Sonntag, 21. April 2013

Eher Murks: Sandrine

Kommen wir zum Posten Nr. 2 der To-Sew-Liste.. das Kleid mit dem asymmetrischen zipfeligen Saum und sichtbarem Reißverschluss, inspiriert durch das Kleid Sandrine, auf dessen Bild ich irgendwo im weiten Netz gestoßen bin.

Das Kleid auf dem Bild hat angeschnittene Ärmel, ich konnte aber beim Durchwühlen meiner gesammelten Burdas (und es sind viele..) keinen Schnitt finden, der irgendwie in die Richtung gepasst hätte. Also habe ich mich an ein schlichtes kurzes A-Linienkleid gehalten: Modell 108 aus Burda 09/2012.

Als Stoff hatte ich mir einen Baumwollchambrey in dunkelblau bestellt. Eigentlich. Das Dunkelblaugrau entpuppte sich eher als Mittelgraublau. Der erste Punkt, an dem ich das Ganze vielleicht hätte überdenken sollen.

Frohen Mutes also an den Zuschnitt und gleich darauf Schreikrampf  #1 - beim Papierschnitt habe ich noch gut mitgedacht und den asymmetrisch verlaufenden Saum bedacht. Leider verließ mich die Aufmerksamkeit beim Zuschneiden im Stoffbruch, so dass ich viel zu viel abgeschnitten habe, um das so hinzukriegen, wie geplant. Ok, wird wohl ein etwas kürzeres Kleid..

Schreikrampf #2 bescherten mir dann diese schrägen, geschwungenen Abnäher - die geben nämlich ganz wunderbare spitze Tütenbrüste. Hm, nicht so mein Fall.


Also habe ich geändert. Und geändert und abegeflacht. Der Rest des Nähens ging dann relativ problemlos.

Nur mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden: Langweilig, auf den Fotos wirfts komische Falten, wobei man die auch glatt streichen könnte, der Saum gefällt mir nicht richtig. (Beim nochmaligen Betrachten des ursprünglichen Bildes ist der Saum auch lang nicht so spitz wie bei mir, das ließe sich natürlich noch ändern, ich weiß nur nicht, ob es sich überhaupt noch lohnt).




Sogar mein werter Freund, der sonst nicht so wahnsinnig viel Meinung zu den Sachen hat, die ich  mache, findets langweilig. Das Kleid hätte ich mir definitiv nicht gekauft, wenn ich es im Laden hätte hängen sehen - und dann geht ja wohl der Sinn von selber nähen verloren.. Kurz nach Fertigstellung war ich jedenfalls ziemlich gefrustet.

Eine Idee wäre, das halbe Kleid in einen Farbeimer mit schwarzer Batikfarbe zu hängen, evtl. würde der Farbverlauf dem Ganzen gut tun? Für weitere Ideen wäre ich dankbar. Ansonsten muss ich mich entscheiden, ob ich den Reißverschluss wieder raustrenne und der Rest Richtung Schuhputzschublade wandert. Vielleicht geb ich dem Kleid aber auch eine Sommersaison lang eine Chance, an Schuhputzlumpen besteht nicht direkt ein akuter Mangel ;).


Sonntag, 24. März 2013

Lila Brise

So, kaum zu glauben, aber das erste Projekt der "To sew-Liste 2013" ist tatsächlich umgesetzt, Arbeitstitel "Lila Brise".

Zur Erinnerung: Geplant war ein lockeres, leichtes Leinenhemdblusenkleid zum über den Bikini werfen oder an der Strandpromenade entlang schlendern (haha, nur in meinen Träumen; Strandpromenade ist weit und breit keine in Sicht..). Schnitt aus Burda 06/2011, Modell 105A.

Beim Durchwühlen meiner Stoffvorräte fand sich noch lila Leinen - die Farbe hätte ich sonst zwar vermutlich nicht unbedingt gewählt, aber er muss ja weg. Eingeplantes Detail, dass ich an einer Tunika gesehen habe und mir gut gefallen hat: Kleine bunte Dreiecke in der Knopfblendennaht mitfassen, die mich an Wimpelketten erinnern. (Und die wiederum an Boote. Und die an Wind. Und daher der Name des Kleids. ;) ).

Schon kurz nach dem Zuschnitt dann "Oh Mist#1": Ich habe den Zuschnittplan nicht richtig gelesen, das Rückenteil hätte eigentlich nicht im Bruch zugeschnitten gehört, da wäre eine Rückennaht geplant gewesen. Nagut, die wird gestrichen. Dann liefs erstmal ganz gut.

Die Wimpeldreiecke habe ich aus buntem Schrägband gefaltet, geheftet und so beim Annähen der Blende mitgefasst. Danach waren die Dreiecke dann doch deutlich kleiner als gedacht und v.a. auch weiter auseinander. Also die Naht an einigen Stellen nochmal aufgetrennt und weitere Dreiecke reingeschoben, drüber genäht. Den Pfusch bemerkt keiner!

Ich habe noch kaum Knopflochblenden genäht, also habe ich mich bemüht, und wirklich alles nach Anleitung gemacht. Geheftet, gebügelt, genäht. So langsam habe ich akzeptiert, dass das wirklich sinnvoll ist ;)..  zwischendurch sank dann die Motivation, denn irgendwie.. fällt der Stoff nicht so, wie ich mir das vorstelle. Der Schnitt ist unten ja ziemlich eng, ich komme zwar ordentlich rein, aber richtig optimal zufrieden bin ich nicht. (Kennt ihr, oder? Wenn das Projekt schon während des Entstehens nicht so wird, wie man sich das vorstellt schwindet die Motivation leider ziemlich)

Ich habs dann trotzdem fertig gemacht, war ja doch schon recht weit gekommen. Habe zum ersten Mal ordentliche Manschettenblenden fabriziert (einmal sehr ordentlich, einmal fast ordentlich). Und dann kamen die Knopflöcher. Habe natürlich ein Probeknopfloch genäht, passt. Um dann alle Knopflöcher strunzdumm 0,5 cm kleiner zu nähen als das Probeknopfloch. Schreikrampf #2.

Passt. Nicht.
Lösungsvariante 1: Ich kaufe kleinere Knöpfe. Problem: Die gekauften Knöpfe passten optisch super, außerdem wollte ich nicht unbedingt nochmal Geld für dieses Solala-Projekt ausgeben.
Variante 2: "Nur Mut" - den unteren Steg auftrennen und die Knopflächer nochmal um 0,5 cm verlängern. Für diese Option habe ich mich dann entschieden und es hat erstaunlich gut geklappt. Wenn die Knöpfe geschlossen sind, fällt das gar nicht auf.

In der bislang einzigen frühlingshaften Woche dieses Jahr hatte ich praktischerweise Urlaub und war für ein paar Tage bei meinen Eltern. Was für ein Luxus, mit einer Decke in der offenen Balkontür zu sitzen und sonnenbeschienen Knöpfe anzunähen - eine Arbeit, die ich sonst gar nicht so sehr mag.. Nettes Detail: das Kleid bekommt zwei Knöpfe mehr als Löcher, die ziehen sich praktich noch etwas die Leiste hoch.

Dann wurde es wieder kalt und das Kleid wanderte erstmal in den Schrank. Da aber derzeit wenig Hoffnung auf baldige Besserung besteht, habe ich mich heute doch mal an Fotos gewagt - ich denke man erkennt wenigstens ein bisschen was.

Insgesamt bin ich doch froh, dass Kleid fertig genäht zu haben. über Leggins und mit einem dünnen Gürtel etwas locker geschoppt macht sichs bestimmt ganz gut für einen Stadtspaziergang.
Für meinen Geschmack hätte das Kleid etwas weiter und damit bequemer sein können, vielleicht liegts auch an meinem Stoff, der fällt nicht so schön weich, gerade im Bereich der Saumblende ist das doch ganz schön steif.
Dafür bin ich mit den Details wie Knopflochblende und den Taschen ganz zufrieden - wird sich zeigen, wie oft ich das Kleid dann tragen werde. Wenn der Frühling dann mal kommt. Irgendwann.

Einmal an der Puppe, die hat zwar meine Maße, aber irgendwie sitzt das Kleid an lebendiger Person doch besser. Das Puppenbild ist aber heller, daher trotzdem mit von der Partie.


Dienstag, 5. März 2013

Cholecalciferol*

Was lange währt und so.. der Frühling kommt, die Sonne kommt - mein Vitamin D Jäckchen ist fertig. Was hab ich mich gefreut! Begonnen Ende Dezember, mit längeren Strickpausen (weiß auch nicht so genau, war immer was los) und viel viel Auftrennen. Das lag nicht an der Anleitung, die war ganz wunderbar und einfach geschrieben, aber richtig Lesen sollte man sie halt auch.

Ich war mir anfangs ob der Farbe nicht wirklich sicher, aber mit dem Endergebnis bin ich mehr als zufrieden. Da muss man ja einfach gute Laune kriegen. Das Garn (Madelinetosh Merino Light) ließ sich sehr gut verstricken und die Knäule passten farblich gut zusammen, so dass der Knäuelwechsel überhaupt nicht auffällt.
Ich bin ganz begeistert bisher - die Jacke fällt schön, passt an der Schulterpartie sehr gut, der Rand kraus rechte Maschen sieht schön aus, sie ist insgesamt recht leicht, aber doch kuschelig. Jaa, die soll mich begleiten!

Genug geredet, lasst Bilder sprechen - ich bin gerade auf Heimaturlaub im Bayerwald, also war Mama so nett und hat den Part der Fotografin übernommen (nachdem sie mich ja schon so hilfreich bei der Farbwahl beraten hatte).





.Fakten
Strickmuster:  Vitamin D von Heidi Kirrmaier (ravelry Link)
Garn: ca. 2,5 Knäuel Madelinetosh Merino Light in der Farbe Gilded
Nadeln: Rundstricknadel 80 cm mit 3.5 Spitzen, die Ränder sind mit 3.25 gestrickt
Zeit: gut 2 Monate, mit Pausen ;)

*Cholecalciferol = Vitamin D3

Sonntag, 3. Februar 2013

To sew

Jetzt ist schon wieder der erste Monat rum, und ich hab mich hier noch gar nicht gerührt. Meine handarbeitlichen Kräfte sind derzeit mal wieder stricktechnisch gebunden: Um Weihnachten rum habe ich mit Vitamin D begonnen, einer offenen, zipfeligen Strickjacke aus Sockengarn (Madelinetosh Tosh Merino light). Die Jacke stand schon länger auf dem Plan und nach dem Weihnachtsprojekt war wieder Platz auf den Nadeln.

Meine Mutter war so nett und hat mich per Messenger bei der Farbwahl beraten und wir haben uns für .. jaa, wirklich .. für gelb entschieden. Ein sehr warmer Gelbton mit Ausrutschern ins Orange/Curry - ich mag die Farbe ja total, war mir aber nicht so sicher, ob ich es wirklich wagen soll. Naja, jetzt wag ichs halt.

Ich habe bei der Jacke schon zwei Mal ziemlich viel zurückgestrickt/aufgetrennt, allerdings aus purer Schusseligkeit meinerseits, das Strickmuster ist sehr gut und übersichtlich geschrieben. Inzwischen ist auch eindeutig ein Ende in Sicht.


So langsam wächst auch die Nählust wieder in mir, da hatte und habe ich ja letztens doch große Aussetzer gehabt. Doch ich habe in letzter Zeit wieder mehr Burdas durchgeblättert, mich dazu durch Pins bei Pinterest geklickt und so formt sich allmählich der ein oder andere Gedanken zu Teinen meiner potentiellen Frühjahrs/Frühsommergarderobe.

Das ist bei mir immer etwas schwierig - zum einen möchte ich gerne auch mal was Neues ausprobieren, zum Anderen weiß man natürlich nie, obs einem dann steht, ob mans wirklich anzieht.. und dann bleibt man doch bei Altbekanntem. Aber ich habe diesmal beschlossen: Nur Mut - einfach mal probieren. Und weil wir schon bei Neuerungen sind, habe ich diesmal dann tatsächlich mal grob Nähideen gepinnt, skizziert und auch den jeweiligen Stoffbedarf dazu notiert.

Gestern dann der Blick in meine Stoffkommode. Da schau ich gar nicht gern rein, denn sie ist voll. So voll, dass ich die Schubladen kaum aufbekomme. Und doch ist wenig bis gar nichts brauchbares darin. Oft nur Restestücke, oder Sachen im Bereich 0,5 - 1 m, Stoffe, die ich mir zur Zeit überhaupt nicht vorstellen kann etc. Nicht sehr hilfreich.. ich befürchte, irgendwann muss ich das Ding mal richtig ausmisten. Mit einer Schublade habe ich gestern schon angefangen - es wird Zeit, dass ich mich dem Patchworken annehme, vielleicht würde ich da noch einen Teil unterbringen.

Egal, ich habs also trotzdem getan - Stoffe bestellt. Und zwar hier, bei Stoff und Stil, ich bin mal sehr gespannt, wie die Lieferung aussieht. Ich war auch noch relativ brav, habe nur Sachen für konkrete Projekte bestellt, alles andere wurde wieder gestrichen, inkl. diesem Jersey hier - ich finde die Farbe und das Muster ganz gut, aber Polyester-Jersey fühlt sich manchmal halt auch ganz furchtbar an. Er schwebte mir übrigens für diesen Rock vor (nur bodenlang) - das wäre schonmal eine 1. "neue Silhouette". Jetzt guck ich erstmal, ob ich nicht noch was anderes finde. Sonst bestell ich halt nochmal.


Jetzt aber zu den konkreten Ideen - ich bin ja mal sehr gespannt, was und wieviel ich dann tasächlich umsetze:

1. Lockeres Hemdblusenkleid aus Leinen
Schnitt von Burda, locker-lässig über Leggins, mit dünnem Gürtel oder ohne. Und falls ich dieses Jahr doch noch ans Meer kommen sollte (haha, ich glaubs nicht wirklich) auch sehr lässig über den Bikini.
Stoffidee: lila-graues Leinen, habe ich noch 2 m in der Kommode gefunden.
Evtl. mit diesem netten Ausschnittdetail kombinieren - diese bunten Zähnchen gefallen mir gut!

2. Sandrine
Steht schon über ein Jahr auf einem meiner Pinterestboards, doch hatte ich die auch lange gar nicht mehr angeguckt. Jetzt gesehen - und wieder verliebt. Ganz schlichtes Kleid in A-Form mit kurzen Ärmeln und asymmetrischem Saum. Dazu ein sichtbarer Metallzipper am Rücken.
Das Originalkleid hat angeschnittene Ärmel, leider habe ich kein passendes Schnittmuster gefunden, also werdens wohl ganz "normale" Ärmel bei mir werden. Ich denke, ich versuch mich mal an diesem Schnittmuster hier - in etwas ausgestellter und geändertem Saum.
Stoff: Dunkelblauer Baummwollchambrey (was auch immer das sein mag) - ist bestellt.

3. Lässiges Shirtkleid
Beim ersten Mal gleich überblättert, beim zweiten Mal (auf der Suche nach den angeschnittenen Ärmeln) hängengeblieben. Vielleicht doch ein nettes Sommerkleidchen? Ich werds mal versuchen, vermutlich in schwarzem Viskosejersey, falls der zu labberig sein sollte, geh ich weitersuchen. Und nein, Pink ist keine Option ;).

Und dann wären da noch oben erwähnter langer Rock, ganz evtl. eine Amanda-Bluse, ein Rock aus dem ewig (und zu wenig) gekauften Amy Butler Stoff (im Foto oben links zu sehen), den Marc furchtbar findet und mich ein wenig an Tapete bei Sherlock erinnert, ein Tulpenrock mit Falten, Flatterwesten (den Stoff dafür habe ich heute aber erstmal noch im Shop gelassen..) und und und. Auf einmal habe ich wieder ganz viel Lust auf Nähen. Nur gar nicht so viel Zeit.

Bin mal gespannt, wieviel ich davon tatsächlich umsetzen werde.
Und fertig ist der Labberpost. Das war also der Einblick in Kathis grobe Nähplanung. Aus die Maus.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Das war 2012.


Viel Gestrickt:
5 Tücher/Schals
2 Mützen
1 Paar Stulpen
1 Kleid
1 Babyschuhe
1 Würfelbeutel

Eher wenig genäht:
3 Taschen (1x ohne Bild)
2 Röcke
2 Kissenhüllen
1 Mantel
1 Hose
1 Drachen
1 Überwurf-Westen-Dings
Bestecktaschen

Angefangen eine Stoff- und Wollbilanz zu führen, Versuch fehlgeschlagen.
Geschätzt:
Etwas weniger Stoff im Vorrat, bis auf einen Stoffeinkauf den gekauften Stoff sofort wieder verarbeitet.
Mehr Wolle im Vorrat (der komplette Vorrat von Dye for Yarn ist noch nicht angerührt), bis auf diesen einen Kauf habe ich allerdings die Wolle immer für ein bestimmtes Projekt gekauft, verbraucht und es blieben nur Reste.

Plan für 2013:
Häkeln lernen.
Wieder etwas mehr nähen.
Endlich lernen, wie ich sicher und ordentlich Strick auftrennen kann, so dass ich nicht alles mühsam zurückstricken muss ;). Sonst - weiter so :).




Donnerstag, 27. Dezember 2012

Geschenke handgemacht #2: Christmas Blue

Und es folgt das Weihnachtsgeschenk Nr. 2, diesmal für meine Mutter. Die Entscheidung, etwas für sie zu stricken fiel relativ spät, d.h. gegen Ende November.

Daher habe ich mich für ein Strickmuster entschieden, dass ich schon kannte und dessen Dauer ich einigermaßen einschätzen konnte. Die Wahl fiel schließlich auf Simmer Dim von Gudrun Johnston, das ich auch schon für mich gestrickt habe.
Beim Garn habe ich mich einmal mehr für das Sockengarn von Malabrigo entschieden, da weiß ich, dass es sich gut anfühlt und die Farben wirklich schön sind. Nur mit der Verfügbarkeit ist das so eine Sache.. bei Jules Wollshop wurde ich dann aber fündig und ein Strang in der Farbe Cote d'Azure wanderte in meinen Einkaufskorb. Wunderschöne tiefe Blautöne, nicht zu stark meliert, passt für das Projekt (und Meeresfan Mama) perfekt.


Dann war ich fleißig und habe in ca. 2 Wochen das Tuch fertig gestrickt, lief problemlos, das Endergebnis ist sehr leicht (das Knäuel ist gerade mal 1/2 - 2/3 aufgebraucht) und es wirkt insgesamt noch etwas feiner und leichter als meine rote Variante aus Wollmeise-Garn.


Glücklicherweise gefällt meiner Mutter das Tuch - es steht ihr perfekt und ich hoffe, es wird sie im nächsten Jahr viel begleiten.



Strickmuster: Simmer Dim von Gudrun Johnston
Garn: ca. 2/3 Strang Malabrigo Sock (100% Merino) in der Farbe Cote d'Azure
Nadeln: Rundstricknadel mit 4 und 5.5 mm Nadelspitzen
Gestrickt in: ca. 2 Wochen (abends 1, 2 Stunden)

Dienstag, 25. Dezember 2012

Geschenke handgemacht #1: Tetris was my first Love

(*dim-dirümdü-dim-dirümdü-dim..* <-- Hier bitte die passende Tetrismusik einsetzen!)

Ich liebe es, wenn ich selbstgemachte Dinge verschenken kann. Leider passt es nicht immer, oder mir fällt nicht das Richtige ein, aber manchmal - da klappts.

So ist meine Schwester vor kurzem in eine neue Wohnung gezogen, also wollte ich ihr gerne etwas dafür nähen. Die Wahl fiel dann schließlich auf Sofakissen - problemlos in der Herstellung und gut zu verzieren. Wir waren früher wahre Tetris-Fans und konnten stundenlang auf den Gameboys unserer Eltern (jaha, geschickte Erziehungsmethode - so war die Hoheit übers Gerät immer in deren Händen ;) ), verkabelt gegeneinander im Klötzchenabbauwettbewerb antreten.

Als erstes - die Stofffrage. Ich steh derzeit ziemlich auf die Kombi von Rot und Grau, das schien mir auch ganz passend zu sein. Sofa gabs noch keins, danach konnte ich mich also nicht richten. Musste hoffen, dass sie sich kein grünes Sofa kaufen würde ;).
Glücklicherweise gab die Stoffkommode auch ganz nette Stoffe für die Bausteine her - nur den grauen Basisstoff musste ich neu kaufen.
Bei der Herstellung habe ich zum ersten Mal in meinem Leben mit doppelseitig klebender Bügelfolie gearbeitet. Spannend.
.. beim Applizieren aber wirklich ganz hilfreich, da wenig verrutscht. Auf der Verpackung stand etwas von "nach Belieben noch absteppen" - das kann man getrost durch "unbedingt absteppen" ersetzen. Schon nach ein paar Mal Knicken fallen die Stoffteile nämlich sonst wieder ab.
Anfangs war ich nicht so zufrieden mit den Kissen. Mich störte, dass die Teile weder alle richtig ordentlich direkt aneinander abschließen, noch überall etwas Abstand ist. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob ich nicht die Tetrisbausteine auf einem schwarzen Grund hätte setzen sollen..? Zu spät. Und nach einem Monat in der Tüte und Füllung.. war ich dann doch sehr zufrieden.


Kurz vor Weihnachten sah ich dann auch die ersten Fotos von der Wohung.. mit schwarzem Sofa. Perfekt!