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Mittwoch, 3. Januar 2018

2017 auf Stricknadeln und Nähmaschine

2017 - ein kleiner Rückblick aufs Werkeljahr.

Insgesamt: Ziemlich zufrieden! Ich habe einiges genäht, viel ausprobiert, viel gemacht - auch wenn sich das auf dem Blog hier nicht abbildet, weil ich die Hälfte überhaupt nicht fotografiert habe oder weil ich es nicht gebloggt habe.
Entdeckt habe ich für mich Kauf-Ebooks, da entstand dieses Jahr das ein oder andere Werk..

Gestrickt:

-1 Strickjacke: Damejakka Loppa, meine erster Fairisle-Cardigan. Ich habe dabei gelernt, halbwegs gleichmäßig mehrfarbig zu stricken, zu steeken (also Rundgestricktes aufzuschneiden) und es hat sich wieder bewahrheitet, dass man Dinge, mit denen man nicht zufrieden ist (zu enger Ärmel) wirklich lieber auftrennen sollte
-  2 Babydecken, eine für Valentin, eine fürs Winterkind, die habe ich aber bislang nur zum Teil fotografiert. Teaser gefällig?


- 3 Paar Babyschuhe für Neffen und fürs Winterkind, 2 Paar Kindersocken für die Nichten
- 1 Dreieckstuch fürs Winterkind
- 1 Jacke fürs Winterkind

Noch auf den Nadeln:
- ein zweites Authenticity-Tuch mit handgefärbtem Garn vom Mittelaltermarkt, wird ständig durch dringendere Projekte unterbrochen
- Socken mit Jaquard-Muster aus meinem Weihnachtsgeschenke-Musterbuch

Genäht (evtl. unvollständig):
- 1 Kimono-Jacke, sehr geliebt
- 2 Oberteile: Zum einen Käthe von konfettipattern, aus einem wunderschönen, etwas festeren Schwalbenjersey. Auch wenn für mich die Abnäher eigentlich zu weit oben sitzen (könnte man ja verschieben..), die Passform ist gut, den Kragen mag ich.Im Frühjahr viel getragen, als es noch passte ;).




Zum Anderen eine Frau Karla von fritzi schnittreif - hier waren Stoff und Schnitt evtl. einfach nicht perfekt kompatibel. Der Strickjersey strecht zu wenig, die Ärmel sind schon sehr eng und an der Grenze zu nicht so bequem. Deswegen trotz guter Optik zu wenig getragen..


- 2 Kleider: Frau Fannie, selten getragen, weil ich mit dem Schnitt nicht so arg zufrieden war und eine Mischung aus Else mit Käthe-Kragen. Fertig fotografiert und viel getragen. Wieso habe ich das nicht gebloggt?

Eine gemütliche Else in dunkelgrau-blauem, soo weichem Jersey in der Ballonvariante, Ärmel mit senfgelbem Paspelband, Oberteil von Käthe (s.oben), Kragen auch wieder gelb gefüttert. Schöne Details, die ich sehr mag: Kleiner Snappap-Aufnäher mit gestempelter Schwalbe am Saum (überlebt Maschinenwäsche um Maschinenwäsche) und Taschenverriegelung in Senfgelb :). Auch in der Schwangerschaft gern getragen, inzwischen ist allerdings auch da Schluss, aber es ist ja auch Phase Endspurt..




- 2 Shorts mit Taschen und Jerseybund: einmal Schwalbenshorts aus Stretch-Denim, einmal aus festerem Baumwoll-Leinen mit Äpfeln. Ich find immer noch beide toll, Modell Schwalbe wurde öfter getragen, da der Stretch-Denim halt einfach noch nen Ticken bequemer ist (und der Jerseybund höher geht..)
Einziges Foto, das ich gefunden habe:


- 2 Hosen, 2 x Beinfreiheit - einmal aus Musselin für den Sommer (soo bequem, ist immer noch meine "Jogginghose" der Wahl gerade, also auch SSW39-tauglich. Und eine aus Feincord für den Winter. Mit diesen beiden Hosen und einer gekauften Umstandshose (die aber nicht (mehr) so bequem ist + Röcken/Kleidern bin ich gut durch die ganze Schwangerschaft gekommen, das war recht günstig)

- 2 Röcke. Eine Fjóla ohne Foto - ich mag den Schnitt sehr, aber die Schwangerschaftsvariante finde ich von den Proportionen doch nicht so optimal. Näh ich definitiv mit normaler Figur nochmal! Kein Foto gefunden..
Und: Diesmal gefütterter Basis-Mini als Schwangerschaftsvariante, Bund tiefer gezogen und Schwangerschaftsbund dran aus IKEA-Stoff (oh mein Gott, wie lange hab ich schon keine Klamotten mehr aus Ikeastoffen genäht?




- 3 Babyhosen, 2 Halstücher, 1 Utensilo..
- 1 Patchwork-Tagesdecke fürs Gästebett. Die ist noch nicht lange fertig und verdient einen eigenen Eintrag, ich muss aber irgendwie noch mehr Bilder machen. einen Teaser gibts trotzdem schonmal:


Ich glaub das wars, evtl. hab ich auch Kleinigkeiten vergessen.. insgesamt bin ich ziemlich zufrieden. Ich habe kaum Klamotten gekauft. Von den gekauften Stoffen im Frühjahr habe ich bis auf den sehr festen Canvas und den "doch nicht so meine Farbe/Muster" Jersey alles vernäht. Der Jersey könnte was fürs Kind werden oder ich ringe mich doch mal zu mehr Muster durch. Canvas kann man immer brauchen, wird vermutlich auch ohne den Kombipartner Apfelstoff noch eine Tasche werden..

Ich habe auch schon Pläne fürs neue Jahr - wird sich allerdings zeigen, wie gut Nähmaschine und Kind vereinbar sein werden. Noch kann ich sie nicht umsetzen, da sind so Sachen wie stilltaugliche Kleider oder Blusen dabei und ich hab ja noch keine Ahnung, in welchen Größenregionen ich mich so bewegen werde..

Und wer bis hierher durchgehalten hat, der bekommt ein Stück Schokokuchen ;).

Mittwoch, 23. November 2016

Ballonrock in kuschelig

Letztens bin ich zu ungeahnter Nähproduktivität aufgelaufen. 2 Röcke an einem Nachmittag (quasi so viel, wie das ganze Jahr nicht!). Da können nur einfache Schnittmuster dahinter stehen - aber das ist eigentlich egal, denn schlicht trag ich grad einfach am Liebsten. Rock Nr. 1 ist schnitttechnisch so schlicht (2 Teile, leichte A Form, Gummiband, yeah!), dass ich es kaum wage, ihn hier zu zeigen. Aber der verwendete Stoff ist ein Träumchen,  Merino-Doubleface - wahrscheinlich der teuerste Stoff, den ich jemals verarbeitet habe. Glücklicherweise brauchts für so ein Röckchen nicht so viel. Vor die Kamera geschafft hat ders aber noch nicht.


Aber der zweite immerhin. Resteverwertung, wie ich sie mag. Das Schwesterherz wünschte sich ne Kuschelelse, bekam sie auch. Aus schönem dunkelblauen (nicht so ganz dickem) Sweat. Und aus dem Rest wurde ein Ballonrock für mich.


Ganz schlicht - Bündchen in grau-blau gestreift oben und unten (oben muss ich nochmal abtrennen und enger machen). Die Mehrweite unten auf dem Bündchen verteilen, nähen. Noch eben zwei Eingrifftaschen eingebaut, ein Restchen Ahoi-Webband vernäht und fertig ist der Kuschelrock. Könnte ne Serienproduktion werden.



(Bewegungsfreiheit testen. --> Reichlich!)
Und weils grad passt - hier gehts zum Me Made Mittwoch.
Passt sogar sehr, denn immerhin sind Mütze, Stulpen und Schal auch selbstgestrickt ;). 

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Kurz, schwarz, gut.

So, ich hab auch  mal wieder was für mich genäht. Mit dem Nähen hatte ich es dieses Jahr bislang ja eher nicht so.. das liegt auch daran, dass ich zur Zeit wenig Klamotten "brauche". Neuerdings arbeite ich noch dazu in Einheitsblusen, da braucht man dann gleich noch weniger.

Jetzt im Herbst trage ich aber gern gemusterte Leggins und/oder Overknees bzw. Kniestrümpfe. Und dazu fehlt ein ganz schlichter Rock. Kaum zu glauben, aber wahr, kein schwarzer kurzer Rock im Schrank - das sollte sich ändern lassen.


Als Schnitt habe ich auf den schon bewährten Minirock (hier in blumig) aus Burda 02/2010 zurückgegriffen. Begrenzt originell, aber er sitzt gut und er hat Taschen, außerdem einen Reißverschluss in der hinteren Mitte, den wollte ich diesmal gerne sichtbar einsetzen. So als ganz kleine Auflockerung.
Außerdem habe den Rock nochmal gekürzt und ihm ein Futter gegönnt, damit auch wirklich nichts irgendwohin krabbelt.


Der Reißverschluss hat mir dann doch noch etwas Kopfzerbrechen bereitet - es wäre geschickter gewesen, das hintere Rockteil als ein Teil auszuschneiden und ihn dann mit einem Beleg einzusetzen - so beschrieben auch in meinen Nähbüchern. Ging aber nicht, war schon zugeschnitten. Ich hab dann aber eine Lösung ertüftelt - keine Ahnung, ob das die "richtige" Variante ist.

Dazu habe ich die hintere Mittelnaht bis etwas über den Punkt, an dem der RV enden soll geschlossen und zwar mit 1 cm Nahtzugabe, obwohl ich 1,5 cm zugeschnitten habe. Anschließend von oben (also da wo der Rock noch offen ist) schräg nach unten zum Rand der Nahtzugabe einschneiden, dabei entsteht ein kleines Dreieck, das faltet, bügelt und näht man auf die Nahtzugabe. Durch den Einschnitt kann man jetzt die Nahtzugabe für den Reißverschluss weiter auseinanderbügeln (auf 1,5 cm) und hat damit genau das richtige "Loch" für den Reißverschluss, den man jetzt einfach dahintersetzen kann.
(Bei Bedarf mach ich auch gern noch Fotos, falls sich jemand dafür interessiert).


Mit dem  Ergebnis bin ich ziemlich zufrieden.

Mit dem Komplettergebnis eigentlich auch. Halt ein schwarzer kurzer Rock, aber ich hab wieder was gelernt und mich bemühtz, ziemlich ordentlich zu arbeiten, was mir bis auf eine kleine Sache auch gelungen ist (das Futter ist etwas zu kurz geraten und auf einer Seite hätte es auch etwas länger sein können, Kleinkram). So, und vielleicht bin ich jetzt ja auch wieder motiviert, mal wieder mehr für mich zu nähen. Der Kopf ist zwar voller Ideen, aber eher Richtung Quiltprojekte - immerhin läuft die Nähmaschine überhaupt mal wieder.




Die Fotolocation - das Inseli - und dieses putzige schiefe Haus sind übrigens die neue Heimat.. na fast. Wir leben auf der nicht ganz so hübschen deutschen Rheinseite, aber in die Schweiz ists ja quasi nur ein Katzensprung.

Dienstag, 25. Februar 2014

Tapetenrock

Nähen steht derzeit ja nicht so sehr in erster Reihe bei den Handarbeiten. Letztens fiel mir dann aber auf der Suche nach ganz was anderem aber ein Stoff in die Hände, den ich vor zwei Jahren mal auf dem Stoffmarkt in Fürth erstanden habe. Ein Baumwollstoff von Amy Butler, wild gemustert in türkis-khaki-weiß. Herr Kochfrosch nennt ihn nur Tapete.. ganz absprechen kann man die Assoziation nicht (aber hey - erinnert irgendwie an Sherlocks Tapete. Und Sherlock hat Geschmack. So!)

Schon früh stand fest, dass ein Rock draus werden soll. Dann fiel mir auf, dass man für viele Röcke doch mehr als einen Meter braucht (ich glaub der war teuer und ich war geizig). Also lag er wieder ein paar Monate rum.. so geht das ja nicht weiter.


Also habe ich mich grob an der Anleitung vom Foxgloverock von Natron und Soda, bzw. dem Filtertütenrock von Frau.. äh Mutti orientiert und dachte, das sollte klappen: kurzes Rockteil ohne Schnickschnack, so weit, dass ich ihn über die Hüfte krieg + ein bisschen Komfortzugabe, Hinterntaschen, Jerseybund.
Einen etwas festeren Jersey fand ich auch noch in der Schublade. Nicht perfekt, wie sich später herausstellen sollte.

Der Jersey wird beim Annähen ja ziemlich weit gedehnt - und meiner zog sich leider nicht wieder so eng zusammen, wie von mir gewollt. Jetzt ist der Rock dann doch etwas zu groß (vor allem nach einem Tag Tragen).
Inzwischen hab ich aber gemerkt, dass ich ihn mag, so zu schwarz geht so ein klein bisschen Müsterchen schon. Werde also versuchen minimalinvasiv noch ein breites Gummiband in den Bund einzuziehen und hoffe, damit hat sich die Angst dann erledigt, ihn irgendwann unschicklich zu verlieren ;).



Samstag, 17. November 2012

Rosige Zeiten II

Ich hatte es ja schon angekündigt, dem Rosentäschchen ist ein Rosen-Kleidungsstück vorausgegangen. Ich habe wirklich länger überlegt, ob ich diesen Stoff wirklich kaufen soll - zählen Rosen weder zu meinen Lieblingsblumen, noch hab ich es sonst mit sehr romantischen Motiven. Letztendlich mochte ich aber die Farben, die kleinen Beeren und den Griff so gern, dass ich mir einen guten Meter mitgenommen habe.

Anfangs stand tatsächlich sogar die Idee im Raum, daraus ein Kleid zu machen - habe mich dann aber doch dagegen entschieden, hatte keine wirklich zündende Idee, die mir gefallen hätte. Und auch so war ich beim Schnitt ingesamt wenig kreativ - ich wollte auf keinen Fall etwas zu romantisches. Also: keine Rüschen, keine Bänder mit Schleifchen, am liebsten ganz schlicht. Und so habe ich auf einen ganz einfachen Rockschnitt aus der Burda 02/2010 zurück gegriffen, den ich schon einmal für einen etwas wilder gemusterten Stoff verwendet hatte (Apfelrock aus dem Jahr 2010).

Der kurze Rock hat schräge Hüftpassentaschen, hinten einen nahtverdeckten Reißverschluss und einen kleinen Bund. Sitzt etwas höher als hüftig - evtl. hätte ich ihn noch etwas kürzer machen können. Bin aber insgesamt ganz zufrieden.. bis auf ein klitzekleines Detail. Wer findet den Fehler?

Naa? Gefunden? Ich helf euch. In den ganzen Rosen/Beeren verstecken sich ein paar Vögelchen. Und die müssen leider ihr Dasein auf dem Kopf fristen.. Noch vor dem Zuschneiden habe ich daran gedacht. Und dann trotzdem falsch herum zugeschnitten. Das muss man erstmal schaffen..

Ich mag den etwas "trampeligen" Look zu dem Rock, habe aber schon festgestellt, dass graue Absatzstiefelchen auch ganz gut dazu passen, möchte man es nicht ganz so derb haben. Meine Eltern müssen also keinen Herzinfarkt erleiden, ich trage nicht immer die "hässlichsten Schuhe der Welt" dazu ;).

Donnerstag, 23. August 2012

Nachgereicht: Fotos vom fertigen Rock

Ja endlich! Der Faltenrock aus dem vorletzten Post ist ja schon länger fertig und wurde auch schon fleißig getragen - nun gibts auch Fotos, auf denen man ein bisschen was erkennt, so der Vollständigkeit halber.



Vorne Kellerfalten, hinten glatt, Eingrifftaschen, die dieses Mal sehr ordentlich gelungen sind und ein Reißverschluss hinten, der mir nicht so ordentlich gelungen ist. Gefüttert mit grauem Leopard, Bund, der in der Taille sitzt. Ich glaub, wir mögen uns. Und ein paar Stylingideen für den Herbst hab ich auch schon. Fein!

Schnitt: Leder-Faltenrock aus der Burda 12/2011
Stoff: ca. 1,5 m etwas glänzender, fester Leinen, innen graues Leofutter

Montag, 6. August 2012

Eher so WIP

Ich seh schon, ich muss mich an das Bloggen hier noch ein bisschen gewöhnen. Sachen nähen oder stricken dauert einfach länger als ein Essen kochen, vielleicht sollte ich öfter mal Bilder vom Zwischenstand zeigen, sonst wird die Geschichte hier ganz schön langweilig..

Zwischenstand triffts in Wirlichkeit gar nicht mehr so sehr, die letzten beiden Projekte sind eigentlich fertig, nur noch nicht ordentlich fotografiert. Da brauch ich nämlich einen Fotografen dazu oder ein Stativ, beides ist jedoch nicht zur Hand (Hilfsfotograf außer Haus, Stativ nur auf Wunschliste).

Fange ich mal mit Projekt 1 an: Endlich mal wieder einen Rock nähen. Material habe ich bei Karstadt auf dem Grabbeltisch mitgenommen: Ein Leinenstoff in anthrazit, mit sehr glatter Oberfläche, ein bisschen glänzig. Nur - welcher Rock? Eine kleine Vorauswahl war bald getroffen..


Schon länger auf der "vielleicht mal nähen Liste" war der Kellerfaltenrock aus der November Burda 2011 (aus der war schon der Trenchcoat, sogar aus der gleichen Modereihe), dafür langten auch die zwei Meter Stoff. Für den lässigen Rock mit den Taschen habe ich aber schon mal das Schnittmuster abgepaust. Man weiß ja nie. Würde mir in irgendwas Gebatiktem (Soda ist schuld!!) ganz gut gefallen, habe aber keinen geeigneten Stoff in meinem Vorrat.

Aber zurück zum Projekt Faltenrock. Im Original aus Kunstleder muss ich in der Verarbeitung ein paar Sachen ändern, bei mir wird nichts geklebt. Außerdem hätte ich gerne Gürtelschlaufen. Der Rock sitzt richtig in der Taille und ich hatte mal an einem Mädel ein Outift aus taillenhohem Faltenrock, Ledergürtel und Tanktop gesehen, das mir sehr gut gefallen hatte (fiel mir jetzt wieder ein, hatte es sogar in mein Ideenbüchlein gekritzelt).
Ja, dann wurde zugeschnitten und dann... dann wurde es Sommer und da kann ich nicht so viel drinnen sitzen ;).


Sommer machte letzte Woche aber just am Sonntag etwas Pause, also gings am Nähtisch weiter. Lief soweit auch problemlos, die Anleitung der Nahttschen fand ich erst etwas verwirrend, habe mich aber exakt an diese gehalten und am Ende kamen tadellose Taschen dabei heraus. Dann kam der nahtverdeckte Reißverschluss, den ich im vergangenen Jahr für mich entdeckt habe (war jahrelang der Meinung, ich besäße kein Spezialfüßchen. Ist aber falsch, mein Uraltfüßchen sieht nur anders aus, als ich das erwartet hatte (und die neuen Füße aussehen). Ich brauche aber immer noch eine Step-by-Step-Anleitung, z.B. von Farbenmix (Achtung, bunt ;) ).

Alles gut soweit, nur bei der Anprobe danach zickt der Reißverschluss erst und geht in der Mitte auf, bewegt sich dann gar nicht mehr, bzw springt nach etwas Rumzuppeln meinerseits aus einer Seite ganz raus. Argh!! So viel Mühe. Meine Motivation sinkt erstmal gegen Null ab. Aussicht: Reißverschluss raustrennen, neuen kaufen, neuen einnähen.


Ich kaufe schon mal einen neuen, der Verkäufer meint aber auf meine Frage, ob man das noch irgendwie retten könne, ich solle es ruhig mal versuchen. Einfach unten den Reißverschlussstopper abschneiden, das Band v-förmig einschneiden und versuchen, den Zipper von unten wieder drauzuziehen. Das habe ich dann versucht und mit Hilfe von zwei weiteren Händen hat es auch tatsächlich geklappt.
Damit der Zipper unten nicht rausfallen kann, sichere ich das Ende mit ein paar Hin- und Hernähten. Weil ich der ganzen Gesichte noch nicht so traue und der Reißverschluss durch die Abschneideaktion auch recht knapp geworden ist, fasse ich das Ende noch mit einem Stück Stoff ein. Sieht jetzt sogar ganz annehmbar aus.


Anschließend habe ich noch ein kleines Stückchen Naht direkt am RV aufgetrennt, das war vielleicht etwas sehr nah, vielleicht hat da irgendwas geklemmt. Jetzt lässt er sich jedenfalls leichter öffnen und schließen auch wenn dadurch die Verdeckung an einer Stelle nicht ganz perfekt ist. Verschwindet allerdings unterm Gürtel und wenn ich mir dadurch spare, einen neuen RV einzubauen soll mir das recht sein. Heute kein Perfektionismus.
Noch dazu beginne ich zu zweifeln, ob mir so ein Rock, der wirklich taillenhoch sitzt überhaupt steht.

Heute habe ich dann noch den Rest gemacht: Säume an Oberstoff und Futter, Bund abgesteppt. Anziehen, in den Spiegel gucken - spannender Moment.. doch, ich glaube, wir können Freunde werden.

Teaser: Eher Herbst/Winterstylingvariante im Spiegel, die Sommervariante folgt hoffentlich demnächst.


In diesem Bild findet sich dann auch schon das zweite zuletzte fertig gestellte Projekt. (Ich habe weder Halsschmerzen, noch hat es hier 10°C, ich musst nur grad gucken, wie das dazu aussieht..). Dazu dann demnächst mehr, hoffentlich mit Bild. Und hoffentlich nicht erst im September ;).