Montag, 17. März 2014

Kleine Geschenke..

Demnächst bekomme ich Kurzbesuch von meiner lieben brasilianischen Gastschwester Lívia, die zum ersten Mal nach Deutschland kommt - über vier Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen. Drum wollte ich ihr und meiner Gastmutter eine Kleinigkeit schenken - leider kam mir die Idee relativ spät, so wars für etwas Strickwerk eindeutig zu knapp. Da fiel mir die Art von Täschchen ein, die ich im vergangenen Sommer schon genäht hatte.



Die Taschen kann man als Aufbewahrung für Schminkzeug benutzen, als sicheren Verwahrungsort für all den Kleinkram, der sich in großen Taschen gern in irgendwelchen Falten versteckt oder einfach solo als eine Art Clutch verwenden. Ich denke, sie finden schon eine Einsatzmöglichkeit. Diesmal habe ich die vorgeschlagenen Handschlaufen mit drangenäht, einmal gabs die bewährte Knopfdeko, einmal ein Blümchen aus den verwendeten Stoffen.


Das Innenfutter ist diesmal bei beiden Taschen dunkelrot, ich wollte aus dem Fundus schöpfen, und keinen neuen Stoff kaufen (den Punktestoff hatte ich letzten Sommer tatsächlich für eine solche Tasche gekauft, das Projekt dann aber wohl vergessen..). Man braucht ja nicht viel, ist also auch eine gute Gelegenheit für Resteverwertung.

Beide Taschen haben noch jeweils eine kleine Innentasche mit Blende aus dem verwendeten Musterstoff. Eigentlich gehört die Tasche auf die "Rückseite" der Tasche - durch ein Missgeschick beim Reißverschluss einnähen bei der einen und durch Blödheit beim Nähen der anderen sitzen die Taschen jetzt bei beiden Taschen auf der Vorderseite. Damit leb ich jetzt aber, weiß keiner wie es geplant war und ist für die Funktion auch total egal.


Die Verarbeitung von Oberstoff, Futter und Reißverschluss hat sehr gut geklappt, so langsam krieg ich Übung und auch die Ecken sehen recht ordentlich aus. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, ich hoffe, die beiden freuen sich.
Ich glaub, ich brauch auch so ein Ding.


Schnitt und Anleitung: nach einer Pochette aus Taschen: Moderne Klassiker nähen* von Sue Kim, mit kleinen Änderungen.

*Amazon Affiliate Link - wer über den Link bestellt, beschert mir eine kleine Provision. Ich erfahre, was gekauft wird, aber nicht von wem.

Sonntag, 9. März 2014

Frühlingsjacken KAL - der erste Frust

Hallo zurück zum Frühlingsjacken Knit Along - schon der 3. Treff.

Heutiges Thema: "Erster Zwischenstand - Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen"

A. Fortschritt



Der Kragen mit dem netten Muster "Bear Track" lief gut, schon nach ein paar Reihen hat man ein gewisses Gefühl dafür, was wohl kommt. Das war für mich zwar kein "mindless knitting", was so ganz nebenher läuft, ging aber erstaunlich gut. Anschließend kommen die Zunahmen für den Schulterbereich, aus dem sich schließlich Vorderteile, Ärmel und das Rückenteil ergibt. Die Zunahmen erfolgen am Rückenteil mit Hilfe von Zunahmen, die aus der unteren Reihe herausgestrickt werden - habe ich so noch nie gemacht, wieder was gelernt. Ich war erst mit dem  Maschenbild davon nicht so zufrieden, so im Ganzen sieht es jetzt aber ganz ordentlich aus. Ganz schön viele Maschen inzwischen! Der Rücken wird glatt rechts, die Vorderteile kraus rechts gestrickt.

Der Rand wird als SSE - Slip Stitch Edge gestrickt (man entschuldige die ganzen englischen Begriffe hier, aber ich habe keine Ahnung, was das auf Deutsch heißt) - das gibt eigentlich einen sehr schönen Abschluss. Eigentlich. Womit wir bei

B. Schwierigkeiten
wären.
Ich habe nämlich heute (!) beim Fotografieren festgestellt, dass ich in meinem schönen Rand einen unschönen Fehler habe. Leider so etwa 18 Reihen weiter unten. Meine normale Methode - Aufribbeln - begeistert mich nicht so wirklich. Allerdings fehlt mir jegliche Idee, wie ich das reparieren könnte.

SSE schön (rechts) und mit Fehler (links):


Die Vorstellung, 18 Reihen zurückzustricken (einfach so aufribbeln trau ich micht nicht, ich krieg nie wieder alle Maschen auf die Nadeln, ganz zu schweigen von den nicht ganz so einfachen Zunahmen dazwischen) motiviert mich gerade einfach so dermaßen .. nicht. :(. Spiele mit dem Gedanken, einen Faden weiter unten einzuziehen, bis zu dem ich dann das Strickstück aufziehe und neu mache.

Oder ganz ignorieren? Meine Mama würde den Kopf schütteln, früher hätt ichs einfach gelassen. Aber ich glaube, dass es mich zum Schluss stört und ich immerzu hingucke. Bei einem Strickstück, wo soviel Zeit, Geld und Herzblut einfließt, sollte man solche Fehler vermutlich nicht einfach ignorieren..


C. Lösungen
Leider noch nicht existent.

Ich habe jetzt bei ravelry mal einen Hilferuf gepostet, vielleicht kann mir auch hier jemand von meinen Lesern helfen? Kann man irgendwie nur den Rand auftrennen (ok, das sollte gehen), aber kann man den dann wieder hochstricken? Wie? Auf extra Nadeln vielleicht? Durch die spezielle Form kann ich mir das irgendwie gerade sehr schwer vorstellen..

Frust!

Letzte Mütze für diese Wintersaison

Und hiermit beenden wir dann die Mützenstrickerei für diese Saison vermutlich. Ich gebe zu, das heutige Wetter mit strahlend blauem Himmel und 16°C versetzt nicht wirklich in Mützenstimmung, aber morgens muss ich noch Eis kratzen und freu mich über warme Ohren (die Bilder sind von vergangenem Wochenende, da wars hier auch noch nicht so warm!).

Plan war jedenfalls, diesen Winter noch eine eher lässig fallende Mütze in schlichtem Schwarz zu stricken. Sollte eine Art Beanie werden, geworden ists dann doch eher was anderes. Ich habe einen einfachen, engen Rippenbund angeschlagen (oft.. war jedes Mal zu weit) und anschließend mit Perlmuster weitergemacht. Da das Perlmuster kaum elastisch ist und deutlich mehr Platz braucht als die Rippen, wird die Mütze dann ziemlich weit.. für meine eigentlich angestrebte Form hätte ich daher hier vermutlich Abnahmen stricken müssen - habe ich leider nicht.


Die Mütze trägt sich natürlich trotzdem gut, nur wollte ich eigentlich eine etwas andere Form. Evtl. fixiere ich sie hinten unten auch einfach ein bisschen, mal gucken. Auf alle Fälle ist sie sehr leicht, kuschelig und hält dennoch warm - perfekt für den Übergang. Gestrickt hab ich sie aus GGH Baby Alpaca, das fasst sich unglaublich weich und trägt sich gut.



Strickmuster: 80 M 1R1L Bündchen, etwa 8 cm hoch, danach weiter in Perlmuster. Nach etwa 15 cm Abnahmen (in Abständen jeweils 3 M zusammenstricken).
Garn: ca. 1,2 Knäuel GGH Baby Alpaca in schwarz

Dienstag, 25. Februar 2014

Tapetenrock

Nähen steht derzeit ja nicht so sehr in erster Reihe bei den Handarbeiten. Letztens fiel mir dann aber auf der Suche nach ganz was anderem aber ein Stoff in die Hände, den ich vor zwei Jahren mal auf dem Stoffmarkt in Fürth erstanden habe. Ein Baumwollstoff von Amy Butler, wild gemustert in türkis-khaki-weiß. Herr Kochfrosch nennt ihn nur Tapete.. ganz absprechen kann man die Assoziation nicht (aber hey - erinnert irgendwie an Sherlocks Tapete. Und Sherlock hat Geschmack. So!)

Schon früh stand fest, dass ein Rock draus werden soll. Dann fiel mir auf, dass man für viele Röcke doch mehr als einen Meter braucht (ich glaub der war teuer und ich war geizig). Also lag er wieder ein paar Monate rum.. so geht das ja nicht weiter.


Also habe ich mich grob an der Anleitung vom Foxgloverock von Natron und Soda, bzw. dem Filtertütenrock von Frau.. äh Mutti orientiert und dachte, das sollte klappen: kurzes Rockteil ohne Schnickschnack, so weit, dass ich ihn über die Hüfte krieg + ein bisschen Komfortzugabe, Hinterntaschen, Jerseybund.
Einen etwas festeren Jersey fand ich auch noch in der Schublade. Nicht perfekt, wie sich später herausstellen sollte.

Der Jersey wird beim Annähen ja ziemlich weit gedehnt - und meiner zog sich leider nicht wieder so eng zusammen, wie von mir gewollt. Jetzt ist der Rock dann doch etwas zu groß (vor allem nach einem Tag Tragen).
Inzwischen hab ich aber gemerkt, dass ich ihn mag, so zu schwarz geht so ein klein bisschen Müsterchen schon. Werde also versuchen minimalinvasiv noch ein breites Gummiband in den Bund einzuziehen und hoffe, damit hat sich die Angst dann erledigt, ihn irgendwann unschicklich zu verlieren ;).



Montag, 24. Februar 2014

7 Sachen..

Immer wieder Sonntags.. 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe - egal ob für 5 Minuten oder 5 Stunden (von frau liebe).

Haha - immer wieder triffts kaum. Bislang hab ich das genau einmal gemacht. Aber ich les es gern, z.B. hier auf dem wunderschönen Blog The Art of Confusion (gute Musikempfehlungen! wunderschön Kalligraphisches! tolle Fotos!) - und gestern hab ich mal wieder dran gedacht. Man möge mir verzeihen, dass die Bilder erst Montag zu sehen sind.

Eins. Farbenfrohes Frühstück zubereitet.


Zwei. Das Bett gemacht.


Drei. Schnittmuster für einen easy Rock gezeichnet. Tapetenstoff in ebendiesen verwandelt. Ergebnis gefällt mir gut, leider war der Stretchbund nicht so stretchig wie gedacht, daher ist der Rock jetzt zu groß. Hmpf. Dazu später mehr.


Vier. Tisch für den Sonntagstee gedeckt.


Fünf. Yogamatte ausgerollt.


Sechs. Zum Kochen das Stimmungslicht in der Küche eingesteckt.


Sieben. Beim Serien gucken noch ein paar Reihen Nanook gestrickt.


Montag, 17. Februar 2014

FJKAL 2014 - Nanook in den Startlöchern

Diesmal bin ich immerhin nur einen Tag zu spät fürs 2. Frühlingsjäckchen-Knit-Along-Treffen. Ich würd also mal sagen, das gilt noch.

Heute geht es um
"die Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen"
- allerlei sinnvolles dazu findet man bei Meike hinterm obig genannten Link.

A. Strickmuster
Bei mir wird es - nach den Kommentaren beim letzten Post unschwer zu erkennen - tatsächlich Nanook.
Raglanärmel, von oben gestrickt und locker-lässig - ist doch am ehesten mein Stil, auch wenn ich Miette mal im Auge behalte.

B. Material
Ich habe keinen besonders großen Wollvorrat, schon gar nicht in Mengen, die für eine Jacke reichen. Also habe ich mich auf den Weg in den liebsten vor-Ort-Wollladen Tolle Wolle in Nürnberg gemacht und eine geschlagene Mittagspausenstunde dort verbracht. Eine Mitarbeiterin schlug mir auch recht unermüdlich Garn vor, ich wollte nichts, wo ich richtig viel umrechnen muss (nicht so meine Stärke) - v.a. bei den Schulterabnahmen hatte ich da etwas Bedenken.

Also hin- und her überlegt. Leinengarn hatten sie keines. Reine Baumwolle splisst so eklig beim Stricken und war auch nicht nur annähernd in der Nähe der Maschenprobe. Und dann hab ichs gefunden - ganz hinten im Laden: Lang Yak, 50% Merino, 50% Yak. Nicht unbedingt frühlingshaft, aber da kann ich jetzt keine Rücksicht drauf nehmen ;). Und wer weiß schon, wie warm der Fühling wird.


Dann noch das zweite Drama. Ich suche eine Farbe aus. Hm.. schwierig. Sind alle wunderschön. Ok, außer Rosa. Das geht für mich einfach nicht.

Es wurde dann das hellgrau. Auch wenn das Petrol ebenfalls sehr schön war - gefühlt ist mir nach einer helleren Jacke. Das Grau ist ganz leicht meliert und sieht sehr natürlich aus. Geht also ganz in Richtung, was mir als erstes vorschwebte.

C. Maschenprobe / Passformüberlegungen
Freitag habe ich dann in meiner Mittagspause eine Maschenprobe gestrickt und - Glück gehabt, ich komme mit der angegebenen Nadelstärke exakt bei der Soll-Maschenzahl raus, wenn ich etwas lockerer stricke. Nur wegen der Höhe muss ich nochmal abmessen. Ich bin immer noch etwas sehr lax bei Maschenprobe & Co, obwohl ich weiß, dass es sich lohnt, hier genau zu sein. In diesem Fall hier fällt die Jacke aber sowieso locker, und da ich von oben stricke, kann ich die Länge auch immer noch spontan entscheiden, sollte hier also nicht gaanz so dramatisch sein, wenn es um ein paar cm abweicht.
In der Anleitung werden zwei Varianten angegeben (ohne Abnahmen nach der Taille am Vorderteil und mit Abnahmen - ich werde vermutlich ohne Abnahmen stricken, damit sollte das Vorderteil auch zipfeliger fallen, notfalls würde ich eher noch Maschen zunehmen, um diesen Effekt zu verstärken. Jetzt versteh ich auch, was miyayo bei ihrem Nanook gemacht hat)

Dann kanns ja losgehen!



Freitag, 7. Februar 2014

Strickplanung.. vielleicht ein KAL

Ruhig hier, was? (In Wirklichkeit habe ich noch zwei Würmer gestrickt, meiner weckte gewissen Begehrlichkeiten im Umfeld; desweiteren habe ich noch eine Mütze auf den Nadeln und eine weitere wurde bestellt)

Doch Mützen.. bald ist Frühling (so hoffe ich doch)! Und wie ich heute in der Mittagspause mal kurz Zeit fand, mir einen groben Überblick über die Blogs da draußen zu verschaffen, da stieß ich auf folgendes: Auf dem MeMadeMittwoch Blog läuft seit vergangener Woche ein Frühlingsjäckchen Knit Along. Also "zusammen stricken wir ein Jäckchen Web 2.0". Hat in mir glatt Gelüse geweckt, mir auch ein Frühlingsjäckchen zu stricken. Noch dazu, wo ich so langsam mal wieder Lust auf ein größeres Kleidungsstück hätte. Ich weiß also noch nicht, so genau, ob ich zur zweiten Runde des Knit Alongs einsteige, aber Gedanken kann man sich ja trotzdem mal machen.

Eine erste kurze (hahaha) Ravelry Recherche ergab schonmal folgende Kandidaten:

Make a Wish von Joji Locatelli
- steht schon länger auf der Favouritenliste. Schöner Fall, macht sich mit Seide/Merino-Wolle farblich bestimmt toll
- längere Jacke, also vermutlich schöner zu engen Hosen als zu Röcken. Wobei.. so zu Kleidern kann ich mir das auch grad vorstellen
- positiv: dünne Wolle. Ich habe inzwischen festgestellt, dass ich sehr dicke Strickjacken eher nicht ganz so viel trage (und trotzdem will ich mir irgendwann noch eine Opposite Pole stricken, fällt aber nicht unter die Kategorie Frühlingsjäckchen)

Mögliche Farben: Satt. Petrol oder ein Rotton vielleicht?

Miette von Andi Sutterland
- ein taillenkurzes, enges Jäckchen mit Lochmüsterchen (und dabei noch zurückhaltend genug für meinen Geschmack). Toll zu Kleidern und zu Röcken. Ich habe von der Form her eine ähnliche (einfach gehaltene Jacke), die demnächst auseinander fällt. Gehört im Sommer zu meinen liebsten Stücken.
- Wolle ist hier etwas dicker
- Mit Knopfleiste. Da hab ich immer Angst, dass sie irgendwo aufsteht, hab schonmal schlechte Erfahrungen gemacht. Aber die hier hat viele Knöpfe und sieht auf allen Fotos (und die haben schon viele gestrickt) ziemlich geschlossen aus

Mögliche Farben: Schwarz wäre wohl am sinnvollsten. Knallrot sieht auch gut aus. Geht vielleicht auch in Petrol.

Nanook von Heidi Kirrmaier
- den Cardigan habe ich gerade noch entdeckt,offene, fallende Form, wie ich sie sehr gerne mag
- ungewöhnliche Form, was ich auch immer gern mag
- ich habe schon den Vitamin D gestrickt und bin von der Passform her absolut begeistert. Lieblingsstrickstück in der Garderobe
- Wolle ist hier auch etwas dicker. Userin miyayo hat einen Nanook aus Leinengarn gestrickt, der Fall ist traumhaft!
- sieht auf den Bildern teilweise recht unterschiedlich aus - manchmal fällt der Wellenmusterteil irgendwie weiter nach unten (gut!) manchmal nicht (eher nicht so meins). Ich würde ihn eher nicht zuknöpfen, sondern lose fallen lassen.

Mögliche Farben: Nanook sehe ich irgendwie eher in Naturtönen vor mir. Hellgrau. Beigegrausandbraun. Sehr frühlingshaft, ich weiß.

Hmm.. und ihr, was meint ihr so?