Montag, 6. August 2012

Eher so WIP

Ich seh schon, ich muss mich an das Bloggen hier noch ein bisschen gewöhnen. Sachen nähen oder stricken dauert einfach länger als ein Essen kochen, vielleicht sollte ich öfter mal Bilder vom Zwischenstand zeigen, sonst wird die Geschichte hier ganz schön langweilig..

Zwischenstand triffts in Wirlichkeit gar nicht mehr so sehr, die letzten beiden Projekte sind eigentlich fertig, nur noch nicht ordentlich fotografiert. Da brauch ich nämlich einen Fotografen dazu oder ein Stativ, beides ist jedoch nicht zur Hand (Hilfsfotograf außer Haus, Stativ nur auf Wunschliste).

Fange ich mal mit Projekt 1 an: Endlich mal wieder einen Rock nähen. Material habe ich bei Karstadt auf dem Grabbeltisch mitgenommen: Ein Leinenstoff in anthrazit, mit sehr glatter Oberfläche, ein bisschen glänzig. Nur - welcher Rock? Eine kleine Vorauswahl war bald getroffen..


Schon länger auf der "vielleicht mal nähen Liste" war der Kellerfaltenrock aus der November Burda 2011 (aus der war schon der Trenchcoat, sogar aus der gleichen Modereihe), dafür langten auch die zwei Meter Stoff. Für den lässigen Rock mit den Taschen habe ich aber schon mal das Schnittmuster abgepaust. Man weiß ja nie. Würde mir in irgendwas Gebatiktem (Soda ist schuld!!) ganz gut gefallen, habe aber keinen geeigneten Stoff in meinem Vorrat.

Aber zurück zum Projekt Faltenrock. Im Original aus Kunstleder muss ich in der Verarbeitung ein paar Sachen ändern, bei mir wird nichts geklebt. Außerdem hätte ich gerne Gürtelschlaufen. Der Rock sitzt richtig in der Taille und ich hatte mal an einem Mädel ein Outift aus taillenhohem Faltenrock, Ledergürtel und Tanktop gesehen, das mir sehr gut gefallen hatte (fiel mir jetzt wieder ein, hatte es sogar in mein Ideenbüchlein gekritzelt).
Ja, dann wurde zugeschnitten und dann... dann wurde es Sommer und da kann ich nicht so viel drinnen sitzen ;).


Sommer machte letzte Woche aber just am Sonntag etwas Pause, also gings am Nähtisch weiter. Lief soweit auch problemlos, die Anleitung der Nahttschen fand ich erst etwas verwirrend, habe mich aber exakt an diese gehalten und am Ende kamen tadellose Taschen dabei heraus. Dann kam der nahtverdeckte Reißverschluss, den ich im vergangenen Jahr für mich entdeckt habe (war jahrelang der Meinung, ich besäße kein Spezialfüßchen. Ist aber falsch, mein Uraltfüßchen sieht nur anders aus, als ich das erwartet hatte (und die neuen Füße aussehen). Ich brauche aber immer noch eine Step-by-Step-Anleitung, z.B. von Farbenmix (Achtung, bunt ;) ).

Alles gut soweit, nur bei der Anprobe danach zickt der Reißverschluss erst und geht in der Mitte auf, bewegt sich dann gar nicht mehr, bzw springt nach etwas Rumzuppeln meinerseits aus einer Seite ganz raus. Argh!! So viel Mühe. Meine Motivation sinkt erstmal gegen Null ab. Aussicht: Reißverschluss raustrennen, neuen kaufen, neuen einnähen.


Ich kaufe schon mal einen neuen, der Verkäufer meint aber auf meine Frage, ob man das noch irgendwie retten könne, ich solle es ruhig mal versuchen. Einfach unten den Reißverschlussstopper abschneiden, das Band v-förmig einschneiden und versuchen, den Zipper von unten wieder drauzuziehen. Das habe ich dann versucht und mit Hilfe von zwei weiteren Händen hat es auch tatsächlich geklappt.
Damit der Zipper unten nicht rausfallen kann, sichere ich das Ende mit ein paar Hin- und Hernähten. Weil ich der ganzen Gesichte noch nicht so traue und der Reißverschluss durch die Abschneideaktion auch recht knapp geworden ist, fasse ich das Ende noch mit einem Stück Stoff ein. Sieht jetzt sogar ganz annehmbar aus.


Anschließend habe ich noch ein kleines Stückchen Naht direkt am RV aufgetrennt, das war vielleicht etwas sehr nah, vielleicht hat da irgendwas geklemmt. Jetzt lässt er sich jedenfalls leichter öffnen und schließen auch wenn dadurch die Verdeckung an einer Stelle nicht ganz perfekt ist. Verschwindet allerdings unterm Gürtel und wenn ich mir dadurch spare, einen neuen RV einzubauen soll mir das recht sein. Heute kein Perfektionismus.
Noch dazu beginne ich zu zweifeln, ob mir so ein Rock, der wirklich taillenhoch sitzt überhaupt steht.

Heute habe ich dann noch den Rest gemacht: Säume an Oberstoff und Futter, Bund abgesteppt. Anziehen, in den Spiegel gucken - spannender Moment.. doch, ich glaube, wir können Freunde werden.

Teaser: Eher Herbst/Winterstylingvariante im Spiegel, die Sommervariante folgt hoffentlich demnächst.


In diesem Bild findet sich dann auch schon das zweite zuletzte fertig gestellte Projekt. (Ich habe weder Halsschmerzen, noch hat es hier 10°C, ich musst nur grad gucken, wie das dazu aussieht..). Dazu dann demnächst mehr, hoffentlich mit Bild. Und hoffentlich nicht erst im September ;).

Sonntag, 1. Juli 2012

Hochzeitsdrache

Gestern haben sehr gute Freunde von uns geheiratet und wünschten sich etwas finanzielle Unterstützung zum Start ins Eheglück. Da die beiden begeisterte Live-Rollenspieler sind, haben wir unseren Goldschatz in eine Geldkassette verpackt - sah schon ganz nett aus. Dann fiel mein Blick am Mittwoch auf den Stoffdrachen, den ich vor fast 6 Jahren mal Marc genäht hatte und dachte - der würde sich bestimmt noch gut als Bewacher machen.. Wir praktisch, dass ich Donnerstag außerplanmäßig frei hatte, so konnte ich gleich loslegen.

Material (ein Rest grüner Pannesamt, etwas schwarzes Moosgummi) war alles noch vorhanden, nur neue Augen musste ich besorgen.

Das Schnittmuster für den Schulterdrachen stammte von einer Userin aus dem Natron und Soda Forum. Ich war ja der festen Überzeugung, es auf der Page bei den Anleitungen zu finden, war aber nicht erfolgreich, muss wohl damals nur so durchs Forum gegangen sein. Glücklicherweise hatte ich aber den Schnitt noch, sowie den "alten" Drachen als Anschaungsmodell.

Neu & Alt.

Den Kopf und die Füße habe ich mit Füllwatte ausgestopft, der restliche Körper ist mit Milchreis befüllt, so sitzt/liegt der Kleine recht stabil. Schwanz ist diesmal etwas kurz geraten und auch der Kopf sieht etwas merkwürdig aus.. aber es gibt bestimmt ganz viel verschiedene Drachenrassen ;).

Er ist auch ganz pünktlich fertig geworden und wurde gestern samt Schriftrolle mit guten Glückwünschen auf einer wunderschönen Feier überreicht. Alles Gute liebe Nici und lieber Andy!


Montag, 11. Juni 2012

Go-Tasche

Oh, ich habe wirklich lang überlegt, aber ich werde auf alle schlechten Wortwitze mit dem Wörtchen go verzichten.

Herr Kochfrosch interessiert sich sehr für das asiatische Strategiespiel Go (ursprünglich wohl aus China wird es heute v.a. in Korea und Japan gespielt) und so sind wir inzwischen in Besitz eines Bretts und Steinen. Der Transport des Bretts war allerdings recht aufwändig und auch so schreit das arme Holzbrett nach etwas Schutz vor Staub und Sonnenlicht. Wir praktisch, dass ein Geburtstag vor der Tür stand.


Also habe ich eine einfache Umhängetasche genäht, gepolstert mit einer Lage Fleece und gefüttert mit sehr stabilem Blätterstoff vom schwedischen Möbelhaus. Ich habe die Dicke meines Polsters fast etwas unterschätzt - das Brett geht jetzt gerade noch so in die Tasche, etwas mehr Luft hätte sicher nicht geschadet.
Verschlossen wird die Tasche ganz einfach mit Klettverschluss. Sie ist jetzt auch nicht unbedingt zum ewigen Herumtragen gedacht, aber so lässt sich das Brett jetzt geschützt im Auto oder auch mal über kürzere Strecken zu Fuß gut transportieren. Um das Ganze etwas aufzuhübschen hat die Tasche auf dem Überlapp noch eine kleine Verzierung bekommen - Linien sind gestencilt, die "Steine" appliziert.


Der Beschenkte hat sich sehr gefreut und meine Stoffkommode ist um ca. 2 m Stoff ärmer. Erfolg für beide Seiten ;).

Montag, 4. Juni 2012

Summer Dim

Und auch hier gehts wieder weiter. Der Mai war handarbeitstechnisch nicht sonderlich aktiv, ein Geheimprojekt nahm seinen Anfang und ich habe endlich mein rotes Tuch aus Meisenwolle fertiggestellt. Die Wollmeise vertreibt selbstgefärbtes Garn, mit dem gefühlt alle deutschen (und viele nicht-deutschen) Raveler stricken.

Der Einkauf ist kompliziert, ich glaube einmal die Woche werden die Onlineregale gefüllt, ein Heer von Hausfrauen oder am PC-arbeitenden Menschen sitzt vor dem Rechner und klickt diese innerhalb 5 Minuten wieder leer. Einfacher: Ein Besuch in Pfaffenhofen an der Ilm im Laden, der an bestimmten Wochenenden seine Pforten öffnet und Stricksüchtige aus ganz Deutschland empfängt. Ich selbst war noch nicht dort, aber Marit war so nett und hat mir einen Strang Sockenwolle in der Farbe Granat mitgebracht.

Dann habe ich relativ lange überlegt, was ich damit anstelle, die Wahl fiel letztlich auf ein Tuch, genauer gesagt "Simmer Dim" von  Gurdrun Johnston. Bei mir war schnell klar, ich würde länger brauchen um es zu stricken, also wurde gleich Summer Dim draus ;).

Das Strickmuster ist nicht kompliziert, ich habe zwar einmal ziemlich viel wieder aufgetrennt, bin mir aber gar nicht sicher, ob es wirklich ein Fehler war. Durch bestimmte Zunahmen sehen einige Maschen einfach anders aus als andere. Als sie nach Autrennen und wieder hochstricken immer noch da waren, habe ich sie ignoriert. (Kann man auf dem ersten Foto auch sehen)
Irgendwie kam ich in letzter Zeit sehr sehr wenig zum Stricken, daher hat die Fertigstellung bei mir ca. 2 Monate gedauert.. Äh, Geübte stricken das vermutlich an zwei, drei Tagen ;).



Gelohnt hat es sich auf alle Fälle, durch den garter stitch kommt die Farbe gut raus (anfangs hatte ich etwas Bedenken, es könnte zu wild sein), und die Zickzack-Borte mit Picot-Abschluss (wieder was gelernt) sind mal was anderes. Hat Spaß gemacht - könnte ich mir auch gut als Geschenk vorstellen.

Anleitung: Simmer Dim von Gudrun Johnston
Wolle: ca. 2/3 Strang 100% Merino superwash von Wollmeise in Granat, 63 g sind noch übrig - wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das Tuch noch etwas größer gemacht. Ich konnte aber nicht abschätzen, wieviel Wolle der Abschluss benötigt.
Nadeln: 4mm und 6mm Rundstricknadeln von Knitpicks (die auswechselbaren Nadelspitzen sind hier sehr praktisch, denn es werden immer mal wieder Nadelstärken gewechselt)




Sonntag, 29. April 2012

Schlumpumper, die Dritte

Schlumpumperhose, die: Saubequeme Hose mit tiefem Schritt. Langem oder kurzem Bein. Aus Leinen, Jersey, was auch immer. Andere nennen sie auch Sarouel/Haremshose/hässlichstes Ding der Welt. Für mich: Schlumpumper. Fragt nicht, wie ich darauf kam.

Wie ich auf die Art von Hosen kam weiß ich allerdings noch allzugut. Es war ein Frankreichurlaub, irgendwo am Atlantik, irgendein Surferort. Ich war etwa 12 und kam in diesen Ethnoladen und verliebte mich in eine knallrote Hose, deren Schritt irgendwo zwischen den Knöcheln hing. Meine Mutter bestärkte mich sehr darin, mein Taschengeld in diese Hose zu investieren. Ich tats. Und traute mich nicht damit aus dem Haus. Erst Jahre später habe ich sie wenigstens als Feierabendhose benutzt. Und noch ein Jahr später, trug plötzlich alle Welt trugen schon ein paar mehr Leute Sarouelhosen. Also habe ich den Schnitt grob abgenommen und mir eine schwarze mit Jerseybund genäht, die liebe ich heiß und innig. Als nächsts folgte eine Variante nach Burdaschnitt aus Leinen, inspieriert von Natron & Sodas Variante und für dieses Jahr habe ich mir ein neues Burdamodell vorgenommen. Stammt aus dem Jahr 2010, Juli Ausgabe (vermutlich sind trägt man die Teile dieses Jahr gar nicht mehr, ist mir aber eigentlich auch egal, ich bin da nicht so auf dem Laufenden).

Zutaten: 1,7 m grauer Jersey in mitteldick, ein Restchen Jersey für den Innenbund, ein bisschen Vlieseline G785, zwei Knöpfe, Nähgarn. Bis auf die 1,7m war alles vorhanden - Kostenpunkt also unter 10 Euro. Kann man nicht meckern.

Erste Schwierigkeit beim Zuschnitt: Auf dem Stoff lässt sich rein gar nichts anzeichnen, meine Markierungen waren also alle eher pi mal Daumen. Faszinierenderweise hat trotzdem alles aufeinandergepasst.

Änderungen: Ich habe mich relativ kurz entschlossen dazu entschieden, den inneren Bund aus einem gemusterten Jersey zu machen, den ich noch da hatte, stellte ich mir hübsch vor (und ist auch hübsch geworden). Außerdem kam mir unterm Nähen noch die Idee, in die eine Seite ohne Überlapp eine Nahttasche einzubauen. Hosen ohne Taschen mag ich nämlich eigentlich gar nicht. Hier ist ein schönes Videotutorial dazu, blendet man mal die Stimmen aus (im Notfall: Ton abdrehen!). Wenn man es auch wirklich anguckt und nicht schonmal losnäht, näht man bestimmt auch die Tasche aufs erste Mal richtig herum an..
Sehr ordentlich, nur etwas höher säße sie besser, hab da den Bund nicht richtig mit eingerechnet.
Eigentlich sollte der Bund auch oben und unten nochmal abgesteppt werden - ich habe nach zwei Versuchen darauf verzichtet, da meine Maschine und Jersey nicht die allerbesten Freunde sind. Trotz Bügeln und Heften verzog sich alles sehr unschön. Also habe ich den Innenbund von Hand angenäht, und zwar exakt in der Nahtlinie Bund-Hose. Vorbild: Eindeutig Natron mit ihrem "Innenschön"-Tick. Nicht, dass irgendjemand den Innenbund sehen würde... Dann noch eine Knopfentscheidung treffen (schwierig schwierig, dabei sieht den keiner!).

Dann war die Hose aber eigentlich recht schnell fertig, wenn man den Bund nicht von Hand annäht (dauerte bei mir eine Folge Topfmodell). Und sie ist soo bequem. Leider gab es noch ein kleines Missverständnis zwischen Burda und mir. Und zwar schrieb sie man solle die Gürtelschlaufen 5 und 20 cm von der Seitennaht entfernt annähen. Wenn man das so macht, hat man am Ende eine Gürtelschlaufe mitten auf dem Bauch --> häh?? Vermutlich wäre 5 cm und 25 cm bzw. 20 cm von der ersten Gürtelschlaufe gemeint gewesen - der Jersey mag nicht so gern aufgetrennt werden und ich mochte den Bund nicht wieder trennen und überhaupt... trag ich meine Tops sowieso darüber. Also - ignorieren. Aber sollte ich die Hose nochmal nähen (was ich mir durchaus vorstellen könnte), dann werde ich das definitiv ändern.

Gestern war es sogar noch warm genug, sie nach dem Arbeiten anzuziehen! Vorhang auf für Bleichi! Mit Feierabendbier ;)
Und hier sieht man die etwas unglückliche Stelle der Gürtelschlaufe. Irgendwie gehört das anders ;).
Vielleicht sollte man auch die Hose nochmal bügeln.. Vielleicht.
Und jetzt alle die Daumen drücken, dass es in zwei Wochen in der Hauptstadt im Südwesten Europas schön warm ist, dann darf Schlumpumper Stadtluft schnuppern!

Montag, 23. April 2012

Stoffkauf April 2012

Eigentlich war ich ja nur auf der Suche nach einem geeigneten Jersey für die (Arbeitstitel:) "Schlumpumperhose Nr. 3" aka Sarouel/Haremsverschnitt, wie auch immer. Dieses Modell aus der schon etwas älteren Burda 07/2010 soll es diesmal werden.
In meinem Vorrat befand sich noch etwas Jersey in ganz tollem dunkelgrau, leider aber zu wenig. Bei Karstadt gab es fast nur Plastikjersey (bäh), jedenfalls nichts was farblich in Frage gekommen wäre - nicht mal schwarz war da!

Also habe ich die Gelegenheit eines Heimatbesuchs genutzt und mal wieder meinen früheren Lieblingsstoffladen aufgesucht: Stoffhaus Tippel in Deggendorf. Da wurde ich dann auch fündig, zwar kein dunkelgrau, dafür wanderte aber ein hübscher sand-grau-brauner Jersey in den Korb, der einigermaßen die richtige Dicke hat. Anfangs fand ich ihn fast etwas dünn, nach dem Waschen fand ich ihn dann aber sehr ok ;).
Und weil die Auswahl groß und die Preise (v.a. im Vergleich zu Karstadt) angenehm klein waren, wanderte noch der ein oder andere Meter mit in den Korb. Meine arme Stoffkommode, meine arme Stoffbilanz. Ich hatte mir ja eeeigentlich vorgenommen, nur Stoffe mit bestimmtem Ziel zu kaufen. Naja, hat nur fast geklappt.



Ausbeute:
- je 2 Meter Leinen in blau (etwas weniger knallig als auf dem Bild) und lila (evtl. was in Richtung Mittelalter.. wir wollen dieses Jahr ja wieder aufs Cave Gladium und eigentlich könnte ich da mal wieder was nähen). Ansonsten liebe ich Leinen einfach
- 1 m gemusterte BW in gelbgrün-hellblau-grau, der perfekt zum blauen Leinen passt - Verwendung als Futterstof, denke ich..
- knapp 2 m von besagtem Jersey
- 1 m weiterer BW-Druck in blau-grau.Wieder als Futterstoff für ???
- beige-cremefarbene Streifen in Leinenoptik, als Unterlage zum Essen fotografieren ;) - war im Angebot und Servietten wären teurer..
- rot-weiß gestreifte BW, entweder als Futter oder wenn ich ganz mutig bin irgendwie als zartes Sommerblüschen (vermutlich eher Futter.. zu dunkelgrau fände ich rot-weiß gestreift momentan sehr schick).
- ein paar Knöpfe aus der Krabbelkiste.

Ähja. Das "Ich kauf nur Jersey." üb ich dann nochmal. Immerhin fällt der Stoffmarkt dieses Frühjahr für mich aus, weil ich nicht im Land weilen werde.

Donnerstag, 19. April 2012

Dicebag of Doom

Und schon wieder eine "Altlast", allerdings auch noch relativ frisch. Zu Weihnachten gabs für Herrn Kochfrosch u.a. einen gestrickten Würfelbeutel - diese Anleitung hier bei ravelry hatte es mir angetan. Als er fertig war und ich eine erste Testbefüllung vornahm war aber schnell klar: Der ist drei Nummern zu klein, wenn er wirklich alle Würfel fassen soll.
Also gabs den kleinen Würfelbeutel samt Gutschein in Form von der Ankündigung des großen Bruders zu Weihnachten und schon 3 Monate später habe ich es tatsächlich fertiggebracht, den großen Bruder auch fertigzustellen. Ich bin im Abändern von Strickmustern noch wenig heldenhaft und habe das erst mit Rechnen, dann mit Ausprobieren versucht - eine Mischung ists vermutlich geworden. Genauere Angaben dazu gibts hier auf meinem Ravelry-Account. Leider nicht ganz 100% vollständig, irgendwie wurde ich nach 2 Monaten aus meinen Aufzeichnungen nicht mehr so ganz schlau *hust*..

Die Vergrößerung ist noch nicht ganz perfekt gelungen, der Hals ist etwas eng, man kann nicht so gut in den Beutel hineinsehen. Herr Kochfrosch zeigte sich dennoch sehr zufrieden und die ersten Abenteuer sind bestanden.

Der kleine ist übrigens nicht arbeitslos geworden - ist er doch in meinen Besitz übergegangen, meine paar Würfel darf er jetzt bewachen.


Garn: Lang Merino Yarns, je 1 Knäuel olivgrün und schwarz
Nadeln: 4 mm, Magic Loop Methode
Strickmuster: modifiziert nach Lara Breeses Dice Bag of Doom
Gelernt: I-Cord-Knitting (diese Strickschnüre - erklärt z.B. hier auf knittinghelp.com - einfach ignorieren, wie Amerikaner scheinbar stricken..sieht sehr kompliziert aus, funktioniert natürlich aber auch mit der "europäischen" Strickweise), Magic Loop-Methode (Youtube ist auch hier wieder sehr hilfreich)


* Ich benutze praktisch durchwegs die englischen Strickbegriffe, da sich meine Strickkentnisse v.a. durch englischsprachige Strickmuster und Anleitungen erweitern, oft kenne ich die deutschen gar nicht.