bieder. Abgewählt.

Variante B: Eine Else mit Spitzenkragen
Mir schwebt ein Jerseykleid (festerer Jersey) mit U-Boot-Ausschnitt und 3/4 Ärmeln vor. Rockteil, anders als bei der Original-Else evtl. angesetzt, um etwas mehr Schwung reinzubringen (huch, ich seh grad, da gibts ein Skaterdress-Tutorial, perfekt). Auf alle Fälle etwas ausgestellter als im Original, ohne Bündchen oder Gummizug im Bund.
Dazu ein applizierter Spitzenkragen.

Vorteile:
- Den Schnitt hab ich schon, der passt auch (jedenfalls als Joggingkleid..)
- Das Kleid wäre auch im Alltag gut zu tragen
- Bequem und einfach

Problem hier: Ich bräuchte noch ne hübsche Spitze für den Kragen. Nicht zu floral, bitte in Baumwolle. Bei dawanda gäbe es da z.B. folgende Optionen: 1 oder 2 oder 3 - letztere erinnert wieder an einen Bubikragen 

Variante C: ein Tüllrock in schwarz
In meinem Skizzenbuch findet sich immer mal wieder ein Tüllrock, auch fürs Hochzeitskleid war er in Erwägung.. vielleicht wäre Weihnachten mal eine gute Gelegenheit, die Idee umzusetzen?
Vorstellung: schwarz, bauschig, entweder knapp über Knie oder knapp drüber - in etwa so wie hier. Nur mit hübscherem Bund vielleicht. Stoff: Vermutlich der weiche Tüll von Stoff&Stil.

Vorteile:
- einfach zu nähen
- wollt ich schon immer mal haben
- Kurzblazer dazu wär schon im Haus

Problem:
- Trag ich das irgendwann sonst auch mal?
- Top dazu - schon im  Haus? Kaufen? Nähen?

Soweit die Fragestellung zu diesem Sonntag, ich brüte die Woche mal drüber und weiß dann vielleicht, hoffentlich schon mehr.. 




Freitag, 11. Dezember 2015

Jetzt bin ich auch ne Elsenschwester

Die arme vernachlässigte Nähmaschine weinte bestimmt schon gar bitterliche Tränen, aber irgendwie lag der Fokus dieses Jahr definitiv nicht auf Nähen. Fehlende Motivation, fehlender Bedarf, viel Zeit draußen und vermehrtes Stricken.. es gibt wohl so manche Gründe.

Für ein Weihnachtsgeschenk habe ich mich dann mal wieder drangemacht und siehe da - macht immer noch Spaß. Drum bin ich nun meinen schon so lang gehegten Traum vom Pullikleid angegangen.


Zwei Schnitte fand ich an sich interessant - am Onion 2007 mochte ich die Raglanärmel sehr, aber irgendwie hat dann doch das Baukastenkleid Else von schneidermeistern das Rennen gemacht. Und ich bin seeehr zufrieden damit und reihe mich damit ein in die Reihe der Elsenschwestern, wird bestimmt nicht die letzte gewesen sein.

Genäht war das Kleid dann fix: An einem Vormittag das ausgedruckte Schnittmuster zusammenkleben und wieder auseinanderschneiden und zuschneiden - am Nachmittag hab ichs fertig genäht. So geht Erfolgserlebnis ;).

(Kuschelkleid in seiner natürlichen Umgebung)


Ich habe mich für die Joggervariante entschieden - mit Eingrifftaschen und Wickelkragen (etwas kürzer als vorgesehen und ohne Bänder). Der steht nicht wirklich (vielleich hätte ich doch den normalen hohen Kragen machen sollen, oder etwas Vlieseline einbügeln), aber was solls. Immerhin sieht man so mehr von dem wunderschönen Jersey, den ich als Kontraststoff zum dunkelgrauen Sweat verwendet habe (beide Stoffe von Frau Tulpe).


Mit dem gelb-hellgrauen Jersey habe ich außerdem die Bündchen gedoppelt, so kann man sie umschlagen und sieht wieder ein bisschen Farbe blitzen. Auch in den Taschen habe ich den Jersey verwendet, da sieht mans aber nicht wirklich.


Das perfekte Kleid zum sonntags auf dem Sofa rumsitzen, stricken, Spieleabende, Spaziergänge.. ich bin ja kein Fan von Jogginghosen, aber jetzt hab ich mir quasi meine Version des Onesies geschaffen ;).

Ich bin mir sicher, es war nicht die letzte Variante - der Schnitt ist sehr wandlungsfähig und passt mir ziemlich gut - evtl. etwas kürzen, aber das wars auch schon. Ich habe für den nicht so ganz elastischen Sweat Größe 38 genäht und bei den Ärmeln etwas weniger Nahtzugabe verwendet - so passts perfekt! Große, große Elsenliebe!


Donnerstag, 25. Dezember 2014

WKSA 2014 - Finale!

Fröhliche Weihnachten euch allen!
Ich bin gestern ganz früh mit Sack und Pack in Richtung Bayerischer Wald gestartet, um ein paar schöne Tage mit meiner Familie zu verbringen. Mit im Gepäck: Natürlich das Weihnachtskleid des Sew Alongs 2014.

Ich bin recht entspannt fertig geworden, auch wenn mich das Kleid dazwischen einige Nerven gekostet hat. Aber das Ergebnis hat sich gelohnt. Ich will auch gar nicht mehr viel drüber reden, stattdessen habe ich meine Mama gebeten, ein paar Bilder zu machen. Eigentlich hatte ich mir noch einen hübschen Gürtel dazu vorgestellt, da wurde ich aber nicht mehr fündig. Ein schönes graues Samtband ist auch festlich :). Das Hütchen habe ich mir vor zwei Jahren mal in Lissabon in einem kleinen, alten Hutladen gekauft - ich liebe es und endlich gabs mal wieder eine Gelegenheit, es aufzusetzen.





Das Kleid hat mächtig Umfang und fliegt herrlich ;). Ich trage einen Petticoat drunter, den ich vor Jahren zu Hochgruftizeiten mal selbst genäht habe - kein Monsterteil, doch gibt es grad den richtigen Stand. Auf dem letzten Bild trage ich das Kleid ohne Petticoat - hier sieht es mehr aus wie auf der Verpackung des Schnitts. Mir gefällt die Variante mit Petticoat aber viel, viel besser!



Die harten Fakten:
Schnitt: Vogue V8766, Version F Größe 12, Rücken angepasst (schmaler und Weite quer rausgenommen), um 5 cm gekürzt, Kragen dazugebastelt
Stoff: Wunderbare Viskose-Gabardine vom Roten Faden, ca. 2,5 m, perfekt für das Projekt geeignet, trägt sich traumhaft und fällt auch so; gefüttert mit Stretchfutter
Petticoat aus 1 Lage Petticoattüll und 1 Lage Tüll, selbstgemacht

Und hier gehts zu all den anderen hübschen Damen in Weihnachtskleidern. Und morgen gibst hier vielleicht sogar Schnee, aber solange konnte und wollte ich dann doch nicht mehr warten.

Dienstag, 16. Dezember 2014

WKSA#5 - Kragen & Saum

Herzlich willkommen zu Teil 5 des vorweihnachtlichen Sew Alongs. Bei mir hat sich diese Woche nochmal gut was getan - gefühlt. Ich bin so gut wie fertig, es kommen nur noch ein paar Dinge, die ich von Hand nähen möchte.

Aber fangen wir mal an - letzte Woche gings um die Kragenfrage. Ich habe mir also viele Bubikrägen im Internet angeguckt (u.a. hier bei tagträumerin, bei der Brigitte, sewing the 60s und viele viele mehr). Hab gelernt, dass das auf englisch peter pan collar heißt und mich gegen eine abnehmbare Variante entschieden. Wär zwar sehr flexibel, aber ich hatte/habe Angst, dass das mit dem weiteren Ausschnitt nicht gut hält und dauernd verrutscht bzw. ich beim Weihnachtsessen sitze und dauernd dran rumzuppel.

Ich habe mir also einen Besatz gebastelt und an Hand des Besatzes dann einen Kragen. Einfach noch die Ecken abgerundet, fertig ist das Schnittmuster. Kragen hab ich dann natürlich auch zwei Mal genäht, denn irgendwas passt ja immer nicht. Egal, der erste war sowieso zu labberig. Mein Kragen besteht jetzt aus Oberstoff, mit Vlieseline verstärkt, der Unterkragen ist aus schwarzer dünner, aber etwas steiferer Baumwolle (Ditte vom Möbelschweden), so rutscht der nicht so und hat etwas mehr Stand. Dann Kragen ans Kleid geheftet und beim Annähen des Belegs mitgefasst. Den Beleg habe ich knappkantig ans Kleid gesteppt, die Naht verschwindet später unterm Kragen und der Beleg klappt nicht nach oben.


Damit der Kragen auch wirklich schön unten bleibt, werde ich ihn wohl noch an ein paar Punkten (hinten am Reißverschluss, an den Schultern evtl. auch vorne) noch von Hand unsichtbar ans Kleid fixieren.
Dann bekam das Kleid einen Reißverschluss und ich habe auch den Saum schon genäht - erst schmal dünn doppelt eingeschlagen gebügelt, dann gesteppt (Bügeleisen ist dein Freund, ging trotz der Rundung sehr gut).
Das war der Mittwoch, mein halber freier Tag. Kleid kann man jetzt schon anziehen und sieht ziemlich fertig aus.

Sonntag hab ich dann aber doch beschlossen, den Körperteil des Kleides noch zu füttern. Also Futter zuschneiden, nähen und am Besatz festnähen. Merkwürdigerweise sitzt die Taille des Futters etwas zu hoch.. aber wisst ihr was? Ist mir jetzt egal. Sieht man nicht, spürt man nicht. Das Futter nähe ich jetrzt noch von Hand an den Reißverschluss, das ist meine Aufgabe für diese Woche. Evtl. kleine Kragenfixierungen und yoah, das wars dann. Erste Instagram-Anprobe vom fertig aussehenden Kleid gefällt mir guuut. Bilder mit Inhalt gibts dann erst zum echten Finale, nämlich an Weihnachten, wenn ich meine Haus- und Hoffotografin bei mir habe. Aber: Jaa, es ist so schön geworden! (Das Gezuppel hinten unterm RV ist besser, wenn ich es trage und man könnte auch nochmal bügeln..)

Mehr Kleidnäherinnen wie jede Woche hier.


Montag, 8. Dezember 2014

WKSA#4 - Ich sehe Licht

Hallo zu einem weiteren Teil vom Weihnachtskleidsewalongs. Heutiges Thema:

Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!

Ich steh so zwischen 1 und 4. 
Was ich vergangene Woche gemacht habe:

- ein Probeteil fürs Oberteil. Schultern flacher gemacht, mich komplett für Größe 12 entschieden. Sonst fand ichs ok.
- Zugeschnitten, gesteckt, genäht. Ernüchterung im Spiegel bei der ersten Anprobe: Ich seh aus wie Muttchen im Trauerdirndl. Nicht so richtig motivierend. Vorne passt es einigermaßen, der Rücken ist furchtbar. Wildes Wegstecken und Falten meinerseits ergeben mehr oder weniger bessere Varianten. Dann finde ich diesen Blogeintrag hier - das hilft mir etwas weiter. Ich nehme die Weite, die v.a. im oberen Rücken zu viel ist durch eine Querfalte oberhalb der Abnäher weg (ca - 2,5 cm), außerdem nochmal je 0,5 cm senkrecht entlang des RV. Trenne also alle Nähte nochmal auf und schneide das Rückenteil komplett neu zu. 
- Jetzt ist mein Rückenteil kürzer als mein Vorderteil (hätte man ja ausgleichen können..), das ist mir aber gerade mal wurscht. Anprobe: Immerhin der Rücken ist jetzt ok! 
- Außerde habe ich den Saum um 5 cm gekürzt, jetzt sieht das auch nicht mehr ganz so schrecklich bieder aus. Ich denke, ab jetzt können wir wieder miteinander, das Kleid und ich. Nerven für eine zweite Komplettänderung hätte ich nicht mehr gehabt, dann wäre es erst mal auf die lange Bank, wenn nicht gleich in die Tonne gewandert. 
- Insgesamt: Schnapsidee, bin von dem Schnitt (V8766) für viel Geld noch nicht so sonderlich überzeugt. 

Auf dem Bild: Änderungen am ersten  Versuch, die Querfalte hilft!

Was noch fehlt: 
- Reißverschluss (den mach ich nahtverdeckt)
- Kragenlösung: Mir gefällt so eine Art Minischluppen/Bindekragen wie hier bei Oh Mimmi gut. Würdet ihr den Kragen wie einen Besatz zuschneiden, also geformt mit zwei langen  Bändern oder einfach nur Bänder (öfter so im Internet gesehen, aber eher bei V-Ausschnitten, wo das vermutlich Sinn macht). Ich denke auf den Bildern ist es eher geformt. Mal gucken, was der Stoff noch hergibt.
Vielleicht verstürz ich den Kragen aber auch nur ganz schlicht mit Besatz und gut ists.
- Saum 
- evtl. Futter. Stretchfutter hab ich bestellt, der Kleiderstoff trägt sich allerdings sehr angenehm, ich weiß grad gar nicht, ob ihn füttern soll (und ob ich das Kleid so oft trage, dass es sich "lohnt")

So, als nächstes muss ich tatsächlich an der Kragenlösung tüfteln, den Kragen würde ich dann zwischen Kleid und Besatz fassen. Und erst wenn der Besatz dran ist, kann ich den Reißverschluss einnähen. Dan käm ja nur noch der Saum.. mal gucken, wie weit ich komme, Freitag abend hab ich sturmfrei, das wird wohl ein Nähabend werden. Denn eigentlich sollte ich auch noch ein paar Geschenke machen..

Montag, 1. Dezember 2014

WKSA #3 oder auch.. es hapert

Hallo und willkommen zurück. Nachdem ich letzte Woche das Nähtreffen Teil 2 glatt habe ausfallen lassen (musste Geburtstag feiern, sorry) heute also Teil 3. Und ich gebe zu - es hapert.

Denn erstmal - upps, schon erster Advent! - musste ich noch den Adventskranz bestücken.


Nun aber zum Stand des Weihnachtskleides. Eher mager, könnte man sagen.
Was ich bisher gemacht habe:
- Einen Schnitt bestellt: Vogue 8766, Modell F
- Stoff dafür bestellt: Viskose Gabardine in tiefschwarz, 3 Meter.


Gester abend nach Plätzchenbackorgie (s. unten) dann die Fragen:
- Welche Größe? Ich geh jetzt mal nach der Maßtabelle, d.h. obenrum 12 und in der Taille/Hüfte 14 (schneidet Vogue so klein? Bei Kaufklamotten pendel ich eher zwischen 36 und 38). Da da ja noch ein Petticoat drunter soll, geh ich mal lieber auf etwas größer.
- Petite oder normal? Ich liege mit 1,64 m mal genau dazwischen. Ich habe einen etwas kürzeren Oberkörper, also werde ich beim Oberteil tatsächlich 1-2 cm Länge rausnehmen, den Rest habe ich "normal" abgepaust.

- Wichtiste Frage: Füttern oder nicht?
Gegen das Füttern spricht:
- Ich habe noch gar kein Futter (öhöm, glatt vergessen)
- Das macht den bequemen Stretcheffekt des Oberstoffs zunichte
- Wenn ich einen Petticoat drunter trage, ziehe ich sowieso noch ein extra Unterkleid drunter, damit der Petticoattüll nicht so an der Strumpfhose kratzt

Für das Füttern spricht:
- Es sieht ordentlich aus
- Es fällt bestimmt schön

Kann jemand von den MeMadeMittwoch Näherfahrenen mit Erfahrungen zur Seite stehen?

Evtl. nähe ich das Oberteil auch mal als Probestück um zu gucken, wie die Passform ist. Das ist ja kein großer Act, ich hoffe, das schaff ich die Woche.

Yoah. Spring ich doch dann glatt mal zum Punkt
Plätzchen essen ist doch auch irgendwie Nähen oder?

Erstmal Plätzchen backen..



.. und dann Plätzchen essen. Mal gucken, wie weit ich nächste Woche bin. Euch einen schönen Advent!

Sonntag, 17. November 2013

Schlossgespenst meets Weihnachtswichtel

Oder: Das Karokleid ist fertig!

Schon seit letztem Jahr schwirrt mir ein Karo-Hemdblusenkleid im Kopf herum, damals hatte ich dieses schöne Teil bei Natron (der Queen of Karokleider) gesehen und ab da hielt ich Ausschau nach passenden Stoffen. Dann vergaß ichs wieder, aber jetzt im Herbst kam der Wunsch wieder durch. Eigentlich hätte ich lieber ein grüngrundiges Karo mit gelb gehabt, das war aber beim besten Willen nicht auzutreiben. Als ich dann beim letzten Heimatbesuch beim obligatorischen Stoffladenbesuch einen schön fallenden, leicht stretchigen rot gemusterten Stoff fand war klar - dann wirds halt rot.


Dann ging die Ideensuche los, dabei ziehe ich wild alle alten Burdas (oh, das sind einige..) raus und gucke die Schnittmuster durch. Gelandet bin ich dann letztendlich bei einem Schnitt (BurdaStyle 06/2011, Modell 105A), den ich dieses Jahr schon verwendet habe - als lila Brise, mit Änderungen:
- etwas taillierter, unten etwas ausgestellter
- durchgängig geknöpft, Saumblende entfällt
- abgerundeter Saum mit Seitenschlitzen
- Rückenpasse
- Bewegungsfalte hinten
- veränderte Ärmel

Also habe ich brav den Schnitt nochmal abgezeichnet und geändert, das erschien mir sinnvoll, ich habe mich bei dem Projekt bemüht, wirklich ordentlilch zu arbeiten. Schon allein das Karo jagte mir doch Respekt ein.


Die Rückenpasse habe ich schräg zugeschnitten und mit Ditte gedoppelt, ich hatte Angst, dass sich der Stoff sonst eventuell zu sehr verzieht, da ja da doch das Gewicht des ganzen Kleides dran hängt. Die Quernaht habe ich als französische Naht gearbeitet, da der Karostoff leider fusselt wie Seuche. Innenschön und so. Hätt ich mal bei allen Nähten machen sollen, ging aber auf Grund knapper Nahtzugaben nicht (wer schenkt mir eine Overlock?).


Dann habe ich mich dran gemacht und gebügelt, geheftet, genäht. Was bin ich stolz auf mich. Habe die Knopfleiste angesteckt und war geschockt - irgendwie passt das Muster nicht. Dabei hatte ich doch so aufgepasst.. war schon dabei, das zu akzeptieren, als mir auffiel, dass das eine Blende und kein Beleg ist, ich die Leiste also genau andersrum anstecken musste. Jaja, schon passte das Muster wieder. Jedenfalls so halbwegs, ein bisschen verzogen hat es sich beim Nähen - trotz Heften. Aber irgendwas ist ja immer.

Bei den Ärmeln schwebten mir eigentlich erst klassische Ärmelschlitze mit Manschetten vor, ich war sogar schon beim Probeärmelschlitznähen (hell yeah), dann fiel mir aber auf, dass die Ärmel dafür doch etwas zu eng und zu kurz waren. Also habe ich mich kurzerhand für schräge Blenden an den Ärmeln entschieden, das gefällt mir jetzt auch sehr gut. Kann man noch einmal nach oben krempeln und sieht immer noch ordentlich aus (ich verrate an dieser Stelle nicht, dass ich es daher auch zwei Mal nähen musste..).

Und heute kamen dann noch die Knöpfe dran - ich habe mich diesmal für schwarze Druckknöpfe entschieden, ich mag Blusen(kleider) mit Druckknöpfen. Außerdem hatte ich keine Lust auf Knopflöcher nähen. Ähäm. Das Lochen und Eindrücken ist ja immer ein bisschen Nervenkitzel -ging aber glücklicherweise ohne Schreikrämpfe ab. Und fertig!
Also Freund die Kamera in die Hand gedrückt und vors Haus gelaufen.


Et voilà - das schottische Schlossgespenst (ohne Gürtel sieht es leider etwas nach Nachthemd aus).
Fragen, die bleiben:
- Ich habe den Saum hinten etwas länger gemacht als vorne. Bin mir aber nicht so ganz sicher, wie ich das jetzt finde. Was sagt ihr?
- Noch ein weiterer Knopf oben? Oder ist das dann zu hochgeschlossen? (Geöffneter Knopf ist evtl. keine so gute Option, da die Knöpfe doch relativ schwer sind und ich etwas Angst habe, dass das dann merkwürdig aussieht).
Aber ja, so wie ich mir die Bilder hier auch nochmal anguck - ich mag da Kleid :D.